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chinesische Aluminiumimporte +3500%, Goldpreis, Dollarcrash - Tagesgespräch zu Börse und Wirtschaft - Goldseiten-Forum.com | Das Diskussionsboard für Edelmetalle & Rohstoffe

chinesische Aluminiumimporte +3500%, Goldpreis, Dollarcrash

    • chinesische Aluminiumimporte +3500%, Goldpreis, Dollarcrash

      Kostolany schrieb mal, dass man die entscheiden Nachrichten nur auf den hinteren Seiten der Zeitungen finden. Und dass ihnen meistens keine besondere Bedeutung beigemessen wird.

      Vor drei oder vier Tagen stand in der Financial Times Deutschland, dass China seine April-Importe für Aluminium verfünfundreißigfacht hat -gegenüber dem Vorjahr. (www.ftd.de)

      Steigerung gegenüber dem Vorjahresmonat also 3.500 %.
      Kein Tippfehler: Nicht 35%, nicht 350%, sondern 3.500%

      Die Kupferimporte stiegen um 900%, ich glaube beim Zink war es so was wie 2.500%
      Die genauen Zahlen kann man unter ftd.de googeln.

      Ein Experte der Commerzbank nannte die Zahlen schockierend, danach war der artikel zu ende.

      Ein Blick auf den Spotmarkt zeigt:
      http://isht.comdirect.de/html/detail/main.html?sTab=chart&hist=6m&sCat=IND&sSym=I1%3aG15\Y.CMI
      Chinas Einkaufstour ist komplett am Spotmarkt und an der Comex vorbei gegangen.

      Direkt nach der Veröffentlichung regten sich meine Alcoa-Aktien dass erste Mal seit langer Zeit wieder im Depot.

      Soweit, so gut. Ich denke mal, Alcoa könnte jetzt einen guten Run haben. Jetzt gibt es erstmal genug Dummköpfe, die die Alcoa-Aktien haben wollen.
      (alcoa ist sicher ne gute Firma, aber die Leute, die den Kursen hinterherlaufen, sind natürlich Dummköpfe).

      Dass China sich eindeckt, wenn Rohstoffpreise niedrig sind, scheint ok zu sein. Aber die Masse an Einkäufen ist beunruhigend.
      Die kaufen als gäbe es kein Morgen.

      Viele unabhängige Beobachter schreiben, dass China in der Dollar-Falle steckt.
      China hat eine Unmenge an US Staatsanleihen. Die genauen Zahlen variieren etwas. Fest steht, dass der Löwenanteil des chinesischen Exportüberschusses in Dollar und US treasuries gehalten wird.

      China will raus aus der Dollar-Falle.

      Egal, was die Chinesen machen werden: an der Comex werden wir es nicht sehen.

      Seit dem Porsche einstieg bei VW hat auch jeder Nicht-Spezialist gesehen, wie leiste ein Invester sich Aktien kaufen kann. Mit tausenden Optionskontrakten, verteilt auf verschiedene banken wird zu niedrigen Kursen eingekauft. Erst dann kommt die presse-Mitteilung, dass Porsche bei VW einsteigt und die VW-Aktien steigen.

      Niemand weis genau, was die Chinesen machen. An machen Stellen steht, dass sie afrikanischen Staaten mit Dollar schulden sogar US Treasuries schenken.
      Ich weis nicht ob die Quelle glaubwürdig ist, aber ich denke, dass sich die Chinesen auf sehr sehr leisen Sohlen aus der Dollarfalle rausschleichen.

      US Finanzminister Geitner war jetzt in China. Hat jemand irgendeine Information, was der zweck der Reise war?
      Vor der Reise sagte er der Presse, die Chinesen hätten ihm gesagt, dass sie an die amerikanische Wirtschafzt glauben, und dass die amerikanische Wirtschaft robust und widerstandsfähig ist.
      Irgendwie muß ich dabei an ex-DDR-Chef Ulbricht denken „Niemand hat vor, eine Mauer zu bauen…“

      Erinnert sich noch jemand daran, wie die Hong-Kong-chinesische Firma Hutchison-Whampoa bei der Deutschen telekom ausgestiegen ist?
      Hutchison hatte aus einem Deal ein bedeutenden telekom-Aktien-Paket geerbt. Sie hatten aber einer Sperrfrist, in der sie das Paket nicht verkaufen durften.
      Mitten in dieser Sperrfrist haben die Chinesen das gesamte Aktienpaket an einem Tag auf den Markt gehauen. Es gab einen ordentlichen Kursrutsch. Die Telekom kündigte an, Hutchison wegen des Bruchs der Sperrfrist zu verklagen.
      Fakt ist, dass die telekom aktie ab damals nur noch südwärts ging. Vielleicht musste Hutchison Millionen für Anwälte ausgeben, der rechtzeitige Verkauf hat jedoch Millarden-Verluste erspart.
      Diese Konsequenz und er Pragmatismus der Chinesen sind mir im Kopf geblieben. Das ganze war damals übrigens noch mitten in einer recht guten Börsenphase.

      Es sieht so aus, als würden die Chinesen derzeit alles kaufen, was man derzeit für Dollar bekommen können.
      Ja, vielleicht nutzen die Chinesen einfach nur ganz pragmatisch günstige Kurse um sich zu bevorraten.
      Aber die extrem Höhe der Bevorratung finde ich aufrüttelnd.

      Aluminium ist besonders interessant.
      So wie Gold besonders viel gespeicherte Arbeit enthält, enthält Aluminium besonders viel gespeicherte Engergie.
      Früher im ost-block war Energie sehr knapp. Das in Ungarn geförderte Bauxit wurde extra nach Sibirien transportiert. Mit der Energie von Wasserkraftwerrken wurde dann dort Aluminium hergestellt.
      Im Zweiten Weltkrieg war Aluminium ein strategischer Rohstoff.
      Ein berühmtes englischen Flugzeug – ich glaube die Spitfire – konnte auch deswegen so günstig hergestellt werden, weil sie zum großen Teil nicht aus Aluminium sondern aus Birkenholz war.

      Niemand nimmt einem unabhängigen Privatinvestor das Denken ab.
      Manchmal zieht man Schlussfolgerungen. Aber es ist immer sehr schwer, aus den Schlussfolgerungen auch eine Kaufentscheidung für eine Aktie oder einen Rohstoff zu machen.

      Möglichkeit 1: ich sehe Gespenster. China nutzt halt die Gunst der Stunde.
      Warum soll ein Staat, der genug devisen hat über Kapitalbindung nachdenken.
      Aluminium und Kupfer werden immer gebraucht, also kaufen.

      Möglichkeit 2: Hier bringt jemand seine Dollar unter die Leute, so lange die Leute noch Dollar nehmen. Und hier baut jemand strategische reserven auf, um für 1-2 jahre autark vom Weltmarkt agieren zu können.
      Nein, China bereitet keinen Krieg vor. Die Chinesen wissen zu gut, dass sie dasss, was ihnen zusteht ohne einen Schuss bekommen können.

      Viele von uns tun das gleiche mit Gold.
      Und seit Gold so herrlich volatil ist, mischen wahrscheinlich tausende daytrader beim comex-gold mit, die gar keine Gold-Anleger sind.

      Alles, was an der Comex-passiert, ist ein kleineres Gefecht.
      Goldkartell gegen Gold-Anleger. In El Alamein waren mehr Kriegsberichterstatter mit dabei, aber die wahre Schlacht wurde zeitgleich in Stalingrad geschlagen.

      Ich könnte mir vorstellen, dass die Chinesen sich derzeit alle über alle möglichen Kanäle mit Gold eindecken. Und mit Aluminium, Kupfer, Reis, Öl… allem.

      Vielleicht haben die Chinesen ja einen Weg gefunden, sich ohne Krach aus der Dollar-falle zu befreien.
      Es könnte aber auch sein, dass irgendein zufälliges Ereignis einen Krach auslöst, der Dollar und US treasuries gewaltig fallen lässt.
      Märkte übertreiben immer.
      Von daher ist praktisch alles denkbar.

      Instinktiv gehe ich total zu Value-aktien, Rohstoff-Aktien, Gold, Cash und Immobilien.

      Doch auch Überlegungen, die sich bewahrheiten, führen manchmal zu Fehlspekulationen.

      2003 investierte ich in Alstom. Ich ging davon aus, dass die französische Regierung die Indsustrie-Perle nicht bankrott gehen lassen würde.
      Das stimmte. Aber meine Spekulation ging anders auf als gedacht: Alle Alt-Aktionäre wurden durch einen Kapitalschnitt enteignet.
      Der französische Staat wurd neuer Großaktionär.

      Bei Tele Atlas (weltmarktführer für digitale Landkarten) nahm ich an, dass irgendwann alle Leute ein Navi haben wollen.
      Also sei es nur eine Frage der zeit, dass die Gesellschaft endlich ordentliche Gewinne erwirtschaftet. Bei 5 eur stieg ich ein, bei 2 euro kaufte ich nach. Aber die gewinne wollten sich nicht einstellen.

      Es dauerte übee 2 jahre, bis die Aktie bei 8 eur stand. Ich freute mich, als mein Kursziel von 12 eur nach 3 Janren erreicht wurde.
      Bei 17 eur wunderte ich mich. Dann stieg die Aktie auf 25 eur und fiel wieder auf 18.
      Da verkaufte ich.
      Eine Woche nach meinem Verkauf machte TomTom ein übernahme angebot für so was wie 30 oder 35 eruo, glaube ich. Damals macht TeleAtlas übrigens immer noch keine gewinne….

      Mein Learning war: wenn der Staat mitmischt, ist die gefahr, dass aus einer richtigen Spekulation dennoch ein finanzieller Fehlschlag wird, recht groß.
      Gold ist politisches geld und ein schlimmer Feind der Notenbanken.

      Vieles deutet darauf hin, dass es in den kommenden Monaten zum Showdown beim Dollar kommt. Dank der ruhigen chinesischen Politik und dank des Gold-Kartells haben wir sehr viel zeit, uns alle Investments noch mal zu durchdenken.
      Was an der Comex mit dem Gold passiert, ist erstmal egal. Falls es ruchbar wird, dass sie Chinesen massiv aus dem Dollar rausgehen – oder ein anderer zufälliger Schock entsteht – schmiert das Comex system ohnehin ab. Ob Gold bei 2.600 Dollar oder 5.000 Dollar steht ist eigentlich egal, da dann niemand Gold liefern kann – und niemand Dollar haben will.

      Bei einem extremen Schock würde sich die Weltwirtschaft erst langsam wieder einjustieren. Und da werden anfangs Tauschgeschäfte eine große Rolle spielen.
      (Das gibt es auch heute, besonders im Rüstungsbereich. „Wir kaufen nur dann den Panzer leopard, wenn Ihr mindesten 500.000 Flaschen österreichischen wein abnehmt“ – gab es wirklich.)

      Ich persönlich denke, dass es falsch ist, aus Aktien komplett rauszugehen. Gerade bei einem Inflationsszenario könnte ich mir vorstellen, dass Aktien eine gute Möglichkeit sind, aus dem Fiat-Money rauszugehen, in echte Firmen halt.

      In jedem Fall kann ich sagen: ich verfolge seit 20 jahren die Wirtschaft, bin seit 10 jahren investiert. Aber so ungewiss wie heute, war die Situation noch nie.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dr_Meyer ()

    • schön verständlich geschrieben danke dafür; aber wie sollte sich china "klamheimlich" der Dollars entledigen wenn die +3500% schon bei uns in den einschlägigen Zeitungen stehen ?
      glaube schon das die USA das sehr wohl mitbekommt schon alleine wenn Boeing jammert das das Alu so teuer wird; aber was wollen Sie tun außer den chinesen weiterhin ihre Dollars aufzudrücken damit diese fleissig produzieren und nach USA liefern dürfen, Tauschgeschäfte gegen was ? Waffen (das einizige was die USA gut bauen können) werden Sie den chinesen nicht gerne geben wollen und Flieger können die auch selbst bauen.

      PS: das engl. Flugzeug war die Mosquito (Holzbomber)
      youtube.com/watch?v=XzN0k3jckNM
      "Wir sind nicht auf der Welt um zu Glauben, sondern um zu lernen." Dalai Lama
    • Wirklich interessanter Beitrag.

      Bei den derzeitigen Rohstoffpreisen (hier z.B. Aluminiumkurs über die letzten 3 Jahre)

      img.boerse.de/charts_cache/toolchart.031631.340.188.1.6.png

      und vor dem Hintergrund eines in Zukunft wertlosen Dollars ist das chinesische Handeln absolut nachvollziehbar.

      .... schade dass mir der Lagerplatz fehlt, sonst würde ich es auch so machen.

      Immer den richtigen Riecher und allzeit die richtigen Entscheidungen wünscht allen Forumsteilnehmern

      igel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von igel ()

    • China, Aluexporte +3500%

      Guten Tag, Dr_Meyer, also wirklich, ein lesenswerter Beitrag. Die von Dir angesprochenen Möglichkeiten: 1. Gespenster=Nein, die 2. Möglichkeit=Ja!!! Wie allgemein
      bekannt ist, besitzt China die größten Dollarreserven, was also tun damit, bevor der Dollar in den freien Fall gerät!? Die Chinesen sind nicht dumm, kein Vergleich
      mehr mit dem Mao-China. Sie kaufen weltweit seit längerer Zeit Rohstoffe, große chinesische Unternehmen gehen auf Einkaufstour, sei es in Gold, Silber, Kupfer usw.
      China ist mit Abstand die größte Wirtschaftsnation und hat mit Abstand seit Jahren %ual den größten Zuwachs. Dieses betrachtet unter währungspolitischen Umständen
      bedeutet nichts anderes, als daß China langfristig gesehen den Dollar mit ihrem Yuan als Leitwährung ablösen möchten und das ist absolut logisch. Ich habe daraus seit
      einiger Zeit meine Konsequenzen gezogen und in profitable chinesische Unternehmen investiert, so z.B. in Zijin-Mining, China-Coal, China-Energy. Eines steht felsenfest,
      China ist vor Indien der Wachstumsmarkt Nr. 1 und das bleibt auch erst einmal so !!! :P :P :P :P :P :P :P :P :P :P :P :P :P :P :P :P :P :P :P :P :P
      Danke nochmals für den erfrischenden Beitrag, nicht wie so oft das übliche langweilige Gesülze, zhuzhu99
    • Hier ist von etwas weniger die Rede.

      financial.de/rohstoffe/rohstof…erimporte-auf-rekordhoch/

      Kupfer
      318 Tsd Tonnen im April
      Vormonat + 7,1%
      Vorjahr + 150%


      Alu
      362,4 Tsd Tonnen im April
      Vormonat +322%
      Vorjahr + > 2000%

      ...sind die hohen Importe vor allem auf die Preisarbitrage zwischen Shanghai und der LME zurückzuführen.


      Dennoch, China ist z.Z. was Metalle anbelangt ein schwarzes Loch. Die ziehen alles an was nicht niet und nagelfest ist. Kein Wunder bei dem Dollarberg. Die werden jeden Rücksetzer nutzen um sich ein zu decken.

      Mich würde mal interessieren was und wieviel sich Indien so an Land zieht. Die sind auch nicht gerade unbedeutend.
      Viele Menschen benutzen das Geld, das sie nicht haben, für den Einkauf
      von Dingen, die sie nicht brauchen, um damit Leuten zu imponieren, die
      sie nicht mögen. Walter Slezak
    • für die Zukunft.

      Nicht nur Rohstoffe werden gekauft, sondern ebenfalls Unternehmen weltweit. Zudem wird die Allianz mit den Russen verbessert, an der Weltleitwährung genagt, und der "Dollarberg" unter Kontrolle gehalten, sprich er dürfte sich nicht aufblähen. Gleichfalls werden nach wie vor US-Schulden übernommen, sogar jede Menge.

      Solange dieses Spiel funktioniert, läuft es weiter, solange China Teile des Dollarberges in andere Güter / Unternehmen / Macht eintauschen kann, wird es dieses machen. Auf kurz oder lang, eine Weltmacht geht unter und eine neue entsteht.

      Hatten wir neulichst auch schon mal hier kurz angesprochen: IST DER DOLLAR NOCH ZU RETTEN ?

      Wünsche

      ...einen goldigen Tag

      Tut
      "Um klar zu sehen genügt oft schon eine geringe Veränderung des Blickwinkels"
    • actions speak louder than words

      offiziell vertraut man den USA und dem Dollar (noch).

      Ganz "nebenbei" kauft man an Metallen, was man bekommen kann.

      Und zwar ohne Rücksicht auf den aktuellen Bedarf.

      Metalle sind komprimierte Arbeit und komprimierte Energie in einem.

      Hat man Metalle gekauft, braucht man weder riesige Kohle- / Öllager, noch extra Produktionsstätten zu bauen, um Metalle selbst herzustellen....

      Die Chinesen kaufen alles auf, daß sich aufkaufen lässt, ohne die Preise bis ins Unendliche zu treiben.


      Gold und Silber können sie nicht kaufen, ohne Gefahr zu laufen, den Wert ihrer Devisenreserven unmittelbar zu gefährden. Daher wird man sie im derzeitigem Stadium auch nicht an der Comex sehen....

      Kupfer und Aluminium sind nur wenige von vielen Beispielen.


      Chinesen sind nicht dumm...

      ...Salami-Taktik lautet ein Schlagwort, um Chinas kluge und umsichtige Strategien zu beschreiben. Beispiel Ruthenium:

      Enger Markt. Jahresproduktion nur 25 Tonnen. Weltweit.

      Anwendungen: Festplatten, Härten von Oberflächen durch Überzüge, hochreflektierende Spiegel und andere teils ggf. hochinteressante Einsatzgebiete, die aber noch nicht anwendungsreif sind.

      Seit Sechs Wochen steht der Börsenpreis konstant bei 90 $/Unze (von zu vor 60 $/Unze, Höchststand 2006: 860 $/Unze).

      Ende April bekam man (gute Verbindungen vorausgesetzt) noch problemlos Ruthenium. Lagerbestände gab es (lt Heaeus-Kommentaren auf Goldseiten) genug. Diese nahmen seit dem Beginn der Wirtschaftskrise Ende 2008 stark zu.

      Um den 6. Mai hieß es dann zuerst: Lieferung binnen drei Tagen. Dann hieß es vier Tage später plötzlich, der Lieferant hätte keines mehr und müsse zukaufen, um seine Verpflichtung zu erfüllen.

      Nach 14 Tagen, gerechnet ab Bestellung, wurde dann geleifert (andere Verpackung, gröbere Körnung, als üblich).

      Auf Nachfrage hieß es dann: derzeit sei nichts mehr erhältlich. Null Ware.

      Da hat wohl jemand bei allen Herstellern angefragt und diese von ihren Lagerbeständen erlöst. Innerhalb von weniger als 10 Tagen. Wer das wohl gewesen ist und wohin das Metall wohl gegangen ist?

      Dreimal dürft ihr raten....

      Weil: mehr als raten kann man nicht, da solche Infos in derart engen und verschwiegenen Märkten nicht erhältlich sind.....
      Was ist an dem Begriff "Bankrott" denn nur so schwer zu verstehen?.

      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von mesodor39 ()

    • Cleverle ?

      Das die Chinesen sich auch mit Bergbau- Unternehmen , Raffinerie - Werken und Schürfrechten eindecken
      ob nun in Australien oder sonstwo ist ja klar.

      Wie machen die das technisch ?
      Ich meine nach aussen hin agieren ja Wirtschaftsunternehmen ( sind die alle überwiegend in Staatsbesitz ? ) , denn es werden ja erhebliche Millionensummen bis
      hin zu Milliarden angelegt - ist das nun Unternehmensgeld oder Staatsgeld ( vllt als Kredit ? )

      Und wie rubelt man Dollar-Anleihen in Dollare um ? Ohne das es gross auffällt ?
      Der eine Weg - verschenken( naja es gibt bei Asiaten keinen billigen Schnaps 8o , das sind harte Händlernaturen - alle...)
      an ( schurkische :D eeh...ämm diktatorische und/oder korrupte ) Staaten in Afrika zB. liegt ja auf der Hand .
      Die " Beschenkten" lösen damit einfach einige ihrer Dollarschulden beim IWF , der Weltbank oder sonstwo ab.

      Aber wie werten die Chinesen den Hauptteil ihrer $-Anleihen geräusch - und spurlos in Devisen um ? Das würd ich gern wissen ?
      Denn das müsste doch auffallen !
      Ich habe sehr viel Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben . Den Rest habe ich einfach verpraßt . ( G. Best )
    • Ich persönlich glaube, dass die Chinesen einfach Diversifizieren und billig Rohstoffe nachkaufen. Vermutlich sind die neben Spekulanten auch für steigende Rohstoffpreise verantwortlich. Doch irgendwann sollte die Phase abgeschlossen sein. Vermutlich werden dann die Preise wieder verfallen.

      Die USA werden wissen, wie sie ihre Dollars (militärisch) verteidigen werden - so leicht wird ein Verfall nicht passieren.
      Trotzdem, die Handlungen Chinas sind womöglich durchaus intelligent.


      Hier gerade gefunden:
      spiegel.de/wirtschaft/0,1518,628992,00.html

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von gruenundblau ()

    • Hallo, mesodor39.......Ruthenium

      Habe bisher noch nie etwas von Ruthenium gehört, mich aber schlau gemacht, übrigens, Dank für den Hinweis. Da gibt es eines der größten Unternehmen weltweit,
      LONMIN, WKN 856046, die produzieren in 9 südafrikanischen Platinminen. Der Kurs Xetra 05.06.2009 ist um knapp 83% explodiert und steht nun bei knapp 17€, vom
      Hoch noch meilenweit entfernt. Die Deutsche Bank ist Großaktionär bei LONMIN mit 16% !!!!! Das hätte ich vor einer Woche wissen müssen, schade, warte jetzt auf
      einen Rücksetzer, meine Meinung, mittel- bis langfristig eine hervorragende Investition !!!!! :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :)
    • Kaiserwetter schrieb:

      aja es gibt bei Asiaten keinen billigen Schnaps 8o , das sind harte Händlernaturen - alle...)
      an ( schurkische :D eeh...ämm diktatorische und/oder korrupte ) Staaten in Afrika zB. liegt ja auf der Hand .
      Die " Beschenkten" lösen damit einfach einige ihrer Dollarschulden beim IWF , der Weltbank oder sonstwo ab.

      Aber wie werten die Chinesen den Hauptteil ihrer $-Anleihen
      Gesetzt den Fall, die Chinesen hätten sich derzeit schon von einem Drittel ihrer US treasuries getrennt.
      Und die einzigen, die es wüssten, wären die US administration und ein handverlesener Zirkel von Depotbanken:
      würden sie irgendetwas sagen?

      Wie kam es eigentlich, dass der Chef der größten US Pensionkasse Pymco sagte, dass er niemandem empfehle,
      auch nur eine US Staatsanleihe zu halten.
      Und zwei Wochen später relativierte er in einem Interview, dass ein absinken der Bonität der USA zwar möglich sei, aber auf sehr sehr langre Zeit noch undenkbar sei.
      Von wem hat er da zwischendurch einen Anruf bekommen?

      Wie heist es bei Brechts Galileo Galilei: Zeigt ihm die Werkzeuge! und er wird seine ketzerische Meinung widerrufen...
    • ftd.de/boersen_maerkte/aktien/…er-Fed/524239.html?p=4#a1

      Mal wieder eine der kleinen Bemerkungen in Nebensätzen, denen ich Bedeutung beimesse:

      Financial Times von heute:

      "Derzeit saugt die Fed zudem überschüssige Reserven dadurch auf, dass das Finanzministerium mehr Schulden aufnimmt als nötig. Dieser Liquiditätsschamm trägt den Namen Supplemental Financing Programme (SPF). Es wird bei der Fed hinterlegt und nicht ausgeben."

      Dass man mehr Anleihen ausgibt, als man Geld braucht, kennt man sonst vor allem von Unternehmen, die langfristig um ihre Bonität fürchten:
      Von GM war bekannt, dass die immer auf einem so großen Sack Geld saßen, dass jegliche Diskussionen über Zahlungsausfälle im Keim erstickt wurden.

      Man darf sich natürlich nicht verrückt machen lassen; ich habe nochmal bei Kostolany nachgelesen: auch in den 70ern und 80ern gab es Angst wegen der hohen Schuldenlast der USA,
      und ich bin gegenüber allen Crashpropheten skeptisch.

      calculatedriskblog.com/2008/11…unwind-supplementary.html
      The Treasury said the balance in its so-called supplementary financing account will decrease in coming weeks as bills in the program mature.
      ...
      The special financing program was created two months ago. The Treasury said it would issue bills separate from its regular borrowing program to help the Federal Reserve manage the impact of its efforts to pump extra money into the financial system, such as by lending money to broker-dealers.

      The program, which peaked at $559 billion, effectively drained cash from the financial system, offsetting some of the Fed's efforts to pump more money into markets. An offsetting mechanism was necessary for the Fed to keep its effective fed funds target rate from slipping to 0%.
      ...
      The need for the Treasury's special financing program waned after the Fed started paying interest on bank reserves, which also took money from the financial markets, analysts said.

      Ich gebe zu, dass ich dass mit dem Programm nicht ganz verstehe,
      aber ich vermute, dass das genau intendiert ist:

      Mein Instinkt aus der Dot Com zeit sagt mir:
      wenn plötzlich bestimmte Bewertungsmasstäbe nichts mehr gelten, wenn neue Abkürzungen erfunden werden, ist immer Vorsicht geboten.

      Meine Finanzaktien habe ich teils verkauft, teils untergewichtet. Falls die Party weitergeht, bin ich mit Rohstofftiteln, Blue Chips mit dabei.
      Falls was schlimmes passiert: bei den Mini-Zinsen fällt es nicht schwer, Gold und Silber überzugewichten.


      Imm
    • Misanthrop schrieb:

      @Doc
      Du bist auf dem richtigen Weg nur....es wird auch "intendiert" das man, wenns soweit ist, schnell und bequem in physisches Gold und Silber umschichten kann...
      Genau das kann man dann nicht mehr ;)


      Ich bin kein Stopp-Loss-Affe. Und auch bei der Börse merkt man, dass man , wenn alles rutscht,
      nicht mehr rauskommt. Mir ist klar, dass man schon reagieren muss, bevor die Masse reagiert.

      Ich habe in verschiedenen Ländern gelebt, politische Umstürze erlebt,
      mit meinen Opa über Krieg und Inflation gesprochen: um es kurz zu machen: ich habe selbständlich auch physisches Gold -
      und sogar Lebensmittelvorräte, die hinter den Wintereifen versteckt sind.
      Braucht meine Frau nicht zu wissen.
      Im Gegensaztz zu manchen Pessimisten glaube ich, dass man mit sehr guten Aktien auch extrem-situationen gut überstehen kann.
      (langfristig, meine ich, Zeithorizont 10-20 Jahre)
      (Thyssen und Krupp Aktien hatten vor und nach dem II. Weltkrieg wert...).
      Bei einem Systemcrash ist das Aktienvermögen sicherlich für 10 Jahren quasi festgefroren - naja.
      Und falls die Party weitergeht, versuche ich mit Aktien und Rohstoffen wenigstens die Inflation zu schlagen.
      h

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dr_Meyer ()