Wir verwenden Cookies, um Ihnen eine optimale Funktion der Webseite zu ermöglichen. Wenn Sie weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr erfahren
In Ihrem Webbrowser ist JavaScript deaktiviert. Um alle Funktionen dieser Website nutzen zu können, muss JavaScript aktiviert sein.
Geldsystem(e) und Banken - Seite 5 - Tagesgespräch zu Börse und Wirtschaft - Goldseiten-Forum.com | Das Diskussionsboard für Edelmetalle & Rohstoffe

Geldsystem(e) und Banken

    Wir verwenden Cookies, um Ihnen eine optimale Funktion der Webseite zu ermöglichen. Wenn Sie weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr erfahren

    • Hi Nicco,

      Das wird sich m.E. nie verhindern lassen. Und war bisher auch noch nie anders. Dass die Banken gerettet werden mussten liegt ganz pragmatisch betrachtet ja daran, dass zu viele Schuldner ihre Schulden nicht mehr bedienen konnten und sich in den Bilanzen zu viele "faule Kredite" auftürmten. Da kann man das schlechte Risikomanagement oder besonders riskante Geschäftsmodelle (Hypo Real Estate) oder sicher auch Fehlentscheidungen (div. Landesbanken) kritisieren aber der Kern der Ausfälle sind immer die Schuldner die nicht mehr zahlen.

      Lass uns doch mal betrachten, wie die Banken gerettet wurden... das ist m.E. lehrreich:

      1. Direkte Rettungsgelder an die Bank in Form von Bürgschaften, Beteiligungen, etc (in Summe X Euro)
      2. Aufkauf diverser europäischer Staatsanleihen durch die EZB, um den Anleihezins künstlich unten zu halten (in Summe ein sehr großes Vielfaches von X Euro)

      Kostenpunkt #2 und dessen schiere Größe im Vergleich zu #1 (habe keine Zahlen zur Hand) verdeutlicht, wer hinter der ganzen Misere steckt. Primär die Staaten und ihre Regierungen in dem altbekannten Streben nach Machterhalt und den dafür über Jahrzehnte genehmigten Wohltaten für das Wahlvolk, das unbewusst seit langem über seine Verhältnisse lebt - auf Kosten irgendeiner künftigen Generation, die ganz plötzlich durch den Kollaps und Währungsreform um all ihre Ersparnisse gebracht wird.
    • ghost_god schrieb:

      Lass uns doch mal betrachten, wie die Banken gerettet wurden... das ist m.E. lehrreich:
      :hae:
      Echt mal 8o
      Wie willst Du mir jetzt wirklich mal erklären warum dieses Konstrukt "Bank" mir aktuell einen Kredit weit unterhalb der Inflationsrate geben will ???
      Also ein Geschäft machen sie damit wohl nicht...warum tun die es momentan :?:
      Money for nothing :thumbup:
      Du bist doch hier der Experte...momentan gibt es wirklich Geld für lau...oder mal hier verständlich gesagt...umsonst und echt geschenkt :hae:
      Anders ausgedrückt...Kreditgeld ist derzeit billiger als echtes 8)
      Krude :)
      Wünsche
      ...einen goldigen Tag
      Tut
      BTW: am Ende bleiben eh nur verwertbare Werte :whistling:
      "Um klar zu sehen genügt oft schon eine geringe Veränderung des Blickwinkels"
    • Hi Tut,

      Der Punkt, den Du aufgreifst, schließt an das beschriebene Dilemma aus zu wohltätigen Regierungen nahtlos an... Wenn die Staatsverschuldung ausufert und der Kapitalmarkt das Vertrauen an die Rückzahlfähigkeit des Staates verliert, steigen die Risikoaufschläge (= Zinsen, zu denen der Staat sich refinanziert) und er rutscht immer schneller in immer tiefere Schulden. Diesem Problem sah man sich bekanntlich in diversen Ländern gegenüber, insb. in Europa.

      3 Möglichkeiten für die Staaten:

      1. Man senkt seine Kosten und erhöht die Einnahmen und von den Überschüssen werden Schulden reduziert und vor allem Vertrauen in das eigene Wirtschaften am Kapitalmarkt zurück verdient. Ist unpopulär beim Wähler... weniger Sozialstaat, höhere Steuern kommen selten gut an und man wird nicht wiedergewählt.
      2. Man erklärt den Staatsbankrott und fängt neu an. Da neben ausländischen Investoren i.A. auch das eigene Volk die Staatsschulden finanziert, kommt auch das nicht gut beim Wähler an.
      3. Man senkt die Zinsen künstlich über die Notenbank(en) und hält die Zinsen über viele Jahre künstlich unter der Inflationsrate. Ergebnis: Guthaben und Schulden werden schleichend Jahr für Jahr real entwertet. Ist für die Sparer auch nicht schön, man sieht es aber nicht so abrupt wie Maßnahmen #1 und #2.


      Für #3 hat man sich bekanntlich entschieden.
    • nicco schrieb:

      ghost_god schrieb:

      Das wird sich m.E. nie verhindern lassen.
      Wie brauchen ein robustes Geldsystem.Im Sinne von Thomas Mayer
      "Wir brauchen ein 100 % gedecktes Geld
      Banken sollte die private Geldschöpfung untersagt werden."

      01:09:41 Die Reform des Geldwesens
      Nicco, das funktioniert aber auch nur solange, bis irgendeine künftige Regierung die Regeln ändert und mehr Geldschöpfung und mehr Wahlgeschenke ermöglicht. War immer so in unser Geschichte...

      Jedes auf Dauer angelegte Geldsystem wird sich irgendwann den Begehrlichkeiten die Volk und Regierung zuweilen haben, ergeben müssen.
    • ghost_god schrieb:

      3 Möglichkeiten für die Staaten:
      Nehme es mir an dieser Stelle mal nicht übel...
      mich interessieren mich an dieser Stelle nur 3 Sachen
      a) wie nutze ich persönlich diese Konstellationen aus
      b) wie komme ich persönlich rechtstaatlich und sicher besteuert damit hin
      c) bin immer offen bei kreativen Gestaltungsmöglichkeiten...ähm, gute Anwälte und Steuerberater need [smilie_blume]

      Wohltätigkeiten eines Staates ( Merkörl 4ever ) interessieren mich da doch eher weniger, sowas ist weder beständig noch ansatzweise zielführend. Fürst davor ist da doch eher anderes wichtig ...
      Haben oder nicht haben :)
      Du merkst...ich bin durchaus bescheiden ^^

      Wir könnten ein "Team" bilden und machen uns die Taschen voll... :whistling:
      Wünsche
      ...einen goldigen Tag
      Tut
      "Um klar zu sehen genügt oft schon eine geringe Veränderung des Blickwinkels"
    • ocjm schrieb:

      Laut Extra 3 heute Abend, hat die Finanzkrise den Steuerzahler bis jetzt 400.000.000.000,00 Euro gekostet, das wären laut Extra 3 je Bundesbürger Euro 9.000,00.
      Party auf Pump kostet halt bisschen.
      Demokratie ist die Diktatur der Dummen (Friedrich von Schiller)
      Das Grundprinzip der Parteien-Demokratie ist, die Bürger von der Macht fernzuhalten (Michael Winkler)
      Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, wird von ihr überrollt werden. 8o
      Wer Banken sein Geld überlässt, macht sich mitschuldig :!:
    • tut.anch.amun schrieb:

      ghost_god schrieb:

      3 Möglichkeiten für die Staaten:
      Nehme es mir an dieser Stelle mal nicht übel...mich interessieren mich an dieser Stelle nur 3 Sachen
      a) wie nutze ich persönlich diese Konstellationen aus


      Tut
      Hi Tut,

      Die Mehrheit fährt ihren Verschuldungsgrad hoch und investiert das billige Fremdkapital in höherrentierende Anlagen wie Aktien oder Immobilien oder im weiteren Sinne auch Kunst, Oldtimer oder - wenn wir Rendite nicht nur monetär sehen - auch privater Konsum.

      Das Ergebnis sehen wir ja und ist hinlänglich bekannt. Inflation in den Anlagegütern. Dass die anziehenden Preise bei Großstadtimmobilien eine Wohnungsnot verursachen und die Politik im bösen Vermieter den Schuldigen ausmacht und mit Mietpreisbremsen, Gedankenspielen zur Wiedereinführung der Grundsteuer C (um Bauen anzuregen) und staatlichem Wohnungsbau gegenzulenken versucht, ändert nichts daran, dass der Staat selbst mit seiner Zinspolitik für all das die Verantwortung trägt.

      Aber wir schweifen ab...:-)
    • Nebelparder schrieb:

      Es ist nahezu unmöglich einem Banker, noch dazu einem in einer guten Position klarzumachen, dass das Geldsystem ein einziger Betrug ist.

      Ich spreche aus eigener Erfahrung, denn ich habe selbst 13 Jahre lang für eine große Bank gearbeitet. Ich kenne sehr viele ehemalige Arbeitskollegen wie Dich und daher weiß ich wie sinnlos es ist mit Dir darüber zu diskutieren.

      @ghost_god

      Ich werde mich an obiges zukünftig halten.

      Meine Zeit ist mir zu kostbar und meine Gesundheit zu wertvoll, um mich weiter mit Deinen "Thesen" zu beschäftigen.

      Es gibt das Sprichwort, dass man den Elefant im Wohnzimmer nicht sehen kann. Ich finde das passt ganz gut.

      Nur eins noch!

      ghost_god schrieb:

      Primär die Staaten und ihre Regierungen in dem altbekannten Streben nach Machterhalt und den dafür über Jahrzehnte genehmigten Wohltaten für das Wahlvolk, das unbewusst seit langem über seine Verhältnisse lebt - auf Kosten irgendeiner künftigen Generation, die ganz plötzlich durch den Kollaps und Währungsreform um all ihre Ersparnisse gebracht wird.

      Wen genau meinst Du damit denn eigentlich?

      • Den Rentner, der im Müll wühlen muss, um z.B. an ein paar Pfandflaschen zu kommen, weil seine Rente für ein menschenwürdiges Leben nicht reicht?
      spiegel.de/wirtschaft/berlin-g…erbeschein-a-1227731.html
      • Die alleinerziehende Mutter, die sich nicht einmal vernünftige Schuhe für ihr Kind leisten kann?
      • Oder vielleicht diejenigen, die 3 Jobs machen müssen, damit sie irgendwie über die Runden kommen?


      Leben die alle über ihren Verhältnissen?

      Und ironischerweise verteidigst du genau DEN Mechanismus, der dafür verantwortlich ist, dass Geld bei der arbeitenden Bevölkerung abgesaugt wird und sich beim Kapital ansammelt. (Kapitalsammelbecken)

      Aber du wirst noch besser und setzt noch einen drauf!

      Auf niccos Einwand, dass wir ein Vollgeldsystem brauchen, erwiderst Du folgendes:

      ghost_god schrieb:

      Nicco, das funktioniert aber auch nur solange, bis irgendeine künftige Regierung die Regeln ändert und mehr Geldschöpfung und mehr Wahlgeschenke ermöglicht. War immer so in unser Geschichte...

      Jedes auf Dauer angelegte Geldsystem wird sich irgendwann den Begehrlichkeiten die Volk und Regierung zuweilen haben, ergeben müssen.
      Quintessenz daraus:

      Das jetztige Geldsystem, in dem Banken sich durch die Kreditgeldschöpfung aus dem Nichts bereichern und das zur Folge hat, dass Geld von fleißig nach reich transferiert wird, muss deshalb bleiben, weil sich bei Änderung sonst der Staat und dadurch zumindest dann auch teilweise das Volk bereichern könnte! Das darf natürlich nicht sein! Denn ich und meine Bankkollegen sind diesen nichtsnutzigen Maden, die ohnehin über ihren Verhältnissen leben, intelligenzmäßig weit überlegen und daher ist es besser, dass wir die Geldmenge kontrollieren, damit es zu keinen Fehlentwicklungen kommen kann. Na gut, also 1987, 1998 und 2008 waren eben irgendwie Pech, da konnten wir auch nichts für! :wall: :wall: :wall:

      Deine Moralvorstellungen sind echt ganz dufte! :thumbup:

      Schau Dir mal das Video mit Thomas Mayer, welches nicco eingestellt hat, vollständig an. Die ersten 20 Minuten kannst du auch weglassen, da geht es um den Werdegang von T. Mayer.
      Aktueller Commercial-Index Silber = 38,25 / Aktueller Commercial-Index Gold = 7,02

      Werte > 80 signalisieren i.d.R. einen Kauf / Werte > 90 geben i.d.R. ein klares Kaufsignal*
      Werte < 20 signalisieren i.d.R einen Verkauf / Werte < 10 geben i.d.R. ein klares Verkaufssignal*

      * laut den COT-Experten Larry Williams und Stephen Briese

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nebelparder ()

    • ghost_god schrieb:

      @Nebelparder,

      Du machst es Dir sehr leicht wenn Du auf konkrete Erwiderung zu Deinen Aussagen nicht eingehst und alle paar Postings die Pauschalaussage wiederholst, ich würde die Dinge nicht verstehen und falsche Ansätze wählen. Wenn wir sachlich diskutieren wollen, müssen wir schon gegenseitig auf die Argumente des anderen eingehen.

      Deine Aussage unten, es brauche kein Geldmengenwachstum wenn man nur auf ein Schuldgeldsystem verzichte und meine Erwiderung. Kannst Du darauf bitte eingehen und meine Fragen #1 und #2 beantworten, die die Probleme in Deinem Wunschszenario beschreiben?



      ghost_god schrieb:

      Stück für Stück…


      Nebelparder schrieb:

      Du setzt viel zu spät an! Deine Argumentation ist dann zwar richtig, aber vollkommen irrelevant!
      Die ständig wachsende Geldmenge braucht kein Mensch! Sie ist lediglich die Folge des verzinsten Schuldgeldsystems. […] Es fehlt das Geld für die Rückzahlung des Zinsanteils und damit kommt es zu Kreditausfällen. Es fehlt Geld, die Wirtschaft schrumpft.
      Gehen wir also zurück und spielen gedanklich die Situation durch, in der eine fixe Geldmenge in der Welt zirkuliert und jeder Kredit nur vergeben werden kann, wenn der Kreditgeber das entsprechende Geld dazu besitzt. Dann sind wir an Deinem Argumentationsursprung ohne Schuldgeldsystem und nach Deinen Worten bräuchte es dann keine wachsende Geldmenge.
      Zwei Probleme ergeben sich:
      1. Warum würde jemand sein Geld verleihen, wenn er für die Beurteilung der Bonität des Schuldners (Recherche = Arbeit) und das Ausfallrisiko (Risiko) nicht zumindest neutral entschädigt wird aber eigentlich über die Neutralität hinaus auch etwas davon hätte? Bereits um indifferent zu sein braucht er einen Zins. Damit es zu mehr als "außer Spesen nix gewesen" reicht, muss der Zins noch etwas höher sein. Das heist Du kommst in Deinem System auch wieder nicht ohne Zinsen aus. Woher sollen aber die Zinsen kommen, wenn die Geldmenge doch fix ist? Damit verstärkst Du das von Dir selbst kritisierte Problem, dass in der Gesamtheit nicht genug Geld für all die Zinsen und Zinseszinsen zirkuliert.
      2. Was passiert mit den Güterpreisen wenn immer mehr Güter produziert werden? Wie kommst Du auf die Idee, dass in einem solchen System fixer Geldmenge und ohne fractional reserve banking die Güterpreise nicht fallen, obwohl der fixen Geldmenge eine wachsende Gütermenge gegenübersteht? Glaubst Du allen ernstes, dass die Mengen nur deswegen arbeiten und Güter gewinnstrebend produzieren, um ihre Kredite zu bedienen? Das ist selbstverständlich falsch. Nicht alle Menschen aber viele streben in ihrem Handeln nach mehr Wohlstand für sich und ihre Familie. Also arbeiten sie, produzieren Güter und Dienstleistungen und das mehr und mehr und mehr. Willst Du dieses Streben gesetzlich unterbinden? Denn anders wirst Du die Deflation nicht aufhalten in Deinem System fixer Geldmenge - ja auch ohne Schuldgeldsystem.


      copy paste.... Bleibt wohl dabei, dass Du der sachlichen Diskussion aus dem Weg gehst?
    • Nebelparder schrieb:


      ghost_god schrieb:

      Primär die Staaten und ihre Regierungen in dem altbekannten Streben nach Machterhalt und den dafür über Jahrzehnte genehmigten Wohltaten für das Wahlvolk, das unbewusst seit langem über seine Verhältnisse lebt - auf Kosten irgendeiner künftigen Generation, die ganz plötzlich durch den Kollaps und Währungsreform um all ihre Ersparnisse gebracht wird.
      Wen genau meinst Du damit denn eigentlich?

      Den Rentner, der im Müll wühlen muss, um z.B. an ein paar Pfandflaschen zu kommen, weil seine Rente für ein menschenwürdiges Leben nicht reicht?

      Die alleinerziehende Mutter, die sich nicht einmal vernünftige Schuhe für ihr Kind leisten kann?

      Oder vielleicht diejenigen, die 3 Jobs machen müssen, damit sie irgendwie über die Runden kommen?

      Leben die alle über ihren Verhältnissen?
      Mein Zitat stammt aus dem Kontext der Staatsanleiheaufäufe durch die EZB. Die EZB finanziert damit seit Jahren Länder wie Griechenland, Italien, Spanien aber auch Frankreich, etc. nicht Deutschland. Diese genannten Länder leben seit Jahrzehnten über ihre Verhältnisse, indem Gutverdiener und Unternehmen zu gering besteuert werden, Renteneintrittsalter zu früh beginnen, Renten zu hochausfallen, etc. Sind alles schöne Umstände aber man konnte sie sich nur auf zu übertriebenen Pump leisten und brach ohne EZB Hilfe daran zusammen. Fakt.
    • ghost_god schrieb:

      copy paste.... Bleibt wohl dabei, dass Du der sachlichen Diskussion aus dem Weg gehst?

      Ich habe mindestens 3-4 mal bereits geschrieben, dass Du den Fehler machst, stets nur innerhalb des Systems zu denken.

      Auf dieser Grundlage macht eine Diskussion keinen Sinn.

      Deine Argumente gelten nur für die beschränkte Sichtweise des jetzigen Systems. Sie fallen weg, wenn man die Grundvoraussetzungen ändert.

      Und da Du nicht in der Lage bist, Dich von Deinen Vorstellungen zu verabschieden, macht es keinen Sinn zu diskutieren. Wir haben zwei komplett verschiedene Blickwinkel.

      Das habe ich bereits mehrfach geschrieben.

      Jemandem, der so tief in der Materie steckt wie Du, fällt es noch viel schwerer sich von den vorherrschenden Dogmen zu lösen als jemandem, der themenfremd ist.

      Nebelparder schrieb:


      Es ist nahezu unmöglich einem Banker, noch dazu einem in einer guten Position klarzumachen, dass das Geldsystem ein einziger Betrug ist.

      Ich spreche aus eigener Erfahrung, denn ich habe selbst 13 Jahre lang für eine große Bank gearbeitet. Ich kenne sehr viele ehemalige Arbeitskollegen wie Dich und daher weiß ich wie sinnlos es ist mit Dir darüber zu diskutieren.
      Aktueller Commercial-Index Silber = 38,25 / Aktueller Commercial-Index Gold = 7,02

      Werte > 80 signalisieren i.d.R. einen Kauf / Werte > 90 geben i.d.R. ein klares Kaufsignal*
      Werte < 20 signalisieren i.d.R einen Verkauf / Werte < 10 geben i.d.R. ein klares Verkaufssignal*

      * laut den COT-Experten Larry Williams und Stephen Briese
    • Lieber Nebelparder, ich bin exakt auf Deine Aussage eingegangen, dass man angeblich ohne Schuldgeldsystem keine stetig wachsende Geldmenge brauche und diese Notwendigkeit der Geldmengenausweitung nur am Schuldgeldsystem liege.

      Du sagtest wiederholt, ich setzte zu spät mit meiner Argumentation an und solle das Schuldgeldsystem nicht als gegeben voraussetzen.

      Ich habe Dir dann dezidiert erklärt, welche beiden Probleme entstehen, wenn wir nach Deinen Empfehlungen ohne Schuldgeldsystem und mit fixer Geldmenge leben und Dich gebeten, hierzu etwas zu sagen.

      Es ist schon etwas seltsam, dass Du Dich dieser konkreten, sachlichen Auseinandersetzung mit Deinen Aussagen entziehen möchtest, indem Du pauschal behauptest, mit mir zu diskutieren mache keinen Sinn. Mal ganz ehrlich, das ist doch Kindergarten wenn man sachlich nicht weiter weiß.

      GG
    • Also vorab ein paar Anmerkungen:

      1. Ich habe keinen konkreten Plan in der Tasche, um mal schnell das perfekte Geldsystem zu konstruieren. Ich denke das wäre auch etwas zu viel verlangt und das maße ich mir auch nicht an.
      2. Ich habe lediglich den Fehler des derzeitigen teilreservegedeckten Kreditgeldystems aufgezeigt und beschrieben, dass dieser Fehler gewollt ist und zu großen Verwerfungen und Ungerechtigkeiten führt. Da das alles schon mehrmals geschehen ist (1987, 1998, 2008) und sehr bald in noch größerem Maße wieder geschehen wird, brauchen wir darüber sicherlich nicht zu diskutieren.
      3. Ich habe aufgezeigt, dass eine private Geldschöpfung aus dem Nichts mit Aufschuldungszwang m.E. nicht legitim ist.
      4. Es ist schon erstaunlich, dass es Thomas Mayer in solch hohe Positionen bei der Deutschen Bank und Goldman Sachs sowie dem IWF geschafft hat, obwohl er die selben "Stammtisch-Parolen" verwendet wie ich. :hae:


      insbesondere ab Min. 55 (Vollgeldsystem "Chicago Plan") aber auch schon davor oder ab Std. 1:09:41 und insbesondere ab Std. 1:12:00

      ghost_god schrieb:

      Gehen wir also zurück und spielen gedanklich die Situation durch, in der eine fixe Geldmenge in der Welt zirkuliert und jeder Kredit nur vergeben werden kann, wenn der Kreditgeber das entsprechende Geld dazu besitzt. Dann sind wir an Deinem Argumentationsursprung ohne Schuldgeldsystem und nach Deinen Worten bräuchte es dann keine wachsende Geldmenge.

      Zwei Probleme ergeben sich:

      1. Warum würde jemand sein Geld verleihen, wenn er für die Beurteilung der Bonität des Schuldners (Recherche = Arbeit) und das Ausfallrisiko (Risiko) nicht zumindest neutral entschädigt wird aber eigentlich über die Neutralität hinaus auch etwas davon hätte? Bereits um indifferent zu sein braucht er einen Zins. Damit es zu mehr als "außer Spesen nix gewesen" reicht, muss der Zins noch etwas höher sein. Das heist Du kommst in Deinem System auch wieder nicht ohne Zinsen aus. Woher sollen aber die Zinsen kommen, wenn die Geldmenge doch fix ist? Damit verstärkst Du das von Dir selbst kritisierte Problem, dass in der Gesamtheit nicht genug Geld für all die Zinsen und Zinseszinsen zirkuliert.

      Jetzt zu Punkt Nr. 1.

      Hier würde ich einen ganz pragmatischen Ansatz vorschlagen.

      Wenn eine Bank/die Banken in einem Vollgeldsystem kein Geld mehr verleihen würden, da ihnen die Zinsdifferenz zwischen verliehenem Geld und angelegtem Geld der Sparer nicht mehr lukrativ genug erscheinen würde (Stichwort Boni), dann muss die Geldschöpfung in diesem neuen System eben jemand anderes betreiben.
      Was könnte hoheitlicher als die Geldschöpfung sein? Es könnte z.B. der Staat übernehmen, wobei es hier eben zu Mißbrauch seitens der Regierungen kommen könnte, wie Du es ebenfalls bereits beschrieben hattest. Daher wäre es besser, eine unabhängige Institution dafür einzusetzen, die über alles Rechenschaft abzulegen hat und die die Zinserträge der Allgemeinheit zu Gute kommen lässt oder noch besser direkt in die Konten der Bürger bucht. Schätzungen zufolge sollen jährlich allein in Deutschland 400 Mrd. Euro durch das derzeitige Schuldgeldsystem von der arbeitenden Bevölkerung abgesaugt und zum Kapital umverteilt werden. Das könnte man im Grunde genommen ja so lassen. Dann bräuchte es nicht einmal ein Vollgeldsystem. Nur darf der Empfänger eben kein privates Bankenkartell sein, sondern es müssen die sein, die es auch erwirtschaftet haben. Bei 80 Mio. Einwohnern hätte man damit ein bedingungsloses Grundeinkommen von 400 Euro mtl. geschaffen ohne einen einzigen Cent Steuern dafür aufzuwenden. Das Vollgeldsystem hätte aber den Vorteil, dass es wesentlich stabiler wäre und nicht zu den typischen Boom and Bust Zyklen kommen würde. Außerdem wäre es durch die Entschleunigung auch besser für unsere Lebensgrundlage, den Planeten. (Umwelt) Auf der anderen Seite sollte das teilgedeckte System zu mehr Innovationen und zu systembedingtem Drang zu mehr Wirtschaftsleistung führen. Ist das in einem gesättigten Markt aber überhaupt noch nötig?

      Dann gäbe es alternativ noch das hier eher verhasste Freigeldsystem nach Sylivio Gesell. (Wunder von Wörgl / Plan B Andreas Popp/Rico Albrecht) und sicherlich noch vieles mehr, wenn man einfach mal damit aufhören würde immer nur nach den Dogmen und innerhalb des derzeitigen Systems zu denken. Man kann nicht ein Problem mit den Mitteln lösen, die es verursacht haben.

      Und ganz speziell noch zu Deiner Frage:

      "Woher sollen aber die Zinsen kommen, wenn die Geldmenge doch fix ist? Damit verstärkst Du das von Dir selbst kritisierte Problem, dass in der Gesamtheit nicht genug Geld für all die Zinsen und Zinseszinsen zirkuliert."

      Ich habe nicht gesagt, dass die Geldmenge fix sein muss.

      Voraussetzung Vollgeldsystem:

      Der Zins wird bei der Geldschöpfung (bei der Vergabe eines Kredites) mit geschöpft. Die Geldmenge erhöht sich. Bei Rückzahlung des Kredits schrumpft die Geldmenge wieder um den Kreditbetrag. Den Rest, also den Zinsanteil darf die Bank für ihre Dienstleistung einbehalten. Die Bank schöpft sich bereits am Anfang ihren Ertrag (Zinsanteil), den sie aber erst zeitverzögert und kontinuierlich während der Rückzahlung des Kredits einkassiert.
      Dieses System ist ebenfalls inflationär, weil der Zinsanteil ja nicht verschwindet nach Rückzahlung. Das Ganze passt sich jedoch an die Wirtschaftsleistung an. Gute Wirtschaftslage - hohe Kreditnachfrage - stärkeres Geldmengenwachstum durch mehr Zinsschöpfung - stärkere Inflation und das Ganze auch umgekehrt. Im Unterschied dazu muss im jetztigen System die Geldmenge durch den fehlenden Zinsanteil, der nicht mitgeschöpft wurde, exponentiell durch diesen Aufschuldungszwang steigen und die Wirtschaft muss deshalb ebenfalls zwanghaft exponentiell mitwachsen. Da das nicht gut gehen kann, kommt es zwangsläufig immer wieder zum Crash. Im derzeitigen System muss sich die Wirtschaftsleistung dem systembedingten exponentiellen Geldmengenwachstum anpassen. Im Gegensatz dazu gibt es im oben skizzierten System keinen systembedingten Zwang zur Aufschuldung, die Geldmenge passt sich der Wirtschaftsleistung an, wie es auch sein sollte.
      Aktueller Commercial-Index Silber = 38,25 / Aktueller Commercial-Index Gold = 7,02

      Werte > 80 signalisieren i.d.R. einen Kauf / Werte > 90 geben i.d.R. ein klares Kaufsignal*
      Werte < 20 signalisieren i.d.R einen Verkauf / Werte < 10 geben i.d.R. ein klares Verkaufssignal*

      * laut den COT-Experten Larry Williams und Stephen Briese

      Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von Nebelparder ()

    • Das gegenwärtige Geldsystem ist ein Resultat und zugleich eine Stütze der Machtlage in dieser unserer Gesellschaft.
      Mit Macht bezeichne ich die Fähigkeit, auf den Willen anderer Einfluss zu nehmen.
      Solange die Machtlage sich nicht ändert, sind Änderungen am Geldsystem weder möglich noch zielführend.
      Nebelparder, mich würde schon interessieren, woher die Macht kommen soll, die die von Dir gewünschten Änderungen durchsetzt.

      Gruß! Fritz
    • Gebe Dir in allen Punkten vollkommen recht @fritz.

      Es ist vollkommen utopisch.

      Aber ich habe ja auch nicht geschrieben, dass das realistisch umsetzbar wäre, sondern lediglich eine Möglichkeit aufgezeigt wie es sein könnte.
      Aktueller Commercial-Index Silber = 38,25 / Aktueller Commercial-Index Gold = 7,02

      Werte > 80 signalisieren i.d.R. einen Kauf / Werte > 90 geben i.d.R. ein klares Kaufsignal*
      Werte < 20 signalisieren i.d.R einen Verkauf / Werte < 10 geben i.d.R. ein klares Verkaufssignal*

      * laut den COT-Experten Larry Williams und Stephen Briese
    • ZITAT:

      "PapierVerSprechen sind die modernen KlingelBeutel, wo du immer was nachwerfen musst,

      um zu verlieren" :D

      oder einfacher "kaufdicharm.de" :D

      Gruss
      alibaba :D
      " Wo ich willkommen bin' lass ich mich nieder ,ansonsten geh ich wieder " ;)

      " jeden Morgen steht die Lüge als erste auf ,bis die Wahrheit ausgeschlafen hat " :D

      "Ich bin für mein Textinhalt verantwortlich ,nicht für das was du verstehst" 8o