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Was ist mit Platin los? - Seite 11 - Platin & Palladium: Barren und Münzen zur Wertanlage - Goldseiten-Forum.com | Das Diskussionsboard für Edelmetalle & Rohstoffe

Was ist mit Platin los?

    • bugi1976 schrieb:

      es gibt eine neue Platinmünze - EUR 100,-- 1 Unze Philharmoniker

      vielleicht tut sich ja mal wieder was mit dem "wertvolleren" der Edelmetalle


      @bugi,

      sorry aber was sind das denn für Quellenangaben, damit kann ja keiner was anfangen:


      Eine Quellenangabe: Österrreichische Online Presse:
      kurier.at/wirtschaft/finanzen/…ch-aus-platin/179.727.927

      und die Münze Österreich höchstselbst:
      muenzeoesterreich.at/produkte/1-unze-platin-999-5

      Hatte ich vorhin schon auf silber.de eingestellt.
      Da kann sich der geneigte Leser dann selber von der werthaltigkeit der gemachten Angaben überzeugen oder es sein lassen.
      Nichts für ungut. :thumbsup:
    • Platinbedarf für Brennstoffzellen:

      "... Es sind inzwischen Brennstoffzellenstapel (Stacks) verfügbar, die eine ausreichende
      Leistung und Haltbarkeit aufweisen. Die Entwicklung der Brennstoffzelle kommt die
      letzten Jahrzehnte trotzdem nur in kleinen Schritten voran. Leider benötigen die
      Membranen immer noch eine sehr hohe Platinbeladung.
      Deshalb ist heute diese Technologie immer noch nicht betriebswirtschaftlich sinnvoll. Würde man die heutige
      Brennstoffzellentechnologie (basierend auf 22g Platin für 100kW Stack Leistung)
      hochskalieren, würde die Weltjahresproduktion von Platin nur für 10% aller weltweit
      produzierten Neufahrzeuge ausreichen. Da Platin nur ein Abfallprodukt bei der Gold-
      förderung ist, kann die Platinförderung auch nicht relevant erhöht werden. Somit wür-
      den bei höherer Nachfrage und gleichem Angebot die Preise explodieren..."

      Quelle: igembb.files.wordpress.com/201…lektromobilitaet_2016.pdf

      jetzt ist die Brennstoffzelle für PKW vermutlich nicht die Technologie, die sich durchsetzen wird, sie ist aber für LKW oder Schiffe durchaus denkbar und vor allem auch im stationären Bereich zur Deckung der Residuallast und das ganze in Kombination mit Elektrolyseuren (brauchen ebenfalls Platin) für Power2gas.

      Natürlich ist das eine Wette, aber Potenzial hat die Platinnachfrage durchaus, allerdings vor allem langfrsitig

      MfG
    • Ja, die Einzelheiten der Brennnstoffzellen sollen trickreich sein...Wasserstoffgas (und Sauerstoff) müssen zu den Membranen transportiert werden. Wasser muss abgeführt werden.
      Methangas funktioniert m.W. nicht. Oder es muss zuerst einen "Reformator" durchlaufen, wo Wasserstoff abgespalten wird.
      Die Zellen sind schwer und schwerfällig, noch. Der Brennstoff nicht einfach herzustellen/zu lagern/zu transportieren. Wie du schreibst: stationär oder LKW/Schiffe könnte ich mir auch vorstellen. Stationäre Anlagen scheinen bereits gut zu funktionieren; Gewicht und Gröss dort fast egal. Aber ein PW?? Der Li-Ionen Akku schlägt da die Brennstoffzelle meilenweit.

      Gruss,
      Lucky
      "Das einzige Geld, auf das ich mich verlassen kann, ist das Gold, das ich besitze" J.Sinclair
      X( " Heute besteht der USD nur noch aus Lügen der US-Regierung und ihrer Organe " X( (frei nach J.Willie)
    • es wird immer noch Platin, Palladium oder Rhodium im Katalysator verarbeitet, grob 1-2 Gramm pro Auto, LKWs und Baumaschinen entsprechend mehr

      Brennstoffzellen für Wasserstoffautos brauchen jetzt anscheinend kein Platin mehr

      japanmarkt.de/2017/09/15/innov…fzelle-ohne-platin-kommt/
      'Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden wo sie die Motten und der Rost fressen und die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel wo weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht nachgraben noch stehlen! Denn wo euer Schatz ist da ist auch euer Herz.'
      Jesus Christus, Matth. 6, 19-21
    • Milfhunter schrieb:

      Braucht man überhaupt Platin für die Diesel-Abgasreinigung oder reichen da so Harnstoff/AdBlue-Aggregate?
      Diesel:
      Zuerst muss das Abgas durch einen Oxykat. Dabei wird für die Oxydation der restlichen unverbrannten Gase als Katalysator Platin bzw. Palladium benötigt. Der Oxykat kann auch bei modernen Dieselmotoren, wegen der strengen Abgasnormen nicht entfallen!
      Danach müssen die Abgase durch einen Speicherkatalysator oder SCR-KAT weitestgehend von Stickoxiden befreit werden.
      - Der Speicherkatalysator wird vor allem in kleinvolumigen PKW-Motoren eingesetzt und benötigt auch bisher für die katalytische Reaktion Platin. Jedoch hat man schon Verfahren entwickelt die auch ohne das Edelmetall auskommen.
      - In großvolumigen Fahrzeugen (schwerere PKW, SUV und NKW) wird das effizientere SCR-Verfahren zur Stickoxidreduzierung angewendet. Dieser sogenannte SCR-KAT benötigt keine Edelmetalle. Er arbeiten mit Vanadium-, Titan,- und Wolframverbindungen.

      Benzin:
      Auch im Benzinmotor müssen die restlichen unverbrannten Gase einen 3-Wege-KAT passieren der für die Oxydation Platin bzw. Palladium und zur Reduktion der Stickoxide Rhodium enthält.


      Fazit:
      In den Verbrennungsmotoren werden weiterhin Katalysatoren (Oxykat und 3-Wege-KAT) ihr Dasein fristen, die Edelmetalle wie Platin, Palladium und Rhodium enthalten. Das SCR-Verfahren wird sich wahrscheinlich wegen der höheren Effizienz durchsetzen, was zusätzlichen Edelmetallverbrauch verhindert und diesen auf die beiden erstgenannten Katalysatoren beschränkt.
      Schönen Gruß vom Schatzhauser. :thumbsup:
      8) Meine Bewertungen im GoldSeiten-Forum.
    • lifesgood schrieb:

      ... um die zukünftige Euro 6d Norm einzuhalten, wird man beim Diesel wohl beides brauchen SCR-Kat und Speicherkat. Zumindest bei den größeren Motoren.

      lifesgood
      Garantiert nicht!
      Das SCR-Verfahren ist sehr effizient und reicht auch bei sehr großvolumigen Motoren völlig aus. Zur Verminderung des AddBlue-Verbrauchs und zur "Entlastung des SCR-KAT's wird zusätzlich eine AGR (Abgasrückführung) eingesetzt, was die Stickoxid-Emissionen im Abgas schon vorab drastisch reduziert.
      Schönen Gruß vom Schatzhauser. :thumbsup:
      8) Meine Bewertungen im GoldSeiten-Forum.
    • Ja genau. Weil das Verfahren so effizient ist, vor allem beim Harnstoffverbrauch, wurde es ja auch so selektiv gesteuert, das wir deswegen jetzt erst den ganzen Stuss an den Hacken haben.

      P.S. Genau genommen sind das auch keine Katalysatoren, sondern fahrende Chemielabore. Sie verbrauchen ja AdBlue. Und gnadenlos teuer sind sie auch. So das Platin dagegen billig ist.
      Die Seele hat die Farbe deiner Gedanken.
      Marc Aurel (121-180)
      Die Großen werden aufhören zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen.
      Friedrich von Schiller (1759 – 1805)
      Wer eine friedliche Revolution unmöglich macht, macht eine gewaltsame unvermeidbar.
      John Fitzgerald Kennedy (1917-1963)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lupus ()

    • Schatzhauser schrieb:

      Garantiert nicht!Das SCR-Verfahren ist sehr effizient und reicht auch bei sehr großvolumigen Motoren völlig aus. Zur Verminderung des AddBlue-Verbrauchs und zur "Entlastung des SCR-KAT's wird zusätzlich eine AGR (Abgasrückführung) eingesetzt, was die Stickoxid-Emissionen im Abgas schon vorab drastisch reduziert.
      "Abhängig von der Fahrzeuggröße und der geforderten Motorleistung setzt die BMW bei einigen anderen Modellen wie beispielsweise dem X5 zusätzlich die SCR-Technologie ein. Hierbei wird die Abgasnachbehandlung durch AdBlue ergänzt."


      Quelle: auto-motor-und-sport.de/news/b…e-euro-6-stickoxid-falle/