Marge der Händler: Wieviel % niedriger liegen die EKs?

    • Offizieller Beitrag

    zu a) die einzelnen EM entscheiden sich in der Margengestaltung schon recht deutlich. Bei Gold ist die Marge kleiner als bei Silber, das kann aber durch die jeweilige Stückelung relativiert werden


    zu b) das ist Einzelfallabhängig. Je öfter Du bestellst desto eher kommen Dir (insbesondere kleine Händler) entgegen.


    zu c) die Mutter aller EM-Preisvergleichsportale ist http://www.bullionpage.de


    zu d) ich möchte das nicht ausschließen. Allerdings ist der Preis nicht die einzig interessante Faktor.

  • die einkaufspreise und margen wird dir wohl kein klardenkender händler nennen.
    zum thema preisvergleich: als am besten hat sich bisher bei mir der manuelle preisvergleich erwiesen.
    zu d) ist gut möglich, daher besser selber vergleichen und evtl dann mit vergleichsportalen abgleichen


  • zur Einleitung:
    a) Kein vernünftiger Händler wird Dir seine Marge nennen. Diese wird sicherlich auch abhängig sein von der ART des Produkts. Ich könnte mir vorstellen, daß Silber- und Goldmünzen mit unterschiedlichen Margen verkauft werden. Es wird auch abhängig sein, von der Marktphase. Wenn man der einzige Händler ist, der ein Produkt noch sofort lieferbar hat, kann man sicherlich anders kalkulieren, als wenn man 98 Konkurrenten hat.


    b) Mengenrabatte sind grundsätzlich individuell aushandelbar. Bei Münzprägestätten fängt der Rabatt an, bei 20.000 Stück im Silberbereich und 1000 Goldunzen nennenswert zu werden.


    c) Es gibt meines Erachtens drei nennenswerte Vergleichsportale: http://www.silber-investor.de , http://www.bullionpage.de und http://www.bullion-investor.com ... jedes mit seinen Eigenheiten, Vorteilen und Nachteilen, eines davon als das "Beste" zu beurteilen, fällt mir schwer.


    d) Die Frage klingt so, als wenn gleich jemand, der neu angemeldet ist, "mir ist aufgefallen, daß xyz dort regelmässig nicht gelistet ist" schreibt.... Nicht alle Händler sind in allen Portalen gelistet. Das liegt daran, daß es eine Vielzahl von Händlern gibt, bei einigen die Preise maschinell nur schwer automatisiert auslesbar sind, die Portale teilweise als "Hobby" nebenbei programmiert werden oder die Portale schlichtweg Geld für die Listung oder bestimmte Leistungen verlangen, die der entsprechende Händler vielleicht nicht zahlen will. Wir selber sind meines Wissens auch nicht in allen Portalen gelistet und können auch gut damit leben , ebenso geht es anderen auch. Ich weiß auch von Händlern, die es sich sogar verbieten lassen, in bestimmten Portalen gelistet zu werden.

  • komisch, dass die marge so ein geheimnis ist... in anderen branchen ist die doch öfters bekannt. da die verkaufspreise doch unter den grossen anbietern relativ gleich sind kann es nur der einkauf sein. die aussagen silber mit höherer marge als gold hat mir auch mal ein händler gesagt als wir da um den machbaren ebay-preis verhandelt haben (paypal-gutschein war einzulösen).

  • Zitat

    komisch, dass die marge so ein geheimnis ist... in anderen branchen ist die doch öfters bekannt. da die verkaufspreise doch unter den grossen anbietern relativ gleich sind kann es nur der einkauf sein. die aussagen silber mit höherer marge als gold hat mir auch mal ein händler gesagt als wir da um den machbaren ebay-preis verhandelt haben (paypal-gutschein war einzulösen).


    --> kein vernünftiger Händler wird Dir seine Marge nennen. Das ist nicht komisch, sondern kaufmännisch vernünftig, sonst wüßte ja jeder Kunde, bis wohin man runterverhandeln könnte... das gilt sicher für viele Branchen im Leben.


    --> Preise sind unter den großen Anbietern auch nicht gleich, ein Blick in eine der Preisvergleichsmaschinen zeigt sofort, daß es teilweise deutliche Unterschiede gibt


    --> Zumindestens ich habe NICHT gesagt, daß Silber eine höhere Marge hat als Gold, sondern lediglich, daß es vorstellbar wäre, daß Silber eine ANDERE Marge hat als Gold.


    Man muß auch unterscheiden zwischen Händlern, die stetig den gleichen Aufschlag auf den aktuellen Silber- oder Goldspot haben und denen, die u.U. eine große Tranche einkaufen und dann ggf. bei steigenden Spotpreisen Verkaufspreise konstant lassen.... und dann stellt sich die Frage, was ist für solche Händler eine "Marge"? Der Unterschied zwischen Anschaffungspreis und Verkaufspreis oder zwischen Verkaufspreis und Wiederbeschaffungspreis... es gibt ja einige Händler, die tatsächlich Ware UNTER Wiederbeschaffungspreis verkaufen, - aus welcher Motivation auch immer.


    ----
    Die Eingangsfrage wird von denen, die es wissen, sicher nicht beantwortet werden. Die, die ggf. antworten, müssen nicht repräsentativ sein, - i.d.R. dürfte es sich auch um Vermutungen oder Spekulationen handeln, sodaß man nach der Frage genauso schlau ist wie vor der Frage... als gesichert darf man allerdings annehmen, daß die Margen im Edelmetallhandel im Vergleich zu zahlreichen anderen Branchen prozentual sehr klein sind und lediglich die MENGE der umgeschlagenen Produkte das Geschäft lukrativ machen kann. Je höher die Marge, desto größer der Marketingaufwand. Natürlich gelingt es auch heute, Krügerrand - Goldunzen für 1200 Euro zu verkaufen, allerdings bedarf es eines sehr großen Marketingaufwands, der dann im Prinzip den Mehrerlös ggü. Marktpreisen wieder "auffrisst"...

  • Also, ich gehe mal davon aus, das zB Proaurum mit seiner groß angekündigten Aktion am Samstag ( Spot + 3% ) auch nicht gerade 'Verhungern' wird.


    Ist doch der EK auch immer eine Frage des wann & wieviel & wo.


    Ein großer Händler wird wohl einerseits eine größere Marge haben als ein kleinerer Händler, aber ein großer wird auch mehr AdminAufwand haben, während ein kleiner ja oft eher eine ONE-MAN / ONE-WOMAN show
    sein kann......


    MIch interessiert wohl eher, welcher Händler MIR letztlich den besten Preis bei optimalen Service ( Nachhaltigkeit, Sicherheit des Trspts, Qualität der Ware etc.) bietet. Und das muß nicht immer der BILLIGSTE sein.

  • da man bei allen veröffentlichten bilanzen die umsatzrendite ausrechnen kann ist die marge nicht so unbekannt wie viele glauben. natürlich gibts zahlreiche bilanztricks, aber sagen wir mal bei einem unternehmen mit sehr engem angebotsprofil sagt das schon was...


    könnte sich ja mal einer die bilanz einer der grossen händler vornehmen, wenn er da was rausbekommen will. jedenfalls glaube ich nicht so an die sehr kleine marge, denn sonst gäbe es nicht so viele anbieter.

  • da man bei allen veröffentlichten bilanzen die umsatzrendite ausrechnen kann ist die marge nicht so unbekannt wie viele glauben. natürlich gibts zahlreiche bilanztricks, aber sagen wir mal bei einem unternehmen mit sehr engem angebotsprofil sagt das schon was...


    könnte sich ja mal einer die bilanz einer der grossen händler vornehmen, wenn er da was rausbekommen will. jedenfalls glaube ich nicht so an die sehr kleine marge, denn sonst gäbe es nicht so viele anbieter.


    Hmm.... das kommt darauf an, wie am Bilanzstichtag das UMLAUFVERMÖGEN des Händlers aussieht... und da hat er dann ja auch gewisse Bewertungen vorzunehmen... das ist gerade dann, wenn er
    auch noch SAMMLER-Münzen im Portfolio hat.... eher so eine 'Politik'-Sache.


    Und ganz abgesehen davon... im Regelfall kommst Du auch nicht so ohne weiteres an eine Bilanz bzw GuV eines Händlers heran.......


    Und von VIELEN Anbietern auf grundsätzlich HOHE Margen zu schließen halte ich für einen nicht logischen Schluß, zumal VIELE Anbieter im Regelfall ja auch HOHEN Wettbewerb bedeuten......
    Ich gehe eher mal davon aus das es die Kombination aus MENGE & SCHNELL DREHEND macht PLUS das "Händchen" für den richtigen Kaufkurs PLUS das richtige 'Gebiet' bzw eine gewisse
    Spezialisierung, oder dann gleich GROSSER Vollsortimenter ....

  • als maximale marge würde ich die differenz aus aktuellem spotpreis und verkaufspreis des händlers annehmen. davon musste noch jeder anteilig berücksichtigt werden, der ab prägeanstalt (einschließlich) bis zum endkunden in der lieferantenkette steht, zb zwischenhändler. je kürzer die kette desto höher m.e. die marge.


    nehmen wir den aktuellen spot-preis 12,48 euro aktueller vk bei anlagegold24 für eine anlageunze 15,20 euro -> maximal angenommene marge 21,8%
    dann möchte die prägeanstalt natürlich noch ihren teil vom kuchen, prägen kostet ja auch was, personal möchte bezahlt werden, das zeug muss geliefert werden, in wieweit versandkosten und versicherungen da überhaupt eine rolle spielen keine ahnung, ein möglicher zwischenhändler möchte auch noch was haben, die eignen betriebskosten müssen gedeckt werden und man möchte selbst auch noch ein gehalt haben... lasst eurer vorstellung freien lauf, mehr wie 10% werden da nie und nimmer drinn sein (gemessen am widerbeschaffungswert nicht den preis den ich möglicherweise vorm jahr beim einkauf bezahlt habe), eher weniger als mehr. aus dem bauch heraus würde ich sogar vermuten, dass die marge kleiner 5% ist


    kleiner rechenfehler ich hab den VK-Preis inkl enteignungssteuer genommen, ohne märchensteuer sinds für den händler ca 14,20 also max marge ca. 13,8%.
    ich korrigiere, die marge müsste definitiv kleiner 10% sein und höchst wahrscheinlich sogar kleiner 5%

  • Die Marge ist so 1-2 % mehr sinds nicht..........jaja am Spot gibt es kein Gold in kleinen Stueckelungen zu kaufen........und erst recht kein Silber.


    Aber was so Newbies immer alles wissen wollen..........was geht euch eigentlich an was Leute wie ich verdienen wollen.......hehehheh


    cu DL...............ich mache das aber mit Aktien ausgesuchter Minenwerte [smilie_blume] [smilie_blume] [smilie_blume]

  • Aber was so Newbies immer alles wissen wollen..........was geht euch eigentlich an was Leute wie ich verdienen wollen.......hehehheh

    Naja, die wollen halt wissen, was Du privat so in der Schatulle hast (oder wenigstens haben könntest...) [smilie_happy] 8) :thumbup: :whistling:

    Und nicht vergessen: "Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück: Null." [Voltaire, 1694-1778]
    Gold, das du dir schon heute kannst besorgen,
    Kaufe derzeit besser nicht erst morgen! :D

  • Die Marge ist so 1-2 % mehr sinds nicht


    Zumindest wenn sauber kalkuliert wird und nicht spekuliert wird seitens des Händlers. Beim aktuellen Boom bin ich mir da aber nicht 100%ig sicher, ob das bei allen immer so ist.....


    Die sauberste Kalkulation, mit der man auch z.B. einen langen Bärenmarkt unbeschadet als Händler übersteht, wäre vermutlich, wenn man den Goldbestand im Lager aus Eigenkapital finanziert hat und bilanztechnisch "abgeschrieben" ist. Jede verkaufte Unze wird sofort wieder eingekauft. Der Wert des Lagers ist dann im Prinzip egal, es dient nur der sofortigen Lieferbarkeit......

  • Die sauberste Kalkulation, mit der man auch z.B. einen langen Bärenmarkt unbeschadet als Händler übersteht, wäre vermutlich, wenn man den Goldbestand im Lager aus Eigenkapital finanziert hat und bilanztechnisch "abgeschrieben" ist. Jede verkaufte Unze wird sofort wieder eingekauft. Der Wert des Lagers ist dann im Prinzip egal, es dient nur der sofortigen Lieferbarkeit......


    Das ist ein interessanter Ansatz, da ich mich auch schon gefragt habe, wie man als Händler mit derartigen Kursschwankungen kalkuliert/spekuliert und trotzdem lieferfähig bleibt. Brauchbare Händler liefern ja die bestellten Mengen innerhalb weniger Tage, also praktisch ab Lager...


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  • Zitat

    Marge der Händler: Wieviel % niedriger liegen die EKs?

    Preisvergleiche im breiten Markt + Leben und leben lassen :thumbup:

    In Gold we trust..
    In Silver i trust..
    :thumbup:
    Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! - Berthold Brecht

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  • da man bei allen veröffentlichten bilanzen die umsatzrendite ausrechnen kann ist die marge nicht so unbekannt wie viele glauben. natürlich gibts zahlreiche bilanztricks, aber sagen wir mal bei einem unternehmen mit sehr engem angebotsprofil sagt das schon was...


    könnte sich ja mal einer die bilanz einer der grossen händler vornehmen, wenn er da was rausbekommen will. jedenfalls glaube ich nicht so an die sehr kleine marge, denn sonst gäbe es nicht so viele anbieter.

    Dir als Kunde kann es eigentlich gleichgültig sein ob der Händler nun 100% Mage hat oder gar drauf zahlt wenn er Dir was verkauft. Entscheidend ist für einen Kunden doch eher der Vergleich SEINER eigenen Möglichkeiten möglichst für Ihn optimal in den Besitz des Produktes zu gelangen.
    Mich interessiert auch nicht die Marge von Drogenhändlern wie Apotheke oder Douglas, Porsche etc.


    Vieleicht kauft ja einer heute ein und muß morgen sogar billiger verkaufen weil der POG gefallen ist?
    Bilanzen enthalten bei vielen Unternehmen keine Umsatzangaben. Der angegebene Gewinn gibt nicht mal annähernd einen Einblick in die Rohmarge.

  • Dir als Kunde kann es eigentlich gleichgültig sein ob der Händler nun 100% Mage hat oder gar drauf zahlt wenn er Dir was verkauft. Entscheidend ist für einen Kunden doch eher der Vergleich SEINER eigenen Möglichkeiten möglichst für Ihn optimal in den Besitz des Produktes zu gelangen.
    Mich interessiert auch nicht die Marge von Drogenhändlern wie Apotheke oder Douglas, Porsche etc.


    schlechter Vergleich:
    beim Porschehändler oder in der Apotheke kaufst Du nicht ein, um das Auto/die Tabletten - nach einem aus Deiner Sicht zu erwartenden Anstieg der Auto-/Medikamentenpreise - gewinnbringend wieder zu verkaufen ;)


    oder interessiert Dich bei einer Lebensversicherung (als alternativem Anlage-Produkt) auch nicht, welcher Teil der Prämie für Vermittlungsprovisionen/Verwaltungsgebühren/Glaspalast/usw. verbraten wird ...


    ... und welcher Anteil zu Deinen Gunsten (hoffentlich gewinnbringend??? ? ? ? ) angelegt wird?!


    PS:
    wobei mich als altem Aktienkäufer eher der Spread (zwischen An- und verkaufspreisen) interessiert und nicht die "Marge"

  • schöner Vergleich!


    Genau das macht ja die Münze und den Barren als Invest so einfach.
    Es kommt weder auf den Spread noch den Gewinn des Händlers bzw. Finanzvermittlers an.
    Der Zeitpunkt des Markteintritts ist viel wichtiger.
    Lieber im August 2009 3% zu teuer eingekauft als im Dezember 2009 5% billiger :!:


    Der Weltmarkt mit seinen Teilnehmern spielt hier die 1. Geige.

  • […]

    Wieso sollte ich Vermögen abschreiben? Nur, weil es Eigenkapital ist? Das soll saubere… Anmelden oder registrieren

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    "Es gibt kein Treffen in Luxemburg", sagte Guy Schuller, Sprecher des Vorsitzenden der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, am Freitag der dpa. "Das sind Gerüchte ohne Substanz."

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