Wirtschaftskrise 2019+ und eure Berichte

  • Zu meiner Zeit hieß es mal, dass man ohne einen kräftigen Eigenkapital-Grundstock gar nicht anfangen muss zu bauen.
    Oder halt entsprechend sehr klein.


    Wobei der Wahn mit den viel zu großen Einfamilienhäusern schon Ende der 70er los ging. Da brauchte der Nachwuchs nicht nur ein eigenes Zimmer, sondern jedem Sprössling am besten noch ne eigene Einliegerwohung.


    Das Endergebnis ist, dass hier im Dorf jetzt zahlreiche Rentnerpaar oder auch Alleinstehende auf 180 Quadratmeter und mehr sitzen, und schon körperlich nicht mehr in der Lage sind, das alles halbwegs in Schuss zu halten.


    Wobei solche Häuser aus progressiver Sichtweise natürlich geradezu wie gemacht sind, für unsere neuen Gäste.

    "Ihr solltet anfangen an Geistergeschichten zu glauben.... ihr steckt mitten in einer drin"

  • Bis jetzt ist das doch alles noch Pille Palle.


    Mir persönlich ist es doch egal ob Monatsanfang oder Ende ist. Das Konto ist immer voll. Ich habe es auch noch nie überzogen. Nicht mal als ich mein Haus ohne Kredit gekauft und gebaut habe.


    [smilie_happy]


    Würden die Deutschen ihre Konten räumen, also Guthaben nahe NULL dann wäre die Giralgeldschöpfung der Banken am Ende!


    Die Giralgeldschöpfung funktioniert in der Eurozone nur noch deshalb weil noch immer zig Milliarden Euros auf den Konten und Sparbüchern der Deutschen (und Österreicher und Holländer) liegen
    und
    weil der Wert von Immobilien immer weiter nach oben geschraubt wird.


    Irgendwann hat auch das Wachstum beim Mammutbaum ein Ende und dann kracht der beim nächsten Sturm um.
    # Ähnliches wird auch in der Eurozone passieren. Das Geld wird dann wertlos sein, und dann ist es völlig egal ob man 50 Euro oder 50 Mio. Euro auf dem Konto hat. #

  • Scheiße...ich habe 280 m²....da kann ich meiner Zaubermaus ne Woche aus dem Weg gehen.


    cu DL....was meint ihr wie es die Leute so in % Jahren zerreißt wenn ihre 10 jährige Festschreibung ausläuft :wall: :wall: :wall:

    Plutonia lebe hoch und Gold ahoi

  • Größenwahn halt.
    Wir haben unser efh vor einigen Jahren nur mit KfW finanziert und der Kredit war nach 5 Jahren getilgt. Ne Bude mit 30-40-50 Jahren Abzahlung wäre mir nie in den Kopf gekommen. Als gelernter DDR Bürger gibt man halt nur das Geld aus, was man hat. Ich würde nie Urlaub, Auto, Küchenzeugs Möbel etc auf Kredit kaufen. Ok, das Auto ist ein Leasing, aber den Restwert kann ich jederzeit in au auf den Tisch legen....

    Keiner von uns kommt lebend hier raus. Also hört auf, euch wie ein Andenken zu behandeln. Esst leckeres Essen. Spaziert in der Sonne. Springt ins Meer. Sagt die Wahrheit und tragt euer Herz auf der Zunge. Seid albern. Seid freundlich. Seid komisch. Für nichts anderes ist Zeit.
    Anthony Hopkins


    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

  • von Schulden lebt das System, ohne Schulden bricht es zusammen, deswegen wird die Staatsgewalt stets dafür sorgen, dass es genug Schuldenmacher geben wird, die dann subventioniert werden. Schulden ausbuchen weil bezahlt, hieße Bilanz verkürzen.


    Aber die Staatsgewalt, bzw. die neuen Herren hinter der Staatsgewalt, werden die Schuldner besser zu nutzen wissen als die Staatsgewalt, die werden online (an die Leine) gebunden und zwar sehr sehr kurz und wehe wer muckt auf!


    Ist doch jetzt schon erkennbar!


    Die Wirtschaft in brd.land produziert derzeit vorwiegend Arbeitslose, nur wo sind die alle? Viele bei der Agentur der Staatsgewalt am vorläufig gelockerten Gängelband, viele im Beschäftigungsverhältnis mit der Staatsgewalt als Gehaltsempfänger - ja besser geht´s doch nicht!


    Diese sog. Transferleistungsempfänger werden immer (i. W. immer) dafür sorgen, dass es ihnen einigermaßen gut geht, denen ist m. a. W. Scheißegal, wie es den anderen geht.


    Dass diese kurzfristige Denke sie langfristig zu Sklaven degradiert ist erst mal noch gaaaaaaaanz weit weg!


    Doch bis es soweit ist, werden Staatsmacht und die kriminelle Vereinigung im Hinterzimmer, die mal noch kräftig pampern, dass auch ja der letzte Tropfen Blut aus dem sog. Volkskörper gepreßt wird.


  • Das muss auch alles unterhalten werden. Die Lebenskosten haben sich schon verdoppelt. Strom, Nahrung,
    Kleidung usw. Urlaub und Auto müssen aber auch noch sein. Zig-fache Grundsteuer kommt dann auch noch.


    In 10 Jahren, mit Ablauf der Zinsbindung wird er Kollege das 6- 10 fache an Zinsbelastung haben. Und wer weiß ob die Bude überhaupt noch was wert ist. Es ist unglaublich.

    Die heutige Haustechnik ist auch sau-kompliziert und wartungsintensiv. Wenn es dann in 10J keine Ersatzteile oder Spezialisten mehr gibt, ist das so wie wenn man ein Auto mit Motorschaden verkaufen will...


    Trotzdem kann es auch gut sein, daß diese Kredite weginflationiert werden wie die Staatschulden.
    Die meisten Banken sollen sowieo plattgemacht werden und wenn alle Leute schuldenfrei sind, dann kann die nächste Kredit-Hausse starten.

    It begins to make more sense if mentally, one stops thinking about Covid and Marburg as names of microbes, and start thinking of them as brand names of weapons systems (like Predator drone, Hellfire missiles or F-22 jet).


  • Trotzdem kann es auch gut sein, daß diese Kredite weginflationiert werden wie die Staatschulden.
    Die meisten Banken sollen sowieo plattgemacht werden und wenn alle Leute schuldenfrei sind, dann kann die nächste Kredit-Hausse starten.

    Das mit dem "weginflationieren" ist Wunschdenken auf höchstem Niveau. Dieses rettende Ufer werden viele nicht mehr erreichen. Der stetig sinkende Cashflow im aktuellen Marktumfeld lässt einen schon lange vorher absaufen. Die seit 2022 stark ansteigenden Insolvenzen sind bereits ein Vorgeschmack darauf was bald bei den Monatslohnabhängigen ankommen wird.

    Ich bin früher täglich zur Börse gegangen, weil ich nirgendwo auf der Welt so viele Dummköpfe pro Quadratmeter treffen kann wie dort. (Kostolany)

  • Mein Vater war früher Steuerberater. Der hätte bei sowas nur kurz angemerkt, das diese Leute bereits jetzt schon Pleite sind. Sie haben es nur noch nicht begriffen. Das ganze zählt in die Kategorie "Rote-Augen-Kredit". Davon wird es bald ganze viele geben.

    Das ist der American Way Of Life ^^



    btw.....sehe ich dies nicht so dramatisch, die Nachkriegsgeneration tritt ab, es gibt so einiges zu vererben.

    Ich bin Atheist, Gott sei Dank! ^^

  • als alter Pechvogel hatte ich 5% Zinsen festgelegt und dann gingen sie runter und als die ganz unten waren gab mir niemand mehr Kredit [smilie_happy]


    Ähnlich endet das auch mit dem Gold befürchte ich.
    Wenn´s die Leute zum verkaufen tappeln verschwinden die Goldhäuser schneller als sie eröffnet wurden .

    "Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat.

    Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen."

    (Vicco v. Bülow "Loriot")

  • - Annuitätendarlehen über die Bank: 530.000 Euro - Laufzeit 10 Jahre - Tilgung 2% - Zinssatz 0,55%

    und

    Durran...geh...ein Volltrottel der sich den Kredit schönsäuft.
    Weil unter 5 % Annuität sollte man nie antreten.

    So ist es, eigentlich war man immer safe, wenn die Annuität bei 8 % besser sogar 9 % lag.
    Wer sich das leisten kann ist in überschaubarer Zeit fertig und behält am Ende die Immobilie.
    Alle anderen, die wie hier nur 2,55 % stemmen können, sind faktisch pleite, wenn der Zins der Anschlussfinanzierung nur die 2,55 % erreicht hat, faktisch also bereits jetzt, wenn es so bleibt.


    auch Alleinstehende auf 180 Quadratmeter und mehr sitzen, und schon körperlich nicht mehr in der Lage sind, das alles halbwegs in Schuss zu halten.

    Dazu kommen dann die entsprechenden Nebenkosten !



    Das ist der American Way Of Life

    Wie war der nochmal ?
    Vom (Dahrlehens)millionär zum Tellerwäscher ?

    "Im alten Rom hat ein Senator vorgeschlagen, man sollte alle Sklaven mit einem weissen Armband versehen, um sie besser erkennen zu können. „Nein“, sagte ein weiser Senator, „Wenn sie sehen wie viele sie sind, dann gibt es einen Aufstand gegen uns.“


  • Pflegedienste geraten angesichts steigender Kosten und fehlenden Personals in Finanznot.
    Kann ich leider bestätigen.
    Ambulanter Dienst hier schließt einige Stellen oder verkauft an andere Anbieter.
    Kosten für Pflegende steigen um 300 Euro beim neuen Anbieter.
    Von wegen sicherer Job, da es genügend Kunden gibt.
    Kündigungen auf beiden Seiten.




    https://www.aerzteblatt.de/nac…r-Heime-und-Pflegedienste


    Zitat


    77 Prozent gaben demnach an, in den vergangenen drei Monaten „signifikante negative Veränderungen“ ihres Betriebsergebnisses festgestellt zu haben. 68 Prozent gaben an, dass ihre wirtschaftliche Existenz gefährdet sei. bpa-Präsident Bernd Meurer sagte der Zeitung: „Hier bahnt sich eine Katastrophe für die Gesellschaft an.“

    Alle Mitteilungen in diesem Forum sind als
    reine private Meinungsäußerung zu sehen und keinesfalls als
    Tatsachenbehauptung. Hier gilt Artikel 5 GG und besonders Absatz 3
    (Kunstfreiheit-Satire)
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    Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf.
    Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.


    Berthold Brecht

  • Ich war gerade kurz im Norma um die Ecke - riesige Lücken in den Regalen. Dabei zufällig ein Gespräch zwischen Kundin und Kassierein mitbekommen: Die haben heute, also nach dem Wochenende, ihre geplante Warenlieferung nicht gekriegt.
    Fahrermangel.

    "Ihr solltet anfangen an Geistergeschichten zu glauben.... ihr steckt mitten in einer drin"

  • @blackpearl


    das ist doch eine schöne Nachricht!
    Je mehr und schneller die Welt des Michels eskaliert, umso eher wird er zu Mistgabeln, Hammer + Sichel + Schaufel greifen um Ordnung zu schaffen.


    Ich finde solche Nachrichten KLASSE!




    leider!!!! Aber anders geht´s wohl nicht in den Hohlraum im Kopf des Michels, der eigentlich für Hirn vorgesehen ist.


    @ECU
    das mit den alleinstehenden auf 180 qm, die nicht mehr in der Lage sind, das i. O. zu halten, wird sich bald mit Fehlbelegungsabgabe und Zwangsuntervermietung erledigt haben. Ich geb dem noch max. 1 a. Dann kriegen alleinstehende Opas und Omas als erste einen bunten Betreuer zugewiesen.

    Einmal editiert, zuletzt von Kinderkram ()

  • Ich war gerade kurz im Norma um die Ecke - riesige Lücken in den Regalen. Dabei zufällig ein Gespräch zwischen Kundin und Kassierein mitbekommen: Die haben heute, also nach dem Wochenende, ihre geplante Warenlieferung nicht gekriegt.
    Fahrermangel.

    Genau so hier bei Aldi.
    Gemüse fast keine Ware.
    Obst auch wenig.
    Kühlregal auch sehr übersichtlich.
    Und das nach einem Wochenende.
    Überall Fahrermangel oder Absicht?

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  • Krypto-Krise


    Die Finanzkrise in den USA nimmt Fahrt auf, in der Industrie arbeiten immer weniger, dafür sind die Finanzdienstleister und dazu zähle ich den ganzen Krypto-Markt dazu umso wichtiger. Ich hatte immer die Vermutung das soll Unzufriedene von den Edelmetallen ablenken , da hier zu wenig Substanz aber viel Spekulation an diesen sog. Währungen anhaftet. Scheinbar erlischt auch dieses Blendfeuerwerk so allmählich.


    https://www.btc-echo.de/podcas…-den-krypto-markt-160593/
    Silvergate war die Schlüsselbank der meisten Krypto-Börsen in den USA, ihre zentrale Brücke zum Fiat-System. Nun gerät sie ins Wanken und sorgt damit für große Unsicherheit am Markt. US-Behörden werfen der kryptofreundlichen Bank u.a. Betrug und Geldwäsche vor – auch in Verbindung mit FTX. Die Folge: ein massiver Vertrauensverlust und Kursabsturz der Aktie. Ehemalige Geschäftspartner wie Coinbase, Gemini und Co. wenden sich ab.
    All dies geschieht unter dem Vorzeichen eines großen Krypto-Crackdowns in den USA,. Die SEC will Krypto vom Fiat-System abschneiden, so das Narrativ.

    „Erst gewahrten wir vergnüglich Wilden Wesens irren Lauf;

    Unerwartet, unverzüglich trat ein neuer Kaiser auf.

    Und auf den vorgeschriebnen Bahnen zieht die Menge durch die Flur;

    Den entrollten Lügenfahnen folgen alle. – Schafsnatur! " :wall: [smilie_happy]

    (Geh. Rath v. Goethe)


  • Womöglich kommt ihm gar nicht in den Sinn etwas abzubezahlen... solange Kredite rollen, bis man tot ist...
    Irgendwann als Rentner wird das aber natürlich nicht mehr klappen...


    Grundsätzlich sollte aber das Problem nicht erst 2030 kommen - sondern schon viel viel eher.


    Theoretisch - in der Praxis haben wir aber eine Flut mit Flüchtlingen - das sorgt für knappen Markt.
    Als wäre das Absicht...

    🤮 🤡 💩 🡄 Die 3 meistvermissten Emojis zum Kopieren

  • Neuer Beitrag von Gail Tverberg, Auszug:



    Wenn die Wirtschaft durch zu wenig Energie gequetscht wird - Gail Tverberg


    Die meisten Menschen haben eine einfache, aber falsche Vorstellung davon, wie die Weltwirtschaft darauf reagieren wird, dass "nicht genug Energie für alle da ist". Sie erwarten, dass die Ölpreise steigen werden. Mit diesen höheren Preisen werden die Produzenten in der Lage sein, mehr fossile Brennstoffe zu fördern, so dass das System weitergehen kann wie bisher. Sie glauben auch, dass Windturbinen, Sonnenkollektoren und andere so genannte erneuerbare Energien mit diesen fossilen Brennstoffen hergestellt werden können, wodurch sich die Lebensdauer des Systems vielleicht weiter verlängert.


    Was dabei oft übersehen wird, ist die Tatsache, dass es sich bei der Weltwirtschaft um ein physikalisch begründetes, sich selbst organisierendes System handelt. Solche Volkswirtschaften wachsen viele Jahre lang, aber letztendlich brechen sie zusammen. Das zugrundeliegende Problem besteht darin, dass die Bevölkerung im Verhältnis zu den Energievorräten, die zur Versorgung der Bevölkerung notwendig sind, zu schnell wächst. Die Geschichte zeigt, dass solche Zusammenbrüche über einen Zeitraum von Jahren stattfinden. Die Frage ist nun: Was geschieht mit einer Wirtschaft, die sich auf dem Weg zum völligen Zusammenbruch befindet?


    Einer der wichtigsten Verwendungszwecke für Energie aus fossilen Brennstoffen besteht darin, die Komplexität des Systems zu erhöhen. Straßen, Stromübertragungsleitungen und Fernhandel sind beispielsweise Formen der Komplexität, die der Wirtschaft durch fossile Brennstoffe hinzugefügt werden können.


    [Blockierte Grafik: https://i0.wp.com/ourfiniteworld.com/wp-content/uploads/2023/03/More-Complexity-More-Energy-Consumption-2.png?resize=1024%2C714&ssl=1]


    Abbildung 1. Chart des Autors, der darauf hinweist, dass Energieverbrauch und Komplexität komplementär sind. Sie wirken in unterschiedliche Richtungen. Die Komplexität selbst erfordert einen Energieverbrauch, der jedoch schwer zu messen ist.


    Wenn die Pro-Kopf-Energie sinkt, wird es immer schwieriger, die aufgebaute Komplexität aufrechtzuerhalten. Es wird zu teuer, Straßen ordnungsgemäß instand zu halten, die Stromversorgung wird immer unregelmäßiger, und der Handel wird eingeschränkt. Lange Wartezeiten für Ersatzteile werden zur Regel. Diese kleinen Probleme bauen aufeinander auf und werden zu größeren Problemen. Schließlich beginnen große Teile der Weltwirtschaft vollständig zu versagen.


    Bei der Vorhersage ständig steigender Energiepreise wird übersehen, dass die Marktpreise für fossile Brennstoffe sowohl die Ölproduzenten als auch die Verbraucher berücksichtigen. Aus der Sicht der Produzenten muss der Ölpreis hoch genug sein, damit neue Ölfelder rentabel erschlossen werden können. Aus der Sicht der Verbraucher muss der Ölpreis so niedrig sein, dass Lebensmittel und andere Waren, die unter Verwendung von Ölprodukten hergestellt werden, erschwinglich sind. In der Praxis neigen die Ölpreise dazu, zu steigen, zu fallen und wieder zu steigen. Im Durchschnitt stellen sie weder die Ölproduzenten noch die Verbraucher zufrieden. Diese Dynamik drückt die Wirtschaft tendenziell nach unten.


    Mit dem Rückgang der Pro-Kopf-Energie aus fossilen Brennstoffen ergeben sich auch viele andere Veränderungen. Wenn nicht genügend Energieprodukte zur Verfügung stehen, nehmen die Konflikte zu. Das Wirtschaftswachstum verlangsamt sich und geht in eine wirtschaftliche Schrumpfung über, was zu enormen Belastungen für das Finanzsystem führt. In diesem Beitrag werde ich versuchen, einige der damit verbundenen Probleme zu erklären.


    [1] Was ist Komplexität?


    Komplexität ist alles, was dem gesamten Wirtschaftssystem Struktur oder Organisation verleiht. Dazu gehört jede Form von Regierung oder Gesetzen. Das Bildungssystem ist ein Teil der Komplexität. Der internationale Handel ist Teil der Komplexität. Das Finanzsystem mit seinem Geld und seinen Schulden ist ein Teil der Komplexität. Das elektrische System mit all seinen Übertragungsanforderungen ist Teil der Komplexität. Straßen, Eisenbahnen und Pipelines sind Teil der Komplexität. Das Internetsystem und der Cloud-Speicher sind Teil der Komplexität.


    Windturbinen und Sonnenkollektoren sind nur aufgrund der Komplexität und der Verfügbarkeit von fossilen Brennstoffen möglich. Speichersysteme für Strom, Lebensmittel und fossile Brennstoffe sind alle Teil der Komplexität.


    Mit all dieser Komplexität und der Energie, die zur Unterstützung der Komplexität benötigt wird, ist die Wirtschaft ganz anders strukturiert als ohne fossile Brennstoffe. Ohne fossile Brennstoffe würde zum Beispiel ein hoher Prozentsatz der Arbeitnehmer von der Subsistenzlandwirtschaft leben. Die Komplexität in Verbindung mit fossilen Brennstoffen ermöglicht die große Bandbreite an Berufen, die es heute gibt.


    [2] Die große Gefahr bei sinkendem Pro-Kopf-Energieverbrauch ist, dass die Wirtschaft an Komplexität verliert. Tatsächlich gibt es einige Hinweise darauf, dass der Verlust an Komplexität bereits begonnen hat.


    In meinem letzten Beitrag erwähnte ich, dass Professor Joseph Tainter, Autor des Buches "Der Zusammenbruch komplexer Gesellschaften" sagt, dass bei unzureichender Energieversorgung das daraus resultierende Wirtschaftssystem vereinfacht werden muss - mit anderen Worten, einen Teil seiner Komplexität verlieren wird. Tatsächlich können wir sehen, dass dieser Verlust an Komplexität bereits während der Großen Rezession 2008-2009 einsetzte.


    Die Welt befand sich zwischen 2007 und 2019 auf einem Plateau des Pro-Kopf-Verbrauchs an fossilen Energieträgern. Jetzt scheint er Gefahr zu laufen, unter dieses Niveau zu fallen. Er fiel im Jahr 2020 und erholte sich nur teilweise im Jahr 2021. Als er sich 2022 weiter erholen wollte, stieß er an hohe Preisgrenzen, wodurch die Nachfrage zurückging.


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    Abbildung 2. Pro-Kopf-Verbrauch an fossilen Brennstoffen auf der Grundlage von Daten aus dem Statistical Review of World Energy 2022 von BP.


    In den Jahren 2008-2009, als die Wirtschaft von der Großen Rezession betroffen war, kam es zu einem starken Einbruch des Pro-Kopf-Energieverbrauchs. Ein Vergleich von Abbildung 2 und Abbildung 3 zeigt, dass der starke Rückgang des Energieverbrauchs mit einem starken Rückgang des Handels in Prozent des BIP einhergeht. Tatsächlich hat der Rückgang des Handels nach der Rezession 2008-2009 nie wieder das frühere Niveau erreicht.


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    Abbildung 3. Handel in Prozent des weltweiten BIP, basierend auf Daten der Weltbank.


    Eine andere Art von Komplexitätsverlust ist der Rückgang der Zahl der Hochschulstudenten in jüngster Zeit. Zwischen 1950 und 2010 stieg die Zahl der Studenten rapide an, so dass der rückläufige Trend eine deutliche Verschiebung darstellt.


    [Blockierte Grafik: https://i0.wp.com/ourfiniteworld.com/wp-content/uploads/2023/01/US-undergraduate-part-time-full-time-enrollment-since-2009.png?resize=1024%2C613&ssl=1]


    Abbildung 4. Gesamtzahl der US-amerikanischen Vollzeit- und Teilzeitstudenten an Hochschulen und Universitäten, nach Angaben des National Center for Education Statistics.


    Die Abschaltungen im Jahr 2020 führten zu weiteren Verschiebungen hin zu weniger Komplexität. Unterbrochene Versorgungsleitungen wurden immer mehr zu einem Problem. Leere Regale in den Geschäften wurden zur Regel, ebenso wie lange Wartezeiten auf neu bestellte Geräte und Ersatzteile für Autos. Die Menschen kauften nicht mehr so viele schicke Kleider. Einzelhandelsgeschäfte schnitten finanziell weniger gut ab. Persönliche Treffen wurden weniger populär.


    Wir wissen, dass in der Vergangenheit Volkswirtschaften, die zusammengebrochen sind, an Komplexität verloren haben. In einigen Fällen sanken die Steuereinnahmen so weit, dass die Regierungen ihre Programme nicht mehr aufrechterhalten konnten. Die Bürger waren sehr unzufrieden mit den unzureichenden staatlichen Dienstleistungen und stürzten das Regierungssystem.


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  • Was wäre, wenn es darum ginge, den "Fed Put" zu beenden? - Charles H. Smith


    Entscheiden Sie sich für eines, und nur für eines: einen Aktienmarkt, der sich aufbläht und in einer endlosen Reihe von immer zerstörerischeren Blasen zerplatzt, oder eine Realwirtschaft, die nicht mehr von den Motoren der Vermögensungleichheit und des Spekulationswahns beherrscht wird.


    Der "Fed Put" - die implizite Politik der Federal Reserve, den Aktienmarkt zu retten, sobald er in Ohnmacht fällt, indem sie eine Flut von monetären Anreizen freisetzt - wird jetzt als eine Garantie akzeptiert, die der finanziellen Schwerkraft nicht unähnlich ist. Ungeachtet des Gezeters der Fed-Beamten "weiß jeder", dass die Fed im Falle einer Ohnmacht des Marktes schnell "umschwenken" wird, indem sie die Zinssätze senkt und die Liquidität mittels quantitativer Lockerung (QE) erhöht.


    Erinnern Sie sich an die Definition von Überschussliquidität: die Differenz zwischen realem Geldmengenwachstum und Wirtschaftswachstum. Die Fed schöpft die überschüssige Liquidität nicht, um das Wachstum der Realwirtschaft zu fördern, sondern um neues Geld in den Aktienmarkt und andere Risikoanlagen zu pumpen.


    Die einzig mögliche Folge von "The Fed Put" ist eine Kredit-/Vermögensblase, weshalb wir derzeit die dritte monumentale Spekulationsblase dieser Art in 23 Jahren erleben.


    Der "Fed Put" ist der logische Endpunkt des Neoliberalismus, der die "Märkte" (und damit die Finanzen) in den Mittelpunkt der Realwirtschaft stellt. Die neoliberale Fantasie geht davon aus, dass die "Märkte" alle Probleme durch die Magie der "unsichtbaren Hand" lösen, so dass alles den Drehungen der "Märkte" unterworfen wird.


    Der zweite Teil der Fantasie besteht darin, dass "Märkte" sich selbst regulieren, was bedeutet, dass es keiner moralischen Ordnung oder staatlicher Regulierungen bedarf; die Magie der Märkte beinhaltet eine gottgleiche Fähigkeit, ihre eigenen Motivationen zu beschränken, d.h. Gier und Ausbeutung, um die Gewinne mit allen Mitteln zu maximieren.


    Wie sich immer wieder gezeigt hat, ist jedes Mittel recht: Betrug, Unterschlagung, Amtsmissbrauch, Wettbewerbszerstörung durch Kartelle und Monopole und so weiter. (Schauen Sie sich an, wie perfekt sich die unregulierten Krypto-Märkte selbst reguliert haben. Es ist ein Wunder, eine solche Perfektion zu sehen, nicht wahr?)


    Der Neoliberalismus ignoriert bequemerweise Adam Smiths Einsicht, dass Märkte eine strenge moralische Ordnung benötigen, um nicht in wilde Ausbeutung zu kippen. Die neoliberale Fantasie besagt, dass "Märkte" keine stinkende moralische Ordnung brauchen, dass Gier und Gewinnmaximierung mit allen Mitteln ihre eigene selbstregulierende Struktur wie von Zauberhand erzeugen.


    Lassen Sie diejenigen, die beim FTX-Debakel ein Vermögen verloren haben, erklären, wie perfekt diese Magie in der realen Welt funktioniert.


    Die Fed hat die Rolle des Retters der Aktienmärkte übernommen, um ihre Vorherrschaft über die Realwirtschaft zu zementieren. Die Apologeten der Fed behaupten, die Gängelung des Aktienmarktes fördere den "Wohlstandseffekt", bei dem die fetteren Aktienbewertungen die Wohlhabenden dazu ermutigen, mehr auszugeben und mehr Kredite aufzunehmen, als sie es sonst getan hätten.


    Diese fröhliche Geschichte übersieht die Tatsache, dass der angestachelte Aktienmarkt die Vermögensungleichheit enorm vergrößert und die ohnehin schon Reichen noch viel, viel reicher macht, während all diejenigen, die keine großen Anteile an Aktien besitzen oder besitzen konnten, im Sumpf der Realwirtschaft versinken, wo der Anteil der Arbeit an der Wirtschaft gesunken ist, während der Anteil des Kapitals in die Höhe geschossen ist.


    Die Unterwerfung der Realwirtschaft unter die allmächtigen Märkte und das Finanzwesen hat die Wirtschaft und die Gesellschaft destabilisiert. Die Vormachtstellung der Märkte hat zu einer endlosen Reihe von Kreditblasen geführt, von denen jede einzelne die Ungleichheit des Reichtums vergrößert (siehe Grafik des Reichtums der obersten 1 % unten), während sie die Realwirtschaft zerstören, wenn sie unweigerlich platzen.


    [Blockierte Grafik: https://www.oftwominds.com/photos2023/wealth-top1-2-23a.png]


    Die Erhebung der Märkte und des Finanzwesens zur Vorherrschaft war ein reines Vergnügen, bis ein Teil der Beute zu einem ungünstigen Zeitpunkt in die Weltwirtschaft durchsickerte, als angebots- und geopolitische Zwänge aus einem jahrzehntelangen Dornröschenschlaf erwachten und eine deflationäre Hyper-Globalisierung/Hyper-Finanzialisierung in eine inflationäre Ära des aus den Fugen geratenen, destabilisierenden finanziellen Exzesses verwandelten.


    Mit anderen Worten: "The Fed Put" hat die Realwirtschaft völlig verzerrt, und diese strukturellen Verzerrungen tragen nun die bitteren Früchte der wahnhaften Umarmung neoliberaler Fantasien durch die Fed.


    Nur wenige, wenn überhaupt, scheinen zu glauben, dass die Fed das zerstörerische Potenzial ihres Wahns erkannt haben könnte. Nur wenige, wenn überhaupt, denken über die Möglichkeit nach, dass die ganze Übung der "Inflationsbekämpfung" auch eine Hintertür ist, um den "Fed-Put" zu beenden, ohne dabei eine Massenhysterie bei all jenen auszulösen, die darauf wetten, dass die Fed "umschwenkt", um den Aktienmarkt ein weiteres Mal vor seinen Exzessen zu retten.


    Wenn wir zwischen den Zeilen lesen, ist die Aufgabe des "Fed Put" bereits deutlich erkennbar. Kein Fed-Vertreter wird ausdrücklich sagen, dass "wir den Aktienmarkt nicht mehr jedes Mal retten werden, wenn er in Ohnmacht fällt". Das würde den Markt zum Einsturz bringen, da jeder Anleger, der sich auf die Fed verlassen hat, in Panik gerät.


    Die implizite Politik der Fed besteht darin, all die wahren Gläubigen des "Fed-Put" zu Sackträgern werden zu lassen, die die Aktien bis hinunter zu einer "Fed-Put-losen" Realität halten. Die Fed wird weiterhin Erklärungen darüber abgeben, dass sie dies und jenes "unterstützt", und es kann gut sein, dass sie mit der Anhebung der Zinssätze "pausiert" und eine vorübergehende Euphorie auslöst. Aber sie wird die Zinsen nicht wieder auf Null senken oder ihre Bilanz um weitere 4 Billionen Dollar aufstocken, nur damit der überbewertete Aktienmarkt weiter überbewertet bleibt.


    Während sich die Spekulanten auf die Zerstörung der Aktienmarktbewertungen konzentrieren, übersehen sie die Zerstörung der Realwirtschaft, die durch den "Fed Put" verursacht wird. Entscheiden Sie sich für eines, und nur für eines: einen Aktienmarkt, der sich aufbläht und in einer endlosen Reihe von immer zerstörerischeren Blasen platzt, oder eine Realwirtschaft, die nicht länger den Motoren der Vermögensungleichheit und des Spekulationswahns unterworfen ist.


    In den letzten 25 Jahren hat die Fed den Aktienmarkt und die Realwirtschaft miteinander vermengt. Diese Fantasie ist nicht mehr finanzierbar. Entweder widmet sich die Fed der Unterstützung der Realwirtschaft oder sie beschleunigt den Untergang der Realwirtschaft, indem sie immer mehr zerstörerische Spekulationsblasen in Gang setzt. Sie kann nicht mehr beides tun, und indem sie der Realwirtschaft den Vorzug vor dem Aktienmarkt gibt, trifft sie endlich eine weise Entscheidung.


    Vielleicht bietet die "Inflationsbekämpfung" den dringend benötigten Schutz für das ultimative Ziel, den "Fed Put" zu beenden.


    Dass die Fed die Realwirtschaft dem Aktienmarkt vorgezogen hat, ist natürlich "unmöglich", so wie auch die Inflation "unmöglich" war. Was möglich und was unmöglich ist, kann sich in den kommenden Jahren durchaus dramatisch ändern.


    Bitte beachten Sie, dass niemand "am Markt" sein muss. Es gibt viele Möglichkeiten, in sich selbst zu investieren, ohne eine einzige Aktie (oder eine Zero-Day-Option bis zum Verfall) zu besitzen. Dies ist der Weg der Eigenverantwortung.


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    [Blockierte Grafik: https://www.oftwominds.com/photos2023/SPX13-23a.png]


    https://www.oftwominds.com/blogmar23/Fed-put3-23.html

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