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China sieht neue Weltordnung durch goldgedeckten Ölhandel - Seite 7 - Gold & Silber Tagesgespräch - Goldseiten-Forum.com | Das Diskussionsboard für Edelmetalle & Rohstoffe

China sieht neue Weltordnung durch goldgedeckten Ölhandel

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    • design and develope new Gold Products.... Genau hier klingelt bei mir der Alarm. Haben wir nicht genug Optionen,Zertifikate, Poolanteile,ETF und sonstigen schei.... Wer als herausgebender (Bürge) dafür theoretisch die Verantwortung trägt ist doch völlig egal. Gold ist Gold und kein verqueres Goldprodukt! Entweder ich habe eine Münze als OFFIZIELL anerkanntes Zahlungsmittl in der Tasche oder ich kann den sch... vergessen.
    • Moin moin,

      die Schlagzeile hat es in sich, besonders, wenn man den Prozeß des Verkaufs von US-Anleihen durch Peking weiter denkt. Übersetzt habe ich den mittleren Teil des umfangreichen Textes:


      China Prepares Its “Nuclear Option” In Trade War

      Oilprice.com - By Simon Watkins schrieb:

      Das dritte der größten noch nicht abgeschlossenen Projekte Chinas im Iran war der Bau des Ölexportterminals Jask, das - vor allem in der aktuellen Sicherheitslage - nicht in der Straße von Hormuz oder gar im Persischen Golf, sondern im Golf von Oman liegt. Schon vor den neuen US-Sanktionen war das Exportterminal Kharg nicht ideal für die Nutzung durch Tanker, da die Enge der Straße von Hormuz bedeutet, dass sie sehr langsam durch sie hindurchgehen müssen. Angesichts der neuen Sanktionen und der regelmäßigen Beschlagnahmungen von Tanklastzügen hätte China kaum eine andere Wahl, als zumindest ein paar seiner eigenen Kriegsschiffe in den Golf zu bringen, um ihre Durchfahrt zu sichern oder den Kauf iranischen Öls ganz einzustellen, was Peking nicht besonders will.

      So wird nach den Plänen eine etwa 2 Milliarden US-Dollar lange Ölpipeline Guriyeh im Shoaybiyeh-ye Gharbi Rural District, in der Provinz Khuzestan (Südwest-Iran), mit Jask County, in der Provinz Hormozgan (Südiran), verbinden, wobei alle erforderlichen Finanzmittel, die über die Bereitstellung des Iran aus China hinausgehen, bereitgestellt werden. Ebenfalls in Jask zu bauen sind zunächst 20 Lagertanks, die jeweils 500.000 Barrel Öl lagern können, und zugehörige Schifffahrtseinrichtungen für rund 200 Millionen US-Dollar. Insgesamt soll Jask über die Kapazität verfügen, bis zu 30 Millionen Barrel zu lagern und eine Million Barrel pro Tag Rohöl zu exportieren. Es gibt weitere Pläne, auch in Jask einen großen Petrochemie- und Raffineriekomplex zu bauen, wobei der Hauptmarkt für hergestellte Petchems - darunter Benzin, Gasöl, Flugturbinenkraftstoff, Schwefel, Butadien, Ethylen und Propylen sowie Monoethylenglykol - wieder China ist. Laut einer aktuellen Stellungnahme des Leiters der Projekte der iranischen National Petrochemical Company, Ali Mohammad Bossaqzadeh, würde das Projekt von der Bakhtar Petrochemicals Holding gebaut und betrieben, obwohl "andere ausländische Unternehmen" teilnehmen könnten. Tatsächlich hat China laut der iranischen Quelle auch angeboten, so viele Ingenieure und andere Fachleute, die für ein solches Projekt benötigt werden, so lange wie nötig in den Iran zu schicken.

      In Anbetracht der Hebelwirkung, die es gegenüber dem Iran als einem der wenigen Länder hatte, das noch bereit ist, sich inmitten immer energischer verhängter Sanktionen an der Entwicklung seiner Felder zu beteiligen, hat China nach Deal-Süßungsmitteln aus dem Iran gesucht und diese erhalten. Damit China seine Entwicklung von SP11 reaktivieren kann, erhält es für neun Jahre einen Rabatt von 17,25 Prozent auf den Wert des gesamten gewonnenen Gases. "Dies ist der Wert des Gases, wie er auf die Kosten-Rückgabe-Formel von CNPC im Vergleich zur Open Market Bewertung angewendet wird, und derzeit beträgt der Nettobarwert des Standorts 116 Milliarden US-Dollar", sagte die iranische Quelle OilPrice.com. China seinerseits hat sich bereit erklärt, die Produktion aus seinen Ölfeldern im westlichen Karoun-Gebiet - einschließlich Nord-Azadegan und Yadavaran - bis Ende 2020 um weitere 500.000 bpd zu erhöhen. Dies entspricht dem Plan des Iran, die Erholungsrate aus diesen West Karoun-Feldern, die er mit dem Irak teilt, von derzeit 5 Prozent (im Vergleich zu 50 Prozent in Saudi-Arabien) zu erhöhen. "Für jede einprozentige Erhöhung würde die Zahl der förderbaren Reserven um 670 Millionen Barrel steigen, oder um rund 34 Milliarden US-Dollar an Einnahmen mit Öl, sogar um 50 US-Dollar pro Barrel", sagte die iranische Quelle.

      Sollte es bei einem dieser chinesischen Projekte im Iran weitere Impulse aus den USA geben, wird Peking sich mit voller Kraft auf die "nukleare Option" berufen, alle oder einen wesentlichen Teil seiner 1,4 Billionen US-Dollar umfassenden Beteiligung an US-Finanzministerien zu verkaufen, wobei ein großer Teil der Papiere im September auf dieser Basis verkauft werden soll. Dieses massive Halten dieser Anleihen - durch das die USA ihre Wirtschaft finanzieren und ein wichtiger Faktor sowohl für den Wert des Dollars als auch damit für die Gesundheit insbesondere US-amerikanischer internationaler Unternehmen ist - wurde von China zuvor als Verhandlungschip genutzt, insbesondere wenn es sich bedroht fühlt. Bereits 2007, kurz vor der großen Finanzkrise, gaben einige hochrangige chinesische Persönlichkeiten in verschiedenen staatlichen Think Tanks - durch die China oft seine großen geopolitischen Bedrohungen signalisiert - an, dass der groß angelegte Verkauf dieser massiven Treasury Bill-Beteiligung einen Dollarcrash, einen riesigen Anstieg der Anleiherenditen, den Zusammenbruch des Wohnungsmarktes und das Chaos an den Aktienmärkten auslösen würde.

      Übersetzt mit DeepL.com/Translator

      Vor einigen Jahren fragte man in den USA, wer China die US Anleihen abkaufen würde, und wähnte China damit in der Falle, weil die Antwort auf diese Frage "Niemand" war.

      Das Blatt hat sich entscheidend gedreht. Falls die USA wieder anfangen eigene Anleihen aufzukaufen, um die Zinsen künstlich zu senken, dann genau ist der optimale Zeitpunkt für den Verkauf der US-Anleihen. Je niedriger der Zins, um so höher stehen die Anleihen und um so größer ist der Kursgewinn für China. Das Problem war, dass man damit die eigene Währung gegen den Dollar aufwertet und seine Exporte erschwert.
      Auf der anderen Seite ist ein steigender YUAN für die Ölexporteure attraktiv und könnte vermehrt zu Ölverkäufen in Yuan führen. Die Ölexporteure mit hohen Beständen an US-Anleihen und Japan werden sich einen Dollarverfall nicht ewig ansehen und ebenfalls US-Anleihen verkaufen. Der einzige Käufer wird die FED sein, die in mindestens gleicher Höhe Moneyprinting machen muss. Die Inflation wird in den USA sehr stark anziehen und die überschuldeten US-Verbraucher zum Sparen zwingen. Daraus ergibt sich eine perfekte Abwärtsspirale.

      Am besten ist es für China diese Drohkulisse möglichst lange aufrecht zu halten und die USA am Nasenring durch die Manege zu führen.

      Und das Wichtigste: Gold wird damit zum alleinigen Safe Haven! Bisher sind auch massiv Gelder in Anleihen geflossen, und Gold und Anleihen sind gemeinsam gestiegen. Das wird sich in dem Moment, in dem China beginnt seine Anleihen zu verkaufen schlagartig ändern. Der optimal Zeitpunkt für China ist, wenn die USA aus konjunkturellen Gründen massiv mit Moneyprinting beginnen müssen.


      LG Vatapitta
      Mein Archiv - mit wichtigen Beiträgen!
      Björn Höcke Kyffhäuser Treffen 2019
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      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von vatapitta ()

    • Danke für den artikel, vatapitta. Weltpolitisch beunruhigend, goldtechnisch Treibstoff.
      Meine Frage ist nun: physisch Gold mit € eher jetzt nachkaufen, während der Dollar absegelt, oder wenn er am Boden liegt?
      Eigentlich möchte ich meinen physischen Bestand nicht mehr verändern und nutze lieber die Hebelwirkung meiner Minen/Explorer. Aber nur mal als Gedankengang, auch für zB. Familie und Freunde.
    • DramaLama schrieb:

      Danke für den artikel, vatapitta. Weltpolitisch beunruhigend, goldtechnisch Treibstoff.
      Meine Frage ist nun: physisch Gold mit € eher jetzt nachkaufen, während der Dollar absegelt, oder wenn er am Boden liegt?
      Eigentlich möchte ich meinen physischen Bestand nicht mehr verändern und nutze lieber die Hebelwirkung meiner Minen/Explorer. Aber nur mal als Gedankengang, auch für zB. Familie und Freunde.
      @DramaLama, das mit dem Absegeln ist noch nicht geregelt.

      Alles andere hängt von deinen persönlichen Verhältnissen ab.
      Wenn Du dahin gehst, wo das Big Money hingeht, bist Du auf der sicheren Seite.

      Du musst für deine Ausgaben liquide bleiben, damit Du nicht zum falschen Zeitpunkt verkaufen musst.
      Alle Instrumente, die bei einer Bankpleite Null Euro wert sind, solltest Du vermeiden, ebenso Schulden.
      Der europäische Bankenindex ist an seinem Tiefpunkt aus den verschiedenen Krisen der letzten Jahre.


      LG Vatapitta
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von vatapitta ()

    • "Der einzige Käufer wird die FED sein, die in mindestens gleicher Höhe Moneyprinting machen muss. Die Inflation wird in den USA sehr stark anziehen und die überschuldeten US-Verbraucher zum Sparen zwingen."

      "Du musst für deine Ausgaben liquide bleiben, damit Du nicht zum falschen Zeitpunkt verkaufen musst.
      Alle Instrumente, die bei einer Bankpleite Null Euro wert sind, solltest Du vermeiden, ebenso Schulden."

      @vatapitta, ich schließe mich @DramaLama an und muss sagen, dass sind wertvolle Infos!

      Vielen Dank [smilie_blume]

      Was ich (dich) fragen will ist: wenn die FED, egal wie viele Anleihen mit neu erschaffenen Dollars begleicht, warum hat dann nur der US-Amerikaner mit Inflation zu tun?

      (ist wichtig wegen dem 2. Zitat: Schulden vermeiden!!)
      Wer mit dem Leben spielt kommt nie zurecht,
      wer sich nicht selbst befiehlt, bleibt immer Knecht.
    • Danke, Teddy!

      ich vermute das, weil der Dollar stark gegen den Yuan abwerten dürfte, wenn immer weniger ihn zum Bezahlen ihrer Ölrechnung benötigen.

      Öl dürfte dann auch steigen und in allen Wirtschaftsräumen mit schwacher Währung die Inflation befeuern, also auch im Euroraum und in Japan. Die Rohstoffwährungen könnten weniger betroffen sein.


      Es gibt auch Prognosen, dass der Ölpreis stark fällt. - Letztlich weiß ich es nicht, weil zu viele unbekannte Faktoren sich auf das Geschehen auswirken können. Die Ölnachfrage ist in normalen Zeiten relativ konstant.

      Durch die niedrigen chinesische Preise für alle möglichen Produkte, haben wir jahrelang Stabilität (Deflation) importiert, obwohl die heimischen Preise mit immer neuen Steuern und Regeln hochgetrieben wurden.

      Das kann sich umdrehen. Dann kommen teure Importe aus China zur hausgemachten Inflation dazu.


      LG Vatapitta
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    • Moin moin,

      es gibt ein Interview von Mike Gleason mit Gordon Chang. Beide sehen die Sache natürlich komplett anders, als in Beitrag 122 beschrieben:

      "Gordon Chang: Ich bin nicht sonderlich darüber besorgt, dass China die US-amerikanischen Staatsanleihen verkaufen könnte, um uns zu schaden. Denn wir sollten im Gedächtnis behalten, dass sie maximal nur 2 Billionen Dollar an einem sehr großen und liquiden Markt besitzen; wir sollten jedoch auch darüber nachdenken, wie die Dynamik an den Märkten funktioniert. 100% unserer Schuldverschreibungen sind in Dollar angegeben. Die Chinesen nehmen also Dollar her und müssen diese dann in andere Währungen investieren, um uns zu schaden - Euro, Pfund, Yen, was auch immer.

      Das bedeutet wiederum, dass die Regierungen in Brüssel, London und Tokio an die globalen Märkte gehen müssen, um den Wert ihrer Währungen wieder nach unten zu drücken, da diese in die Höhe schnellen werden, wenn die Chinesen sie kaufen. Diese Zentralbanken müssen also ihre Währungen ins Gleichgewicht bringen und der einzige Weg, wie sie das tun können, ist es, Dollar zu kaufen. Die Chinesen sprechen seit Mitte 2008 von der nuklearen Option, würden diese jedoch niemals anwenden. Und der Grund dafür ist, die Tatsache, dass sie sich bewusst sind, dass sie scheitern würde."

      China wird natürlich niemals alles auf einmal einsetzen. Aber Nadelstiche mit einem gut getimten Verkauf von 50 Mrd. Dollar kann ich mir schon vorstellen. Trump möchte ja angeblich auch einen schwachen Dollar und Null Zinsen. Wenn dann China für 50 Mrd. $ US-Anleihen verkauft, könnten sich andere Länder mit hohen Dollareinnahmen anschließen. Mit 50 Mrd. Dollar kann China die EM-Märkte ordentlich aufmischen. Sie müssen damit keineswegs eine andere Währung kaufen. Diese Möglichkeit wird in dem Beitrag von Gleason/Chang verschwiegen.

      US-Bonds sind in diesem Umfeld kein Safe Haven mehr!

      Man darf getrost davon ausgehen, dass beide Seiten zum Teil falsche Wirtschaftsdaten veröffentlichen.
      Die Demokratiebewegung In Hongkong dürfte in bewährter Weise von den USA angefacht und gesponsert werden.
      Perfektes Timing zum Handelskrieg!


      LG Vatapitta
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