Heddas Depot

    • Kämmerer schrieb:

      Hallo hedda,

      ich meine mich zu erinnern, dass Du in Deiner Jahresprognose 2017 ab Herbst den Durchbruch von Gold nach oben prognostiziert hattest. Ich finde Deine Jahresprognose auf die Schnelle nicht.

      Deine Jahresprognosen sind berüchtigt für ihre hohe Trefferquote. Solltest Du tatsächlich dieses Jahr (etwas) daneben liegen?

      Der Hopf erwartet ja auch noch ein kleines Antesten nach oben, dann ein scharfen Einbruch und dann einen längerfristigen Durchbruch nach oben. Wenn die Saisonalität wie in den Vorjahren jedoch beibehalten wird, sehen wir ab Januar deutlich steigende Kurse. Zeit für einen Einbruch ist also bis dahin nicht mehr viel.

      Da ich keine Positionen mit Komplettausfallrisiko im Depot habe, werde ich den eventuell letzten Einbruch eh aussitzen und zum Nachlauf nutzen.
      Ja, den Durchbruch für Gold hatte des öfteren für dieses Jahr angekündigt. War wohl nichts. So wie er auch RWE viel zu früh verscherbelt und bei der Deutschen Bank immer fleißig geshortet hat. Aber Hauptsache, wir machen ja jedes Jahr 30 % und liegen immer richtig. Jetzt sind wir urplötzlich pesimisitsch für Gold, immer schön die Nase nach dem Wind richten.
    • BARRACUDA 66 schrieb:

      Was gibt es denn für Gründe, sich ausgerechnet RWE ins Depot zu legen? Würde ich nicht einmal mit der Kneifzange anfassen, vor allem, da man im September bei x-Ölaktien zugreifen konnte, die sowohl fundamental als auch charttechnisch besser aussahen/aussehen. Ich sehe da aber auch gar nichts Attraktives, weder charttechnisch, schon gar nicht fundamental ( Eigenkapitalquote+Geschäftsmodell ) und überdies die Drohkulisse, in 2017 in hohen Bogen aus dem Dax zu fliegen.
      Ich lerne aber gerne hinzu, daher würde ich da gerne mal eine Begründung hören.

      BARRACUDA 66 schrieb:

      Ja, den Durchbruch für Gold hatte des öfteren für dieses Jahr angekündigt. War wohl nichts. So wie er auch RWE viel zu früh verscherbelt und bei der Deutschen Bank immer fleißig geshortet hat. Aber Hauptsache, wir machen ja jedes Jahr 30 % und liegen immer richtig. Jetzt sind wir urplötzlich pesimisitsch für Gold, immer schön die Nase nach dem Wind richten.
      Baracuda, du bist schon sehr widersprüchlich. Zunächst findest Du (Heddas) Engagement(s) in RWE 'komisch'...und jetzt wurde es Dir zu früh verkauft ? Und die Passage , in der sich Hedda pessimistisch zu Gold (mittelfristig) äußert kann ich auch nicht finden ? Gesagt wird das Gegenteil ! Wenn es Dir 'andere ', hier @Hedda, nicht 'recht' machen, musst Du selber 'machen'. Sag' doch mal wo's jetzt lang geht. Mit Gold, mit RWE ...egal mit was. Hauptsache Dein Input bringt Kohle. :thumbsup:
      -----------------
      ----
      Gold - die Freiheit nehm' ich mir !
    • Nun Barracuda 66 ist schon ein ganz besonderer Gast...

      Seis drum:

      Zwei kurze Anmerkungen:

      Zunächst war, bin und bleibe ich noch ein wenig skeptisch, ob wir überhaupt das Tief der langfristiger Abwärtsbewegng bei Gold schon gesehen haben. Nach wie vor ist die 1080 - die ich ja immer wieder genannt habe - ein Anziehungspunkt! Derzeit hat sich durch die PReis Zeit Strukturen aber das Ziel etwas nach oben verschoben auf 1125. Seit Monaten wiederhole ich meine Vorsicht!

      Zweitens verschiebt sich dieses Jahr die Entwicklung ein wenig weiter nach hinten als gedacht, sowohl bei den Aktien als auch bei den Metallen etc.

      Drittens verlaufen die großen Trendwenden immer zickig und die Prognosesicherheit lässt nach, sowohl preislich als auch zeitlich. Auch darauf habe ich schon oft hingewiesen.

      Klar ist für mich aber: Wir bewegen uns nun auf wilde Zeiten zu. Ich erwarte in nicht allzu ferner Zukunft einen Minsky Moment.

      Schauen wir mal

      Allen viel Glück
      Hedda
    • Dazu auch diese eher in normalem Deutsch geschriebene Erklärung. Die 3 Arten von Schuldnern:
      • können Kredit und Zinsen zahlen
      • können nur Zinsen zahlen
      • können weder Tilgung noch Zinsen zahlen (Wertsteigerung durch beliehene Assets)
      Nr. 3 fällt irgendwann aus, da Preise nicht mehr steigen. Banken kommen in Geldnot, Kaskadeneffekt geht auf andere, solide Banken über, keine Refinanzierung mehr, Zusammenbruch (siehe 2009).

      Das bedeutet für mich als nicht BWLler, dass alsbald ein "Minsky-Effekt" auftreten kann, dass die aufgepumpten kreditfinanzierten Blasen (zB auch Papiergold) platzen könnten und quasi ein finanzielles Erdbeben ähnlich 1929 die Runde macht. Aber wenn dieser ganze Zettelkram seinem natürlichen Wert Null zugeführt wird, bedeutet das nicht einen deutlichen Schub für EM?
    • Der Minsky-Effekt scheint mir nur ein neuer Begriff für etwas eigentlich Banales zu sein: In guten Zeiten neigen Menschen - und leider auch Staaten und das gesamte westliche Wirtschaftssystem - mit der Zeit dazu, höhere Risiken einzugehen. Das geht soweit, dass diese Risiken das seriöse Maß übersteigen.

      Und wir leben nun in Zeiten, in denen in jahrzehntelanger Gelddruckerei die normalen Selbstreinigungkräfte der Volkswirtschaft unterdrückt wurden. Soll heißen: Normalerweise gibt es immer (alle paar Jahre) mal wieder kleine Rezessiönchen, in denen schlechte Geschäftsideen oder Investitionen den Bach runtergehen. Auf diese Weise werden die Marktteilnehmer - im Normalfall - diszipliniert.

      Diesen Normalfall gibt es aber seit ca 50 Jahren nicht mehr: Die Politik wollte Rezessionen nicht zulassen, weil sie steigende Arbeitslosigkeit und fallende Steuereinnahmen befürchtete. Daher wurden die Zinsen künstlich niedriggehalten bzw. auf Schuldenbasis staatliche Investitionen getätigt. Diese staatlichen Investitionen waren aber immer nur Strohfeuer und haben nie zu einem sich selbst tragenden Aufschwung geführt. Letztlich wurden damit also nur nur die Selbstreinigungskräfte unterbunden; was geblieben ist, sind die Schulden und schlechte Investitionen, die für viele Marktteilnehmer gar nicht mehr als solche erkennbar sind, weil sie den aktuellen Zustand der Volkswirtschaften für normal halten.

      Irgendwann aber wird sich dieser Normalzustand - genau wie die Wahrheit - ihren Weg bahnen. Das System der Planwirtschaft (um etwas anderes handelt es sich ja bei den Eingriffen seitens Politik und Notenbanken eigentlich nicht) wird nicht mehr fortzuführen sein - einfach, weil die Eingriffe ins Geschehen bzw. die Gelddruckerei ein immer größeres Ausmaß annehmen müssen, um noch vordergründig zu funktionieren. Das wird irgendwann auch dem "Normalo" auf der Straße auffallen, so dass das "Vertrauen" nachlässt und die ganze Sache kippt.

      Dieses irgendwann sich ereignende Kippen des Systems ist ja wohl auch der Hauptgrund dafür, dass wir in Edelmetalle und/oder Minenaktien investieren. "Minsky-Effekt" dürfte für dieses "Kippen" dann nur eine von vielen Bezeichnungen sein, die es dafür bereits gibt.
    • dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=449608Moin moin,

      Polkrich schrieb:

      Dazu auch diese eher in normalem Deutsch geschriebene Erklärung. Die 3 Arten von Schuldnern:
      • können Kredit und Zinsen zahlen
      • können nur Zinsen zahlen
      • können weder Tilgung noch Zinsen zahlen (Wertsteigerung durch beliehene Assets)
      Nr. 3 fällt irgendwann aus, da Preise nicht mehr steigen. Banken kommen in Geldnot, Kaskadeneffekt geht auf andere, solide Banken über, keine Refinanzierung mehr, Zusammenbruch (siehe 2009).
      …..
      Schauen wir uns die "Kreditbäume im Kreditwald" etwas genauer an. Der Staat hat die tiefsten Taschen auf Grund seiner bewaffneten Macht Steuern und Abgaben zu erheben.

      * Die meisten Staaten (= seine Bürger) können Kredit und Zinsen nicht mehr zahlen.
      * Sie können auch nicht "normale" Zinsen für ihre Schulden zahlen, weshalb die Notenbanken Staatsanleihen aufkaufen und damit die Zinsen drücken.
      * Damit ist das Ponzischema doch schon erreicht, wenn mit künstlich erzeugtem "Geld" Staatsschulden aufgekauft werden.

      Das Steigerungspotential ist solange unbegrenzt, wie alle mitmachen. Demnächst kauft man eben den Banken notleidende Kredite ab, oder übernimmt Unternehmensschulden, wenn sich jemand verzockt hat mit einer Übernahme. Wichtig ist nur, dass die uneinbringbaren Forderungen nicht abgeschrieben werden, sondern die Bilanzen aufhübschen. Alles ist ein Potemkinsches Dorf oder Kartenhaus. Keiner kann sagen, wie lange das noch funktioniert. - Man probiert aus, wie weit man den Luftballon aufblasen kann.

      Das System liegt auf der Intensivstation und wird künstlich am Leben gehalten. Ohne künstliche Beatmung würden Bonds und Bunds in einer Sekunde zusammenbrechen, genau wie die Aktienmärkte und Banken und Sozialsysteme usw.. - Wer möchte das?

      Durch die Manipulation kommt es zu massiven sozialen Ungleichgewichten. Daraus resultieren, stark differierende politische Ziele, was Staaten zunehmend unregierbar macht. Nur Idioten sehen die Rettung des Systems in einer Verlagerung der Kompetenzen nach Brüssel. Man möchte sich aus der Verantwortung stehlen. (System Merkel, Schulz, Macron usw.)

      Hier noch ein weiterführender Kommentar aus dasgelbeforum zum Thema Euro und Schulzes Realitätsverweigerung.


      Gruß Vatapitta
      Mein Score aktualisiert mit Zacks + Haywood + Angry Geologist.
      Wer fleißig ist, hat mehr Glück! :thumbsup:
      Musik aus Kolumbien.

      Dieser Beitrag wurde bereits 10 mal editiert, zuletzt von vatapitta ()

    • vatapitta schrieb:

      Das Steigerungspotential ist solange unbegrenzt, wie alle mitmachen. ....
      Alles ist ein Potemkinsches Dorf oder Kartenhaus. Keiner kann sagen, wie lange das noch funktioniert.
      .......

      Das System liegt auf der Intensivstation und wird künstlich am Leben gehalten. Ohne künstliche Beatmung würden Bonds und Bunds in einer Sekunde zusammenbrechen, genau wie die Aktienmärkte und Banken und Sozialsysteme usw..
      ....
      Durch diese Manipulation kommt es zu massiven sozialen Ungleichgewichten. Daraus resultieren, stark differierende politische Ziele, was Staaten zunehmend unregierbar macht. Nur Idioten sehen die Rettung des Systems in einer Verlagerung der Kompetenzen nach Brüssel. Man möchte sich aus der Verantwortung stehlen. (System Merkel, Schulz, Macron usw.)
      Dem kann ich nur zustimmen.
      Es werden noch "lustige" Zeiten auf uns zukommen. Man hat zwar schon im letzten Jahrzehnt vor einem gigantischen Zuammenbruch gewarnt, der immer noch nicht kam, und höchstwahrscheinlich auch in diesem Jahrzehnt nicht kommen wird, aber das nächste Jahrzehnt dürfte der Kandidat werden!!

      Ich tippe auf den Eintritt der geburtenstarken Jahrgänge als einer der Auslöser. Diese Generation wird erkennen, dass hierzulande ein gutes Überleben mit schmaler Rente und hohen Mieten trotz vorherigem Durchschnittslohn kaum möglich ist. Wer einmal sparen und Verzichten gelernt hat, wird nur noch spärlich konsumieren.

      Aber zuvor steigt der DOW auf 39.000 Punkte (hundert mal mehr als 1929 und das Nikkei-Top von 1989 - Zufälle gibts). Und der DAX auf 24.000.
      Danach kommt der Niedergang auf Dow-Werte von 4.000.
      Das wird "lustig".
      .
      Merkel wählen
      Leichen zählen

      Frage an Merkel: "Hast du eigentlich eine Ahnung wie irre du bist?"
    • Neu

      thobaffin schrieb:

      vatapitta schrieb:

      Das Steigerungspotential ist solange unbegrenzt, wie alle mitmachen. ....
      Alles ist ein Potemkinsches Dorf oder Kartenhaus. Keiner kann sagen, wie lange das noch funktioniert.
      .......

      Das System liegt auf der Intensivstation und wird künstlich am Leben gehalten. Ohne künstliche Beatmung würden Bonds und Bunds in einer Sekunde zusammenbrechen, genau wie die Aktienmärkte und Banken und Sozialsysteme usw..
      ....
      Durch diese Manipulation kommt es zu massiven sozialen Ungleichgewichten. Daraus resultieren, stark differierende politische Ziele, was Staaten zunehmend unregierbar macht. Nur Idioten sehen die Rettung des Systems in einer Verlagerung der Kompetenzen nach Brüssel. Man möchte sich aus der Verantwortung stehlen. (System Merkel, Schulz, Macron usw.)
      .....

      Ich tippe auf den Eintritt der geburtenstarken Jahrgänge als einer der Auslöser. Diese Generation wird erkennen, dass hierzulande ein gutes Überleben mit schmaler Rente und hohen Mieten trotz vorherigem Durchschnittslohn kaum möglich ist. Wer einmal sparen und Verzichten gelernt hat, wird nur noch spärlich konsumieren.

      ......

      Und wie soll das Deiner Meinung nach in unserem Land dann ablaufen ?
      Wir als Nation haben es doch verlernt für solche Sachen zahlreich auf die Strassen zu gehen
      Alleine durch diese Tatsache wird es keinen Wandel in unserer Republik geben
      Dafür leben wir alle in unserem eigenen, gemütlichen Hamsterrad