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Der große - GEGOSSENE - GOLD - SILBER - BARREN - Thread - Seite 143 - Welt der Numismatik rund ums Sammeln - Goldseiten-Forum.com | Das Diskussionsboard für Edelmetalle & Rohstoffe

Der große - GEGOSSENE - GOLD - SILBER - BARREN - Thread

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      Montagu und Mocatta gehören zu den ältesten und erfolgreichsten Edelmetallbrokern überhaupt.
      Zu finden sind sie überwiegend mit Gegenstempeln auf Barren.
      Montagu war im wesentlichen ein erfolgreicher Silberhändler, Mocatta hatte sich mehr dem Gold gewidmet.
      Beide haben nur wenige Barren in eigenem Namen herausgegeben, waren aber auf vielen anderen Barren mit Gegenstempeln vertreten. Mocatta auch auf kleineren Einheiten, Montagu eher auf 1000 oz und mehr!
      Montague 1079 oz
      Beste Grüße
      derkolibri


      Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlich Verstand!
      - Schopenhauer -
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      Barren oder Münze?

      Das ist hier die Frage. Ausgegeben von der First Banking Corporation in Tangier (Tanger), mit einem Gewicht von 1 Unze und einer Gold-Feinheit von 916.7. Refined by Rothschild & Sons mit dem Kürzel RMR. Auffällig ist, dass die Punkte im Kürzel im Gegensatz zu den Barren mittig gesetzt sind.
      Bei diesem Stück fehlen verschiedene Merkmal einer Münze. In Händler- und Sammlerkreisen wird auch Rundbarren dazu gesagt. Vielleicht könnte man das Stück auch Medaille oder Privatausgabe nennen.
      Im Rothschild-Barrenkatalog von Ahlers wird das Teil unter den Barren aufgeführt, weil wohl alles, was nicht zu den Münzen zählt, den Barren zuzuordnen wird.
      Angeboten wird der Barren öfter. Der Preis liegt derzeit durch den gestiegenen Goldpreis zwischen 2500 € bis 3000 €.
      Beste Grüße
      derkolibri


      Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlich Verstand!
      - Schopenhauer -
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      derkolibri schrieb:

      Barren oder Münze?

      Das ist hier die Frage.

      Gibt's auch mit grading:

      ebay.de/itm/264838830645

      Krause/Mishler führen die in World Gold Coins (1993) als 500 Dirhams, Bullion Issue, First Banking Corporation, Tangier, Hercules, 1954. Auflage unbekannt. Also (auch) Münze.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Schwundgeldfluechter ()

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      Vor einiger Zeit bin ich eher zufällig auf eine längere Abhandlung in einem ca 40 Jahre alten numismatischen Magazin gestoßen.

      Untersucht wurde darin die Bedeutung des "R" in den 1815 in London geprägten 20-Francs-Stücken.
      Auffällig darauf ist, dass unter dem Portrait auf der Vorderseite die Signatur des Medailleurs fehlt, sich auf der Rückseite links von der Jahreszahl eine Lilie befindet und rechts neben der Jahreszahl ein "R" steht. Das "R" steht auf dem für den Münzbuchstaben vorgesehenen Platz, obwohl es zu der Zeit in Frankreich keine Münzstätte mehr gab, die mit einem "R" zeichnete. Das Stück ist eine perfekte Kopie der 20-Francs-Münzen der Jahre 2014 bis 2015.
      In Gewicht und Feinheit entsprachen die Stücke genau den Vorschriften für die 20-Francs-Münzen.
      Urheber des Stempels war ein gewisser Wyon, aus einer privaten Prägeanstalt in Birmingham stammend und als Stempelschneider für die königliche Münze nach London abgeworben.

      Eingesetzt wurden diese Goldstücke als Sold für die Soldaten der Briten im Krieg gegen Napoleon auf der iberischen Halbinsel zu der Zeit der Schlacht von Waterloo. Sie wurden frühzeitig in Massen ausgegeben und bevor das franz. Finanzministerium es bemerkte verteilt.
      Die Rothschilds waren auf Bitten der Krone die Lieferanten des Goldes. Die fünf Brüder kauften es in ganz Europa auf und ihre Beziehungen zur Ostindischen Gesellschaft waren dabei ebenfalls von Nutzen. In Absprache mit dem Schatzkanzler lieferten die Rothschilds das gesamte Gold in Barren. Es ging zunächst nach Frankreich, um die dortige Regierung in dem Glauben zu wiegen, es würde von James in Paris angekauft und wurde dann nach London geschmuggelt.

      Ebenfalls hatten die Rothschilds den Auftrag, die in London geprägten 20-Francs-Stücke zu den auf dem Kontinent stehenden Truppen zu transportieren.

      Das Haus Rothschild war also mit den kompletten Prozessen von der Goldbeschaffung bis zum Vertrieb der Stücke in großen Kisten direkt an die Truppen betraut worden. Eben eine Abwicklung aus einer Hand.

      Die Royal Mint Refinery RMR gab es zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht. Aber Nathan Rothschild hatte von jeher gute Beziehungen zur Bank von England und zur Royal Mint, so dass dort auch im Auftrag von
      NM Rothschild & Sons die Prägung erfolgte.

      Die Rothschilds hatten schon immer die Neigung, ihren Namen nicht öffentlich zu nennen, aber gerne einen Hinweis auf die Bank zu geben. Dies geschah nachweislich oft mit einem einfachen, manchmal auch versteckten "R".
      Das auf dem 20-Francs-Stück geprägte "R" verweist also nicht auf die franz. Münzstätte in Orléans, die zu dem Zeitpunkt bereits nicht mehr aktiv war.

      Nun gibt es zwei Möglichkeiten, die verraten, weshalb das "R" auf dem Goldstück gewählt wurde.
      1. Das "R" steht für Royal Mint, weil dort die Prägung erfolgte.
      2. Das "R" steht Rothschild, weil sie sich wie sie es oft getan haben auf dem Goldstück ein kleines, bescheidenes Denkmal gesetzt haben.

      Zahlreiche Numismatiker und Historiker haben sich damit auseinander gesetzt. Eine abschließende Meinung gibt es nicht.
      Wer sich intensiver damit beschäftigt, könnte jedoch zu dem Entschluss kommen, dass die Variante 2 zutreffend ist.

      Und auch, wenn diese Fehlprägung in den Katalogen bei den Münzen genannt ist. Es handelt sich um keine Münze und kein offizielles Zahlungsmittel. Den Ansatz für die Bewertung des sog. Tangier übertragend würde also dieses Goldstück zu den Barren (Rundbarren) gezählt werden. Damit hätten wir ein neues bisher nicht den Rothschilds zuzurechnendes Stück und einen Barren mit einem Gewicht unterhalb des sehr seltenen 10 g- Gussbarrens.
      Im Gegensatz dazu ist das beschriebene 20-Francs-Goldstück nicht selten. Es wurde in großen Mengen ausgegeben und ist auch noch in größeren Mengen am Markt zu finden. Also, man sollte beim Kauf auf den Preis und die Erhaltung achten.

      Dies ist zugegeben eine etwas gewagte These. Wir können sie nicht abschließend belegen, aber auch nicht das Gegenteil beweisen.
      Es soll nur ein kleiner und Ausflug in die weitere Rothschildgeschichte sein, damit es hier nicht zu langweilig wird.
      Beste Grüße
      derkolibri


      Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlich Verstand!
      - Schopenhauer -
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      derkolibri schrieb:

      .......

      Eingesetzt wurden diese Goldstücke als Sold für die Soldaten der Briten im Krieg gegen Napoleon auf der iberischen Halbinsel zu der Zeit der Schlacht von Waterloo. Sie wurden frühzeitig in Massen ausgegeben und bevor das franz. Finanzministerium es bemerkte verteilt


      .....

      Ebenfalls hatten die Rothschilds den Auftrag, die in London geprägten 20-Francs-Stücke zu den auf dem Kontinent stehenden Truppen zu transportieren.

      ich möchte hier nur kurz erwähnen, das auch Napoleon seine Soldaten den Sold in Form
      von Goldmünzen ausbezahlt hat
      Es waren hauptsächlich 40Franc Stücke, das begründet auch, warum diese Stückelung in besserer Erhaltung blieben als die 20Franc Stücke
      Ein 40Franc Stück hatte auch ein Symbolcharakter für den Soldaten: Die Ehre unter Napoleon zu dienen und wurde auch oftmals innerhalb der Familie vererbt