Gold ... Meinungen und Diskussionen

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      ich kann Jamie-Dimon nur zustimmen, bei den aktuellen COT-Daten sehe ich kein Handlungsbedarf für Long Positionen, die Spekulanten hätten die Chance auf einen Durchbruch bei > 1360 gehabt, Chance vertan, nun geht es wieder meiner Meinung nach wieder abwärts.....bis die COT-Daten wieder bullish werden

      Ich will nicht ausschließen, dass der Markt wieder für kurze Zeit nach oben zuckt, aber dann...
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      Darum wird der Goldpreis mittelfristig nicht stark zulegen
      von Sven Weisenhaus

      Im Zuge steigender Aktienkurse und einer wieder deutlich gesunkenen Risikoaversion der Anleger hat der Goldpreis seine Gewinne, die er mit dem Ausbruch über die 1.300-Dollar-Marke erzielte, fast vollständig wieder abgegeben (siehe roter Bogen im Chart).

      Der Fehlausbruch, vor dem ich in der Analyse vom 31. August warnte, steht damit kurz vor der Vollendung. Wobei - eigentlich hat es schon einen Fehlausbruch gegeben. Zwar meinte ich eigentlich den Ausbruch aus der Seitwärtsrange (gelb), stattdessen hat es aber inzwischen einen Fehlausbruch aus dem Aufwärtstrendkanal (grün) gegeben. Fallen die Kurse weiter, könnte aber bald auch noch die Rückkehr in die Seitwärtsrange folgen.
      Bei den bisherigen Kursverlusten könnte es sich aber auch lediglich um einen Rücksetzer auf das Ausbruchsniveau bei rund 1.300 USD handeln. Im Goldpreis steht also, genau wie im DAX (siehe gestrige Börse-Intern), eine wichtige Entscheidung bevor. Und auch hier könnte die US-Notenbank heute Abend das Zünglein an der Waage sein.
      Steigende Zinsen werden den Aufwärtstrend aufhalten
      Aber selbst wenn es dann noch einmal zu steigenden Goldpreisen kommt, sehe ich darin lediglich kurzfristige Spekulationen. Denn fundamental sind nachhaltig höhere Preise kaum zu rechtfertigen. Schließlich wird es früher oder später doch zu steigenden Zinsen kommen. Und Gold ist dann für Anleger, die auf der Suche nach Rendite sind, einfach nicht mehr attraktiv genug.
      Kein „echtes“ Interesse an Gold
      Dass Gold schon länger eher nur auf dem Papier nachgefragt wird, und nicht von physischer Nachfrage profitiert, zeigt ein Blick auf die Fakten (siehe folgende Grafik 1).

      Grafik 1: Veränderung der Nachfrage nach Gold 2015 vs. 2016
      Im vergangenen Jahr stieg die Nachfrage nach Gold um 2,2 % und erreichte mit 4.308,7 Tonnen (t) ein 3-Jahres-Hoch. Dabei blieb die Nachfrage nach Barren und Münzen mit 1.029,2 t aber nur, will man es positiv ausdrücken, „stabil“. Und die Nachfrage aus dem Technologie- und dem Schmucksektor sowie die Käufe von Zentralbanken waren deutlich rückläufig. Die Nachfrage nach Schmuck markierte in 2016 sogar ein 7-Jahres-Tief.

      Grafik 2: Entwicklung der Nachfrage nach Goldschmuck
      Die Notenbanknachfrage war die schwächste seit 2010 und ging mit 383,6 t um 33 % gegenüber dem Vorjahr zurück.
      „Papiergold“ ist der einzige Preistreiber
      Einzig die Zuflüsse in goldbesicherte ETFs (und ähnliche Produkte) stiegen und lagen mit 531,9 t in 2016 nur knapp unter dem bisherigen Jahreshöchstwert aus dem Jahr 2009.

      Grafik 3: Entwicklung der Investmentnachfrage nach Gold
      Damit setzte sich insgesamt der Trend fort, den ich bereits in der Börse-Intern vom 13. Mai 2016 beschrieben habe.
      Goldpreis ist stark abhängig von eher kurzfristigen Spekulationen
      Im vierten Quartal 2016 war die Nachfrage nach ETFs aber wieder rückläufig. Und wie sehr der Goldpreis von diesen eher spekulativen Investments abhängig ist, zeigt ein Blick auf die Kursentwicklung. Konnte der Goldpreis bis Ende September um 25 % zulegen, gab er unter anderem wegen der Zinsanhebung der US-Notenbank im Schlussquartal einen Großteil der Gewinne wieder ab und schloss das Jahr 2016 letztlich mit einem überschaubaren Gewinn von nur 8 % ab.

      Das Angebot übersteigt die Nachfrage
      Das Goldangebot stieg in 2016 übrigens um 5 % auf 4.570,8 t. Dieser Anstieg ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass 17 % mehr Gold recycelt wurde.

      Grafik 4: Entwicklung Gold-Angebot
      Es ist also keineswegs so, dass Gold verbraucht wird und damit vom Markt verschwindet. Und das ist ein gravierender Unterschied zu anderen Rohstoffen wie zum Beispiel Öl. Das Goldangebot steigt daher mit jeder Unze, die aus dem Boden geholt wird. Und so hatten wir es in 2016 wieder mit einem Überangebot zu tun.
      Mit steigendem Preis steigt das Angebot
      Man sollte sich daher die Frage stellen, woher bei Gold langfristig steigende Preise kommen sollen, die über dem Inflationsausgleich liegen. Zumal die Bereitschaft, Gold wieder in den Markt zu geben, mit steigenden Preisen zunehmen dürfte. Steigen die Preise, steigt also das Angebot.

      Grafik 5: steigende Preise führen zu steigendem Goldrecycling
      Das gleiche gilt natürlich für die Minenförderung, die umso profitabler wird, je höher der Goldpreis steigt. Passend dazu sagte Moodys im November 2016 voraus, dass der höhere durchschnittliche Goldpreis des Jahres 2016 einen Anstieg der Investitionsausgaben in 2017 anregen wird.
      Und dass selbst die Minenbetreiber keine höheren Preise erwarten, zeigt das Hedging, welches sich in 2016 fast verdoppelt hat. Die Minenbetreiber haben sich also die höheren Preise gesichert und sich damit gegen fallende Preise abgesichert.
      Fazit
      Was aus den heutigen Zahlen des Gesamtjahres 2016 sehr gut hervorgeht, ist, dass die Entwicklung des Goldpreises vom physischen Markt eher belastet wird. Getrieben wird der Goldpreis lediglich von kurzfristigen Spekulationen. Doch diese werden von steigenden Zinsen immer wieder zurückgedrängt. Das war bei bisherigen Zinsanhebungen insbesondere durch die US-Notenbank so (siehe 4. Quartal 2016), und das wird wohl auch bei zukünftigen so sein.
      Und daher bleibe ich bei meinen Aussagen aus den vorangegangenen Gold-Analysen: Als kurzfristiger Trader oder aus Sicherheitsaspekten in einem langfristigen Depot kann man Gold natürlich nutzen. Mittelfristig erwarte ich aber keine steigenden Kurse, sondern eher eine Seitwärtsbewegung innerhalb einer Range von ca. 1.050 bis 1.400 USD. Euro-Anleger haben dabei aktuell noch die besten Chancen auf Rendite.

      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
      Ihr
      Sven Weisenhaus
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      Das untere Bollinger-Band hat den Absturz gestoppt. Das ist recht positiv. Dennoch sollte man hier noch vorsichtig sein und erst mal schauen, wie sich die Preis- und Trendindikatoren entwickeln.

      @Berrak,
      den Ausführungen von S. Weisenhaus würde ich weitgehend zustimmen. Aber er ignoriert zwei wichtige Aspekte: Geopolitik und die Entwicklung des US$. Stürzt der US$ ab, wird Gold über die 1375 steigen. Dann wird auch die Nachfrage in westlichen Ländern schlagartig zunehmen.
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      Ein Bezahl-Schreiber?

      - die Realzinsen sind wichtig, nicht die Nominalzinsen. Und die Regel ist zudem schwach.
      - noch müssen die US, d.h. der "Staatshaushalt" "finanziert " werden....das Gigaloch noch tiefer zu schaufeln, dürfte noch einiges an grossen und kleinen Kompromissen im US-Kongress erfordern....
      - man kann viele Leute eine lange Zeit verarschen, aber ....
      - Und wie geht's wie steht's in der EU-Zone, in Japan, in China? Russland steht punkto Staatshaushalt noch recht gut da. Die Schulden sind so gross, dass nur noch gestrichen werden können:
      - in Brüssel soll schon länger an einer Währungsreform herum studiert werden (Madame IWF hat sich diesbezüglich mal verplappert, wohl nachdem sie mit Junckers zusammen etwas getrunken hatte...

      Weder wir, noch Weisenhaus sehen in die Zukunft, auch wenn es grauenvolle Indizien gibt.

      Gruss,
      Lucky
      "Das einzige Geld, auf das ich mich verlassen kann, ist das Gold, das ich besitze" J.Sinclair
      X( " Heute besteht der USD nur noch aus Lügen der US-Regierung und ihrer Organe " X( (frei nach J.Willie)