Allgemeine Sachlage bei Minenaktien

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    • Allgemeine Sachlage bei Minenaktien

      Wenn ich mir so das Kursgeschehen der letzten Tage und Wochen anschaue, dann habe ich erhebliche Zweifel, dass es zügig wieder aufwärts geht. Intuitiv (bin kein Chart-Guru) neige ich dazu, mich diesen Meinungen anschließen zu wollen:

      godmode-trader.de/nachricht/Go…des-Himmels,a3070361.html
      godmode-trader.de/nachricht/EW…w-ab-Silber,a3068755.html

      (sorry, irgendwie wollen die Verlinkungen bei GSF gerade nicht)

      Ich denke, dass es an den Aktienbörsen für Dow, DAX & Co. nun Zeit wäre für einen überfälligen längeren Downmove. Warum sollten sich Minenaktien diesem entziehen können?

      Und irgendwie fehlt mir auch noch die Mutlosigkeit der physischen Anleger in diesem Spiel. Noch rennen diese den Händlern im Glauben an Schnäppchen die Bude ein, wie an einigen Lieferproblemen derzeit zu erkennen ist.

      Ich würde mich nicht wundern, wenn die Minen sich noch bis in den Hochsommer hinein auskotzen ...

      Die derzeitigen Kurse vieler Minenaktien sind natürlich verlockend. Aber was passiert bei POG 1200 $ oder POS 20 $? Wer verdient dann noch wirklich pralle unter den Minen? Die momentan günstigen KGV's dürften sich in Luft auflösen.
      Es ist durchaus möglich, dass uns die Minen demnächst wie Ende 2012 mit Zahlen "erfreuen" werden, die sinkende Gewinne oder gar Verluste ausweisen.
      Es mehren sich ebenfalls die Berichte, dass die Finanzierungspipeline für Explorer höchstens noch ein Rinnsal ist.

      Für mich bedeutet das:
      - abwarten und Tee trinken
      - solide Produzenten mit Wachstumsdynamik (z.B. FR) und Royalties im Auge behalten
      - zunächst Explorer außen vor lassen und beobachten, wie sich die Liquiditätslage entwickelt
      - eigene Liquidität ausweiten und mich bis zum Hochsommer intensiv um Obst und Gemüse aus meinem Garten zu kümmern ;)

      Fab
      Alles ist genau so, wie es sein soll.
    • Gefühlt scheint die Kostendiskussion bei den Minen nun endlich vermehrt in den Fokus zu rücken. Die Reaktionen der Minen mehren sich ebenfalls ... Barrick Gold will westaustralische Minen loswerden, Newcrest sucht händeringend nach Lösungen für seine Minen, die zu Kosten oberhalb des Goldpreises produzieren und GORO halbiert die Dividende, um anstehende Kosten schultern zu können.

      Ich denke, wir werden auf weitere derartige Meldungen hoffen dürfen. Die Kurse der Minenaktien kamen in der bisherigen Erholung auch nicht wirklich vom Fleck, wenn man mal auf das große Bild schaut. Ich trinke sicherheitshalber weiter Tee ...
      Alles ist genau so, wie es sein soll.
    • RE: allgemeine Sachlage bei Minenaktien

      ' quote LeFabrizio',
      Es ist durchaus möglich, dass uns die Minen demnächst wie Ende 2012 mit Zahlen "erfreuen" werden, die sinkende Gewinne oder gar Verluste ausweisen.


      In Australien zumal ist die Lage eindeutig grottenschlecht: "Falling commodity prices hit Aussie miners the hardest: profits fall 49%"
      PwC's annual report of global trends also shows that global miners profits fell 49% to $68 billion last year, driven by weak commodity prices and cost pressures, with Australian companies hardest hit because of higher labour charges.

      Das sind harte Bandagen, von den Kursverläufen natürlich seit Monaten vorweggenommen und eingepreist. Das wird zu Minenschließungen führen, Notverkäufen von Beteiligungen etc. Danach erst kann ein neuer Anlauf nach oben unternommen werden. Die ganz Eiligen greifen jetzt zu und haben es hoffentlich in den letzten Monaten unterlassen, in fallende Messer zu greifen. Wer sich jedoch nicht im Besitz einer Glaskugel wähnt, hat im derzeitigen Umfeld noch mehr als genug Zeit, sich eventuell wieder im Minensektor zu positionieren.

      mining.com/falling-commodity-p…st-profits-fall-49-86720/

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von auratico ()

    • Daß es auch anders geht zeigt Südafrika da der Rand schon etwas gefallen ist.

      Die Minen dort haben inzwischen durch die Bank cash costs von deutlich unter $1000 inkl. maintenance capex, mit overhead dürften die Kosten so um die $1100 liegen. D.h. bei $1200 werden sich die KGVs ca. verdreifachen. Andererseits dürfte auch der Rand noch stärker fallen. Wer also jetzt günstig Südafrikaner kauft, hat gute Chancen selbst bei Goldpreis $1200 noch ein KGV von unter 10 zu haben. Wohlgemerkt in einem Markt wo dann der typische amerikanische Major ein KGV von 20 bis 40 haben wird und viele Verluste schreiben werden.

      Gruß
      S.
    • Mein Gott, was für ein Gemetzel heute. Langsam kommen meine Stops in Sicht und ich denke die werden auch gerissen - nur noch ca. 10 % ist Luft.

      Was meint ihr, sollte man jetzt prophylaktisch lieber die Minenaktien verkaufen, den Boden abwarten und dann wieder (hoffentlich günstiger) einkaufen, oder erstmal laufen lassen? Der Blick ins Depot ist nicht besonders rosig (- 14 %), aber wenn ich an die denke, die vor 1 oder 2 Jahren gekauft haben und gerade dabei sind die Sache "auszusitzen", dann fühle ich mich schon besser.... :whistling:
      Und es macht, dass sie allesamt, die Kleinen und Großen, die Reichen und Armen, die Freien und Sklaven, sich ein Zeichen machen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn und dass niemand kaufen oder verkaufen kann, wenn er nicht das Zeichen hat, nämlich den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Off. 13, 16+17

    • ... die Entscheidung pro liebervoller Hingabe für mein Gemüse und Obst im Garten erwies sich nun als goldrichtig. Bei den derzeitigen Kursen von POG und POS bin ich echt gespannt auf die anstehenden Quartalszahlen der Minen. Dann werden wir schlauer sein, was die kolportierten "günstigen KGV's" angeht. Gefühlt meine ich, das finale Auskotzen der Minenaktien steht noch bevor...

      Ich bleibe derweil bei Tee, Gartenarbeit und ab und zu einen Blick auf die Entwicklungen an der EM-Front.
      Alles ist genau so, wie es sein soll.
    • LeFabrizio schrieb:

      (....)Ich bleibe derweil bei Tee, Gartenarbeit und ab und zu einen Blick auf die Entwicklungen an der EM-Front.

      Gut gemacht mit viel Gespür, Fab!
      Beneidenswert zugleich, denn bereits jetzt befinden sich die meisten Minen auf tw.historischen Tiefkursen, und das wird mit absoluter Sicherheit so nicht bleiben. Allerdings dürften v.a einige Explorer "über die Klinge springen."

      Milhouse schrieb:

      ...Was meint ihr, sollte man jetzt prophylaktisch lieber die Minenaktien verkaufen, den Boden abwarten und dann wieder (hoffentlich günstiger) einkaufen, oder erstmal laufen lassen? Der Blick ins Depot ist nicht besonders rosig (- 14 %)...

      Kann ein Aussenstehender kaum beantworten,Milhouse..... Die oftmalige Empfehlung, StopLoss zu setzen, gilt heutzutage mehr denn je. Und selbst da muß jeder seine Grenzen definieren.

      Um mich an die Nase zu fassen, auch ich mache das nicht konsequent, der Grund: Mit viel Engagement + Fortune habe ich das Depot zu 97,4 % des Volumens zum Freiläufer geschafft, dabei nur teilweise diese getradet, eben, um den Einstieg zu optimieren.
      Das ist der Nachteil, sich sicherer zu wiegen, um dann zu sehen, wie die schönen Profite wegschmelzen -- auf dem Papier, denn ich gehe von langfristigen Kurserholungen aus.

      Grüsse
      Edel
      "Die Märkte haben nie unrecht, die Menschen oft" -- Jesse Livermore
    • "Das ist der Nachteil, ... "

      Eben. Wenn ich meinen Gesamt-EK als definitiv rote Linie kenne, brauche ich den ganzen Freiläuferkram nicht. Wenn dieser gegen 0 geht, bin ich wieder bei meinem EK.
      Alles eine Frage eiserner Disziplin ... die ich allerdings selbst auch nicht immer habe.

      Grüße.
      DrK

      For my money give me gold not dollars.
    • Edel Man schrieb:

      Milhouse schrieb:

      ...Was meint ihr, sollte man jetzt prophylaktisch lieber die Minenaktien verkaufen, den Boden abwarten und dann wieder (hoffentlich günstiger) einkaufen, oder erstmal laufen lassen? Der Blick ins Depot ist nicht besonders rosig (- 14 %)...

      Kann ein Aussenstehender kaum beantworten,Milhouse..... Die oftmalige Empfehlung, StopLoss zu setzen, gilt heutzutage mehr denn je. Und selbst da muß jeder seine Grenzen definieren.


      Hallo Edel,

      danke für deine Antwort.

      Bei mir ist nach 25 % Miese Schluss. Damit kann man die meisten Schwankungen abfedern, aber die Kohle ist eben nicht ganz weg, wenn es schief läuft. Mit dem Kapital muss man das nächste mal 34 % Gewinn machen, um unter dem Strich mit einem blauen Auge davon zu kommen. Was nutzt es, wenn ich nach 50 % Verlust aussteige, und dann 100 % Gewinn machen muss... meine Meinung, kann aber auch falsch sein :whistling:
      Und es macht, dass sie allesamt, die Kleinen und Großen, die Reichen und Armen, die Freien und Sklaven, sich ein Zeichen machen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn und dass niemand kaufen oder verkaufen kann, wenn er nicht das Zeichen hat, nämlich den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Off. 13, 16+17

    • Bob Mriarty auf 321gold.com in "Hochform" :

      "My favorite zinc project is in Canada, run by Canada Zinc. Country risk has become excessive. Ecuador just killed one of the best gold projects to come along since this gold cycle started, the Kinross project at Fruta del Norte. The government of Ecuador demanded a 70% windfall profits tax. So five years after Kinross spent over $1 billion buying Aurelian Resources, the project is dead. Good work, Ecuador, you sure showed those nasty Canadians how to put people to work.

      I’m an equal opportunity anarchist. I despise all governments equally. The governments of Ecuador, Peru, Chile and Argentina deserve kudos. They are dumber than bricks. How on earth did any of those fools get elected? It’s no wonder they are third world shit holes, their governments are either totally corrupt or just can’t stand the idea of ordinary people having high paying jobs. Throughout history, miners have been the highest paying jobs.


      Don’t get me started."

      Grüße.
      DrK

      For my money give me gold not dollars.
    • DrK schrieb:

      Auch die "Großen" mit dicken Minuszeichen ....

      Uwe Bergolds "strategisches Kaufsignal für Gold- & Silberminen" - vor Wochen nochmals wiederholt - mutet da wie ein Menetekel an.

      Grüße.


      He, he, der war schon immer ein guter Kontraindikator. Welche EM-Fonds haben überhaupt seit Beginn des Gold-Bullen insgesamt mehr Plus- als Minus-Jahre geschafft? Gefühlt würde ich sagen, seehr wenige....
      Wenn der Bergold ein Kaufsignal sieht, dann muss man noch mindestens einen Monat Tee trinken, bis man wieder einsteigen sollte.

      Aber ich muss zugeben, es juckt langsam in den Fingern. So langsam erreichen alle Kurse das Oktober 2008-Niveau. Das wäre natürlich nur zu rechtfertigen, wenn Gold ab jetzt in einen langjährigen Bären übergeht. Vieles fällt zwar immer noch, aber manches stabilisiert sich auch scheinbar langsam (siehe Barrick-Diskussion). Spätestens im Juli werde ich glaub ich weich und geh wieder rein...... :P
    • Gold- und Silberproduzenten: Neues Blutbad und alarmierende Profitabilitätsmargen

      klick hier

      Beim Platin wurde der Boden auch im Bereich der Produktionskosten gefunden. Als physischer Anleger habe ich eh einen breiten Hintern zum aussitzen. Finde jedoch die Produktionskosten der Minen für weitere physische Käufe interessant.


      Grüße von der Ersatzkasse
      Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.
      (Victor Hugo 1802-1885 Philosoph)
    • RE: mmmhhhh...

      LeFabrizio schrieb:

      so richtig runterwollen sieht anders aus. Gold soll, Silber und Minen wollen aber nicht so recht mehr mit runter. Habe mal gaaaanz vorsichtig begonnen, erste kleine Positionen einzusammeln. Stop loss gesichert, versteht sich.

      Fab


      Hi alter Goro-Freund, wird doch hoffentlich nicht auch Goro dabei gewesen sein....? :D ;)

      Egal welche, man kann natürlich jetzt schon mal anfangen, wieder in den Markt zu gehen.

      Aber mir ist das noch zu früh. Ich wäre jetzt doch verwundert, wenn der Markt nicht doch noch POG $1000 sehen will.

      Silber und Industriemetalle gehen nicht mehr so sehr runter, weil doch hin- und wieder auch gute Konjunktur-Nachrichten reinkommen, die hier im Forum natürlich jeder negiert (in dem Zusammenhang lese ich auch gerne mal den Folker Hellmeyer, der doch einen deutlich nüchterneren Blick auf vieles hat). Wenn die Konjunktur sich tatsächlich gut hält, wird sich Gold zunächst weiter schwer tun. Und vor Ende Juli tut sich eh nix, das predige ich ja nun schon ewig hier.... :D

      Also, sehe im Moment noch jeden Grund, die Füße weiter still zu halten. Aber der Herbst wird sicher spannend. Dass es in den Fingern juckt, kann ich gut verstehen.