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Absicherung von physischem Gold mittels Mini-Future Zertifikate sinnvoll? - Derivate - Goldseiten-Forum.com | Das Diskussionsboard für Edelmetalle & Rohstoffe

Absicherung von physischem Gold mittels Mini-Future Zertifikate sinnvoll?

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    • Absicherung von physischem Gold mittels Mini-Future Zertifikate sinnvoll?

      Hallo zusammen,

      ich habe mich hier neu registriert und wollte auch gleich mal Hallo sagen. Ich bin relativ neu auf dem Gebiet physischen Anlage.

      Da ich vorhabe Gold und Silbermünzen zu kaufen möchte ich gerne eure Meinung zur Absicherung hören.
      Wenn ich mehrere Unzen an Goldmünzen kaufe und diese längerfristig halten möchte kann ich ja kurzfristig wenns doch nach unten (unter Münzkaufpreis) geht z.B. ein Mini-Future-Short Zertifikat kaufen.
      Ab einen gewissen Anlagewert ist dies doch sinnvoll, oder? Es sind ja doch einige Euros auf dem Spiel.
      Den Vorteil welchen ich dabei sehe ist doch dass es eigentlich egal zu welchem Goldpreis man einsteigt. Wie macht ihr dies? [smilie_happy]

      CU, Skydark
    • Hallo Skydark,

      das GSF ist voll mit Goldbugs und Zettel sind bei den meisten nicht so beliebt. Viele hier sehen Gold selbst ja als DIE Absicherung schlechthin.

      Ein paar User hier beschäftigen sich aber auch mit der Absicherung des Goldpreises.

      Deine Mini Futures werden vermutlich Knock Outs sein oder? Dann hat man immer das Problem, dass die Absicherung schnell mal weg sein kann - da Knock Out eingetreten ist.
      Dann ist die Frage, ob die Teile auf Euro oder Dollar Basis notieren. Dann gibt es das Thema Handelszeiten - wenn die Scheine nur von 08:00 - 20:00 Uhr deutscher Zeit gehandelt werden, hängst du 12 Stunden in der Luft - dann hilft auch kein Stopp Loss.

      Es gibt auch Optionsscheine auf den Goldpreis in Euro. Wenn du die tief im Geld kaufst, kosten die nicht viel Aufgeld. Wenn Gold dann steigt, nimmst du aber eben erst mal an 100 Euro Wertzuwachs je Unze nicht wirklich teil, weil dein Cash drauf geht. Fällt Gold bist du halbwegs abgesichert, aber ggf. gehen 26,375% Steuern von deinem Ausgleich ab...

      Es ist alles nicht so einfach. Die Knock Outs kosten zudem auch um die 3% Finanzierungskosten. Wenns natürlich ruter geht (so wie letztes Jahr) ist es schön mit Puts oder Shorts ein bissel Cash zu erhalten - aber dummerweise weiß man das ja vorher nie...

      Eine weitere Möglichkeit, mit der ich mich noch nicht tiefer beschäftigt habe, wäre auch eine dynamische Absicherung mit Puts aus dem Geld. Dann müsstest du täglich den Hebel betrachten und ausrechnen, wieviele Puts du kaufen musst um einen Goldpreisverfall 1:1 auszugleichen. Die o.g. Probleme gelten auch dann aber so sollte der Cash Einsatz doch ehr im Rahmen bleiben können.
    • Der Ausgangspunkt für die Anschaffung von Gold (und Silber) ist für die meisten die Absicherung ihres sonstigen Kapitals gegen Wertverfall, insbesondere einen Systemzusammenbruch.
      Insofern wäre eine Absicherung der Absicherung kurios. Diese Grundregel gilt aber nicht mehr, wenn jemand nicht 10 oder 20 % sondern 80 oder 90 % seines Vermögens in Edelmetalle gesteckt hat - dann vertauschen sich die Rollen: aus der Versicherung wird das Hauptkapital, das man vielleicht mit dem Rest absichern will.
      Wenn Du ohne besondere Wertschätzung nur des physischen Golds lediglich spekulieren willst, kannst Du auch gleich unsichtbares Gold als Zertifikat kaufen. Bei diesem Spiel wirst Du aber - gerade als Anfänger und mit überschaubaren Beträgen - voraussichtlich verlieren.
    • Herzlichen Dank für die Antworten,

      ja die Gold Mini-Fut. wären KO Zertis.
      Nun ich habe vor einiges in Edelmetalle zu investiert, sodass die Anlagesumme durchaus 40% und mehr sein wird. Das soll auch langfristig investiert werden, nicht spekulativ. Ich gehe nicht von einem Systemcrash in naher Zukunft aus, ich definiers mal lieber nicht genauer. 8|
      Aber da ja der Goldpreis gerade den Trendkanal nach oben durchbrochen hat wäre z.b. ein guter Charttechnischer Kaufzeitpunkt.
      Sollte er dann aber in ein paar Monaten wieder darunter fallen würde ich eben dann mittels KO Zertifikat (jenachdem was die Charttechnik einem aufzeigen kann) Short gehen um den "kurz- mittelfristigen" Verlust abzufedern. Man weiss ja nie ob man das Geld früher braucht als erwartet. Kann ja auch niemand sagen dass es nicht noch mal 2-3 Jahre nach unten geht. Klar auf 25 Jahressicht wird es vielleicht nicht auffallen. Deswegen wäre es für mich eine Absicherung, keine Spekulation! :rolleyes:

      Bei z.B. 8-10er Hebel ist der KO Punkt auch einiger massen sicher weg, klar muss man gut aufpassen, aber übernacht sollte da nichts passieren. Finanzierungskosten ist klar, Steuer auch, aber eben auch die Möglichkeit im Verhältnis sehr viel abzusichern. Was man später bei Trendumkehr immer noch mal reinvestieren könnte. Egal ob KO Long oder Physisches EM.

      Das ist meine Idee gewesen.

      CU, Skydark
    • @skydark:
      guter Plan, sobald Gold wieder faellt Knockout Puts kaufen um abzusichern und ueber Nacht passiert nichts
      :wall:

      das ist geradezu das klassische Anlegerverhalten genau wie vermehrt Knockout Calls auf EM gekauft werden, wenn "der Ausbruch erfolgt ist"

      der Erfinder der Knockout-Scheine verdient das goldene Bankerehrenabzeichen in Boniglanz und Nadelstreifen.
      :) [smilie_happy] :thumbsup:
      'Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden wo sie die Motten und der Rost fressen und die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel wo weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht nachgraben noch stehlen! Denn wo euer Schatz ist da ist auch euer Herz.'
      Jesus Christus, Matth. 6, 19-21
    • Ist ja jetzt schon was her die Diskussion. Trotzdem:

      Ein ko-Zerti erscheint nur auf den ersten Blick relativ einfach. Die sind aber genauso kompliziert gestrickt wie andere Finanzprodukte. Für den Nicht-Finanzmathematiker ist das völlig undurchschaubar, was genau bei welchen Kursverläufen passiert. Gerade die "Endlos-Läufer" sind, was das Nachziehen ihrer Bewertungsschwellen angeht, kaum zu durchschauen. Und aufpassen, dass der ko nicht eintritt ist gar nicht so einfach. Im Zweifel wird man die Dinger gar nciht mehr schnell genug los.

      Niemand der ernsthaft handelt (z.B. Unternehmen, die Währungsrisiken absichern wollen oder ähnliches) würde Absicherung mit ko-Zertis betreiben. Das sind nette Wett-Spielzeuge. Wer extrem von kurzfristiger Charttechnik überzeugt ist, kann sich mit solchen Zertis austoben.......

      Als Absicherung kann man klassische Optionsscheine nehmen, wenn man sich unbedingt absichern will. Die sichern dann wenigstens auch über ihre definierte Laufzeit das ab, was man sich vorher ausrechnen kann und die Absicherungskosten sind genau definiert. Ist halt nicht so ganz billig. Für 40-50% des liquiden Vermögens in EM würde ich noch nicht absichern. Aber das ist natürlich Geschmacksache. Wenn das Vermögen aus 50% EM und 50% eine Immobilie besteht, würde ich absichern (bzw. nicht so viel EM halten).
    • Ich sehe es absolut so wie mein Vorredner.. Edelmetalle sind die Lebensversicherung des Finanzsystems. Wenn das crasht werden die Edelmetalle massiv anziehen. Und wenn die Wirtschaft brummt, würde ich das Geld lieber in Titel auf Indizes oder Aktien oder ähnliches nehmen. Edelmetalle sind nur volatil, wenn es kriselt... Und die Korrekturen nach unten werden nie so dramatisch ausfallen, wie bei Aktien oder Indizes .... Wenn doch, nachkaufen :)