Kaiserreich Goldmünzen

  • Ich vermute mal, dass liegt daran, dass die 20 Goldmark nie den Status einer Sammlermünze hatte, sondern als Umlaufmünze geprägt wurde. Die trivialste und naheliegenste Antwort wäre demnach, dass 1880 kein Bedarf an Goldmünzen dieser Nennung bestand. Ob es vielleicht auch an Schwankungen des Goldpreises zu Zeiten der sogenannten Gründerkrise gelegen hat?! Aber interessante Frage, bin auch an einer Antwort interessiert. [smilie_blume]


  • ...
    Mich als Sammler mit nunmehr beinahe allen verfügbaren Jahrgängen der genannten preußischen Münze
    stört die dadurch existierende Lücke schon ein wenig. :thumbdown:


    Sollte Dich aber nicht stören, weil es insoweit keine Lücke ist: Was es nicht gibt, kann auch keine Lücke verursachen.


    Aber wenn Dir der 1880er Jahrgang so wichtig ist, findest Du vielleicht eine gute Fälschung dieses Jahres als Platzhalter bzw. "Belegstück".

  • Zitat von foxl60

    Aber wenn Dir der 1880er Jahrgang so wichtig ist, findest Du vielleicht eine gute Fälschung dieses Jahres als Platzhalter bzw. "Belegstück".


    du hast schon recht. mir kommen belegmünzen allerdings grundsätzlich nicht in die sammlung - aus prinzip.
    nun halte ich mal beide daumen, dass sich nicht doch ein hausmann o.ä. bereits unbemerkt bei mir eingeschlichen hat!

  • Die Hausmann erkennst Du ja sehr gut an der Randumschrift bei den 20ern, schwierig wird es bei den 10ern und 5er.
    Gelohnt hat sich daß auch nur bei seltenen Jahrgängen.

    Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. - René Descartes


    Der Islam die absurde Gotteslehre eines unmoralischen Beduinen, ist ein verwesender Kadaver, der unser Leben vergiftet. - Mustafa Kemal Atatürk

  • [...]
    Mich als Sammler mit nunmehr beinahe allen verfügbaren Jahrgängen der genannten preußischen Münze
    stört die dadurch existierende Lücke schon ein wenig. :thumbdown:


    8| Na, dann leg dir doch 2 Kronen 1880 A in die Sammlung - das ergibt dann auch ne Doppelkrone ;)
    Lücken, nicht geprägter Stücke sind schon schlimm, ärgert mich immer wieder :wall: und dann dieser Schmidt/Hausmann, der könnte doch glatt seine Arbeit wieder aufnehmen und die Sammler glücklich machen, indem er wieder Stücke produziert, die es nie gab :love:


    Nee, mal Spaß bei Seite - du hast doch keine Lücke, den Jahrgang gibt es bei den 20ern einfach nicht. Vermutlich war die Auflage bei den 1880er 10ern so hoch, dass man keine 20er für 1880 prägen wollte. SO weißt du wenigstens, wenn du mal einen 20er 1880 A in der Hand hast, das der unmöglich echt sein kann...;-)
    Und naja, das sog. "Experten/ Gutachter" Fälschungen von echten Stücken nicht unterscheiden können, wäre nicht das erste Mal. Ich habe auch eine Fälschung mit schriftl. Bescheinigung, die mir die Echtheit der Fälschung bestätigt [smilie_happy]


    Gruß
    cc

  • im vergleich zu anderen fälschungen muss man jedoch immer wieder sagen, dass dr. schmidt "gute" arbeit geleistet hat.
    so viele fälschungen fallen auf den ersten blick als plumper betrugsversuch rein, dass schmidt/hausmann prägungen fast schon
    wieder "sammlerwert" erhalten.


    wie viele es wohl ingesamt geben mag? schätzungen gehen von 100.000 bis 300.000 aus. das habe ich einmal gelesen.

  • also bei 5.- stücken gibt es definitiv noch die größte menge. dort sind schätzungsweise 95% der existierenden prägungen fälschungen.
    ich hatte schon viele 5.- hausmänner in der hand - erkennung vollkommen problemlos auf den ersten blick möglich.
    hatte man auch nur einmal ein original vorliegen, dann wird einem die unterscheidung leicht fallen.
    daher sind die wenigen verbliebenen originale auch so teuer und begehrt als sammlerstücke.


    bei den 20 mark stücken muss man bedenken, dass auch schon recht viele fälschungen aus dem verkehr gezogen und wieder eingeschmolzen wurden.
    das betrifft ganz besonders die zeit aus dem gerichsverfahren gegen dr. schmidt und frau hausmann.
    auch heute passiert dies, sofern fälschungen bei scheidenanstalten, leihhäusern etc. zum ankauf abgegeben werden.
    die problematik sehe ich hier auch nicht ganz so ausgeprägt, zumal die anzahl der fälschungen gegenüber den originalen
    -ganz besonders bei gängigen motiven- eigentlich weniger ins gewicht fällt. die kopien sind nahezu perfekt, das material identisch.
    es gibt sicherlich noch mehrere millionen originale, schmidt/hausmann prägungen würde ich mal auf maximal 30.000 beziffern.
    und ernsthaft: die fälschungen, die zB bei ebay immer mal wieder angeboten werden (siehe aktuell: http://www.ebay.de/itm/2720189…geName=STRK%3AMEBIDX%3AIT )
    kann wirklich keiner ernsthaft als original einstufen.


    ein ganz anderes beispiel ist der aktuell angebotene heinrich XXII reuss auf ebay.
    diese münze sieht unfassbar echt aus für meinen geschmack. dennoch als NP angeboten. preis bereits jetzt dementsprechend.


    zu den 10ern kann ich weniger sagen, wahrscheinlich liegt die anzahl aber noch unter jener der 20er.

  • Oh Ha, den Reus hätte ich auch als echt eingestuft.

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    Der Islam die absurde Gotteslehre eines unmoralischen Beduinen, ist ein verwesender Kadaver, der unser Leben vergiftet. - Mustafa Kemal Atatürk

  • Ein stolzer Preis für eine NP:


    http://www.ebay.de/itm/2720189…geName=STRK%3AMEBIDX%3AIT


    Aber man muss das realistisch sehen. Auch die NPs sind halt selten.


    Naja, ich finde solche Verkäufe eher geschmacklos - der Verkäufer weiß doch ganz genau, dass er da ne Fälschung verkauft :wall:
    Das hier aht nix mit einer NP/ Copy oder sonst was zu tun - keine Kennzeichnung und damit eine Fälschung; da muss man nur mal ins Münzgesetz schauen. Hatte schon mehrere ältere Herrschaften, denen solche Stücke als Original verkauft worden sind...
    Das würde ich persönlich direkt zur Anzeige bringen...
    Nichts anderes machen seriöse Händler auch, denen man zur Zeit die gefälschten Goldbarren von Pamp und Co. andreht bzw. andrehen will. Einfach mal Heubach fragen ;)


    Wenn man zudem mal in die verkauften Artikel von dem Herrn schaut, sinds ja schon einige Fälschungen zu recht hohen Preisen :wall:
    Verstehe eines nicht, wenn man schon soviel Geld in eine Fälschung investiert, dann hat man doch auch noch die paar Hunderter mehr für ein Original...


    Gruß
    cc


    P.S. ich habe nichts gegen den Verkauf von Fälschungen; jedoch sollte man diese ordentlich als Fälschung beim Verkauf kennzeichnen/ deutlich machen; ich selbst habe auch einige gute Fälschungen zum Vergleich in meiner Fälschungsabteilung...

  • ich gebe dir recht. auch ich kenne die von dir genannten beispiele von verkäufen an ältere herrschaften.
    LEIDER allerdings auch seitens sachverständiger und münzhändler an unwissende neulinge.
    und dann gibt es zu allem überfluss auch jene "sachverständige" mit siegel, die bei dem thema in der ausbildung anscheinend eingeschlafen sind.


    fakt ist jedoch, dass diese münze klar als NP angeboten wurde, auch wenn der VK das "leicht" umschrieben hat.
    wer es dann allerdings nicht versteht, dem ist auch nur bedingt zu helfen. die münze schreit ja geradezu "ich bin eine fälschung"!
    daher ist die münze das gebotene auch wert - meine meinung.
    ich kann mit NPs ebenfalls nichts anfangen, ganz besonders nicht bei so seltenen stücken. sie zu haben gibt nur ein schlechtes gefühl.


    bei willi I und II spielt es eigentlich eine untergeordnete rolle.

  • Die Münze wurde als "bla bla"-Artikel beschrieben - das hat(te) rechtlich gesehen, weder Hand noch Fuß, also hochgradig anfechtbar...
    Wenn er NP geschrieben hätte, dann hätte das Sück auch so gekennzeichnet sein müssen.


    Und mal ernsthaft, wer will denn nachweisen, dass ich so etwas weiß, wer oder was Schmidt/Hausmann ist...zynisch dargestellt: ich würde dann immer vom Guten im Menschen ausgehen (wenns hart auf hart kommen sollte) [smilie_happy]
    Da braucht man nur einmal an den richtigen Käufer geraten und schon hat man wegen ein paar hundert Euro, jede Menge Sch***** unterm Schuh ;)


    Und ob eine Fälschung einen Wert hat, sei mal dahingestellt - zeitgenössische Fälschungen sicherlich einen geringen; S/H-Prägungen behaupte ich mal nein; alle Händler mit denen ich bislang darüber gesprochen habe, würden die wenn überhaupt zum Goldpreis plus kleinem Aufschlag weiterreichen - eigentlich sind die Teile etwas für die Schmelze.
    Gut, die Bucht beweist jetzt das Gegenteil.
    Bis vor ein paar Jahren konnte man diese Fälschungen auch noch zum Goldpreis in der Bucht erwerben; da gabs 1-2 Händler, die 5er, 10er und 20er Fälschungen en gros verkauft hatten.
    Richtig gut gemachte Fälschungen sind widerrum allerdings teuer.


    Bei 10ern und 20ern ist der Fälschungsanteil eher gering - bei den 5ern schon höher. Aber dafür gibt es ja die Weege 1 + 2 Bände.
    Selbst ein falscher Willi 1 oder 2 würde mich schon zwischen den echten Stücken stören; aber es gibt ja halt immer wieder die gewissen Merkmale, auf die man achten sollte :)


    Gruß
    cc

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