P I G S = Euro in Gefahr

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    • P I G S = Euro in Gefahr

      Hallo zusammen,

      wie steht es eigentlich um unsere Währung, den Euro ?

      Im Zuge der aktuellen Lage stellt sich immer deutlicher heraus, das die Staaten Portugal, Italien, Griechenland und Spanien und andere z.B. Irland, eine erhebliche Belastung für die Gemeinschaftswährung darstellen.





      Standard & Poor's stufte die Bonitätsnote der Iberer für langfristige Staatsanleihen vom Bestwert "AAA" auf "AA+" herunter.

      Die Herabstufung Spaniens nährt die Sorge, dass sich die Zinsdifferenzen in der Euro-Zone weiter vergrößern. Dies würde die Währungsgemeinschaft erheblich belasten - bis hin zur Gefahr, dass finanzschwache Staaten aus dem Verbund ausscheiden.

      Wenn sich der Anstieg bei den Zinsunterschieden nicht wieder umkehre, würden sich die Finanzierungskosten "für einige Staaten in den kommenden Jahren spürbar erhöhen", hieß es in dem Bericht. Brüssel nannte in diesem Zusammenhang die Euro-Mitglieder Irland und Spanien sowie Großbritannien, Lettland und Rumänien, die nicht zur Währungsunion gehören.

      "Auf den Märkten ist ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone derzeit das heiße Thema", sagte Aurelio Maccario, Chefvolkswirt für den Euro-Raum bei Unicredit. Aktuell sei solch ein Szenario jedoch "höchst unwahrscheinlich". Die Austrittskosten seien deutlich höher im Vergleich zu den Vorteilen einer Mitgliedschaft im Währungsraum.

      Viele Ökonomen sorgt jedoch, dass die Staaten im Euro-Raum in ernsthafte Schwierigkeiten kommen, neue Anleihen auszugeben. Einen Staatsbankrott im Euro-Raum schließt die Mehrzahl der Experten derzeit zwar noch aus.

      Gehe ein Staat pleite, drohe ein Dominoeffekt im restlichen Euro-Raum, sagte Analyst Ralf Preusser von der Deutschen Bank.

      Laut Maastricht-Vertrag gilt für diesen Fall eine Klausel, der zufolge die anderen Euro-Länder nicht beispringen müssten. Die meisten Politiker bezweifeln jedoch, dass diese Klausel im Ernstfall angewendet würde. "Wir müssten uns dann etwas einfallen lassen", heißt es im Finanzministerium eines Euro-Staats.

      ftd.de/politik/europa/:Niedrig…hr-f%FCr-Euro/462897.html


      S&P erklärte bereits am 13. Januar, eine Herabstufung der Bonität könnte für Neu Seeland, Irland, Spanien, Portugal und Griechenland anstehen.

      Wörtlich weist S&P darauf hin, dass die Risiken für Staatsanleihen steigen würden. Der Grund sei die sich vertiefende Finanzkrise, welche sich seit September verschärft hätte.

      mmnews.de/index.php/2009011920…ws/S-P-senkt-Spanien.html
      Es scheint fast so, daß nun nach den Banken und der Realwirtschaft die Krise auf die Staaten und damit auch auf die Währung übergreift.

      Wünsche

      ...einen goldigen Tag

      Tut
      "Um klar zu sehen genügt oft schon eine geringe Veränderung des Blickwinkels"
    • ich frage mich: gab es jemas sowas wie den Euro schon mal früher?
      Dabei meine ich, dass mehrere Länder eine identische Währung haben.
      Ist Dollar vllt irgendwo sonst in einem Land die einzige offizielle Währung?

      Bisher kenne ich eine 1:1 Bindung zum Dollar. Diese Bindung wurde bisher immer gebrochen.
      Scheint so, als ob der Euro nix taugen wird...

      Der Ausstieg aus dem Euro ist möglich - das steht in einigen Büchern drin. Ich stelle mir das dann grausam vor...
    • gruenundblau schrieb:

      ich frage mich: gab es jemas sowas wie den Euro schon mal früher?
      Dabei meine ich, dass mehrere Länder eine identische Währung haben.


      Hi.

      Ja gabe es - römisches Reich. Was mit diesem und dessen Währung (Gold, Silber, Bronze, Kupfer, Messing) passiert ist, kann man in einschlägiger Literatur nachlesen. Stichwort Kippen und wippen...

      Gruß EN.KI
      "Jedem Menschen recht getan ist eine Kunst, die niemand kann."
    • Auch das alte Rom hatte Probleme...


      Als die Weltmacht in die Finanzkrise rutschte
      von Maximilian Pisacane


      Wie sich die Bilder gleichen: Vor zwei Jahrtausenden wurde Rom, das Zentrum der antiken Welt, von einer schweren Finanzkrise erschüttert, die an den Immobilienmärkten ihren Ausgang nahm.

      handelsblatt.com/technologie/g…anzkrise-rutschte;2097777

      in einer anderen Zeit, aber ähnliches Kern-Problem.

      Wünsche

      ...einen goldigen Tag

      Tut
      "Um klar zu sehen genügt oft schon eine geringe Veränderung des Blickwinkels"
    • Also die Links bei Eichelburg...

      boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_330684
      handelsblatt.com/politik/hande…ro-land-zerreisst;2129541
      welt.de/finanzen/article306158…-einer-Zerreissprobe.html


      Das ist schon ziemlich starker Tobak.... Das das so schnell und sogar durch die Massenmedien knallt das überrascht sogar mich.
      "Das Geld geht durch das Haus des Armen, wie der Wind durch eine verfallene Hütte weht."
      Vietnamesisches Sprichwort
    • Zum Thema:

      Ich habe es nie verstanden, wie man zu Anfängen der EU so unterschiedlich strukturierte Staaten in einen einheitlichen Wirtschaftsraum zusammenfassen konnte, bis es mir dann Jahre später so langsam dämmerte (Stichwort: Globalisierung, kalte Enteignung der rel. hohen deutschen Löhne usw.). Die Folgen sieht man jetzt. Und ich habe ehrlich gesagt die Befürchtung, dass Deutschland als größter EU-Nettozahler und somit der deutsche Steuerzahler, mal wieder die (saftige) Rechnung, in welcher Form auch immer, präsentiert bekommt. Wie immer halt...

      Ich war und bin immernoch für Nationale Währungen, auch wenn die DM zum Schluss auch nicht mehr ihre Stärke von einst hatte. Dennoch sind dem deutschen Staat sämtliche Kontrollorgane, die zu einer stabilen Währung nötig sind, entrissen worden. Für diese Meinung werde ich jetzt wahrscheinlich gesteinigt, aber egal.

      Jedenfalls sehe ich den Zerfall der EU in großen Schritten kommen. Die Lunte am Pulverfass brennt schon lichterloh...was danach kommt, steht in den Sternen, vielleicht eine EU 2.0, denn die nationale Souveränität in Sachen Wirtschaft und Währung bekommen wir nie wieder zurück, wenn man es realistisch betrachtet. Denn das wäre gegen die Agenda der Eliten...

      Gruß EN.KI
      "Jedem Menschen recht getan ist eine Kunst, die niemand kann."

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von EN.KI ()

    • Der Staatsbankrott der PIGS ist wohl jetzt unausweichlich, früher oder später...
      Den Alternativen, einem Ausscheiden einzelner Bankrottstaaten aus der Eurozone oder einem Staatsbankrott im Euroraum wird man sich wohl bis zur letzten Minute zu verweigern wissen.
      Man wird sicherlich versuchen, die Schulden der Piggies über eine umfassende, "solidarische", "unserer historischen Verantwortung gerecht werdende" Euro-Anleihe indirekt Deutschland überzuhelfen, aber es steht in Frage, ob das noch klappen würde - gewissermaßen ein Handtuchwechsel, bevor der Kessel auf der Titanic explodiert...
    • RE: Die Eurozone-Anleihe kommt!

      Nordstern schrieb:

      Dazu einiges auf dieser Seite:

      weissgarnix.de/?p=941

      Interessant finde ich auch auch die anhängenden Leserreaktionen.

      LG Nordstern
      Eine weitere Fessel an den Euro, die den Ausstieg noch schwerer macht. Wenn erst mal gemeinsame Schulden aufgenenommen sind, muss man sich auf einen Schlag freikaufen, wenn man da aussteigen will, wozu wohl kaum ein Staat in der Lage sein wird. Schulden machen abhaengig - Schulden versklaven !
      Ausser den realwirtschaftlichen Indikatoren und Daten gibt es keinen Grund fuer einen Aktiencrash.
    • Zweifler0815 schrieb:

      Der Staatsbankrott der PIGS ist wohl jetzt unausweichlich, früher oder später...
      Den Alternativen, einem Ausscheiden einzelner Bankrottstaaten aus der Eurozone oder einem Staatsbankrott im Euroraum wird man sich wohl bis zur letzten Minute zu verweigern wissen.
      Stimmt, das würde ja "die Idee" in Frage stellen.

      Pigs, Piggies, da denke ich immer an diese wunderschöne Ballade (*g*): de.youtube.com/watch?v=6cUC0s0tHBw
    • Anleihen der Euro-Staaten

      Hi Folk,

      ich habe noch nicht so recht verstanden wo das Problem liegt wenn es Eurostaaten gibt die ihre Anleihen 'nur' zu höheren Zinsen los werden.
      Die Käufer der Anleihen bekommen doch dann einen 'besseren Zins', also ein Vorteil für die.
      Klar, die Staaten wollen sich möglichst billig 'refinanzieren' aber das ist doch nicht das Problem der Anleihebesitzer.
      Alle jammern das der Euro evtl. auseinander bricht; o.K., mit einer Euro-Anleihe der EZB wird das Problem wieder auf die 'stärkeren' Länder
      wie z.B. D.-land verlagert, und das interessiert wiederum die PIGS nicht wirklich.
      Wird da wieder eine neue Sau die durchs Dorf getrieben wird?
      Also ich finde das nicht so tragisch wenn endlich mal die Zinsen für diese 'unmoralischen' Refinanzierungsgelüste steigen.

      Auch finde ich sollten sie Bernie Madoff nicht einsperren, sondern ihn fragen ob er nicht bei der EZB mitmachen will :)
      hartgeld.com/sozialsysteme.html

      zimbo
    • zimbo schrieb:

      wo das Problem liegt wenn es Eurostaaten gibt die ihre Anleihen 'nur' zu höheren Zinsen los werden


      Durch die höheren Zinsen läuft die ohnehin viel zu hohe Staatsverschuldung noch schneller. Dadurch steigt das Risiko für einen Totalausfall (Insolvenz), die Staaten werden weiter runtergestuft und die Zinsen müssen noch weiter angehoben werden. Ein verzwickter Teufelskreis aka positive Rückkoppelung.
      Das stärkere Länder wie D über nette Tricks wie die Euro Anleihe die Schulden übernehmen erinnert mich ein bissi an die "Gold gab ich für Eisen" Aktion. Es ist nichts dagegen einzuwenden den Club Med mal auszuhelfen, ich zweifel aber stark daran das sie daraus lernen und ihre Staatsverschuldung in den Griff bekommen. Somit wird das Endspiel nur hinausgezögert. Die Reaktion des Marktes sieht man auch am fallenden €.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sakura ()

    • EN.KI schrieb:

      Ich habe es nie verstanden, wie man zu Anfängen der EU so unterschiedlich strukturierte Staaten in einen einheitlichen Wirtschaftsraum zusammenfassen konnte,


      als das war mir von Anfang an klar:
      ALLE Euro-Länder (mit Ausnahme von Luxemburg) hatten zum Zeitpunkt der Euroeinführung Staatsschulden im Wert von 60 % ihres BIP oder mehr angehäuft (zuzüglich Pensionsansprüche und "Sondervermögen") ... Staatsbankrott ist seit der Einführung des Papiergeldes (in gewissen Kreisen auch "fiat money" genannt) aus der Mode gekommen - es sei den, man ist in einer fremden Währung verschuldet ... und wenn bei einer ernsthaften Inflation neben den Schulden (des Staates) auch die Ersparnisse/Lebensversicherungen/usw. (der Wähler) zusammenschmelzen, dann droht den verantwortlichen Politikern akuter Liebesentzug (spätestens bei der nächsten Wahl) ...

      also - wie ist der Ausweg aus dem DIlemma:
      man delegiert die Verantwortung für die (gemeinsame) Währung ganz einfach nach Brüssel ...

      ... und wenn nach einer angemessenen Karenzzeit (10 Jahre sollten es schon sein) der Ernst-/Inflationsfall eintritt, dann sind alle nationalen Politiker unschuldig 8)
      Ironie, Sarkasmus und Zynismus werden nicht extra gekennzeichnet und sind selbst zu erkennen
    • @sakura
      ok, ich wußte nicht, dass die Staaten erst die Zinsen für ihre Anleihen anheben wenn die Bewertung der Anlagen
      durch Ratingagenturen herab gesetzt wird.
      Ich dachte immer, dass sich die Zinsen der Anleihen nur an den festgelegten Zinsen der Zentralbanken orientieren.
      Oder wie verhält sich das?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von zimbo ()