Informationen über Öl

  • Bei BP und Shell halten die britischen Pensionsfonds große Anteile. Die sind auf die Dividenden angewiesen und nutzen ihren Einfluss dahingehend. Die Unternehmen müssen dann sehen, wie sie damit zurecht kommen.


    Shell hatte in der letzten Ölkrise, massiv Ausgaben (Exploration) einsparen und Assets verkaufen müssen.


    Langfristig funktioniert das nicht.



    LG Vatapitta

  • Warum der Ölpreis bald wieder unter Null fallen wird!


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Ich vermute, daß es dazu wohl nicht kommen wird. Irgendwelche externen Maßnahmen oder Geschehnisse werden dies verunmöglichen - sagt mein untrügliches :rolleyes: Bauchgefühl. Schaun wir mal!


    Ich legs mal auf Wiedervorlage 01. Juni 2020.

    Verkauft wurde: wirksam und sicher. Geliefert wurde: plötzlich und unerwartet.

  • Jetzt, wo absehbar ist, dass der Ölpreis wieder unter Null fallen könnte, werden sich schon manche gerissene Investoren Ideen einfallen lassen haben, wo sie billig Öl entsorgen können.


    Lagern geht nicht mehr, weil schon alle Lager weltweit voll sind und ist außerdem teuer.
    Also muss man das Öl irgendwie physisch verschwinden lassen.


    Wer weiß, vielleicht passieren auf den Öltankern in naher Zukunft gehäuft irgendwelche Unfälle?
    Negative Ölpreise werden jedenfalls zur Gefahr für die Umwelt.

  • Einfache Option: In den Boden zurückpumpen. Klingt trivial? Ist es auch. Unmöglich? Natürlich nicht. Ein Großteil der deutschen Erdölreserven lagert in unterirdischen (Salz-)Kavernen. Schon derartige Maßnahmen werden einen dauerhaft nahe 0 bewegenden Ölpreis verhindern.


    Interessanter als der kurzfristige Future ist m. E. n. das Verhalten der langfristigen Futures. Da die Lager derart gut gefüllt sind, hinzu kommen Öltanker, halte ich eine Backwardation beziehungweise zumindest eine starke Reduktion des derzeitigen Contangos über einen Zeitraum von 6 bis 8 Monaten für nicht einmal für ausgeschlossen, insbesondere, sobald die Möglichkeit einer zweiten Welle Eingang in die Spekulantendenke gefunden hat.

  • Shell: Dividende gekürzt, "Cash flow from operating activities" jedoch gestiegen. Kurs fällt.
    Mal sehen, wann sich der Kurs stabilisiert.


    1 QRT

  • ...
    Die Credit Suisse hat in einer Studie 6 große Ölfirmen mit Blick auf ihre Dividenden-Zahlungsfähigkeit einem Härtetest unterzogen. BÖRSE ONLINE berichtet, wie BP, Chevron, ENI, ExxonMobil, Shell und Total abschneiden.
    ...
    Laut der Credit Suisse kann von den großen Ölmultis im Jahr 2020 bei einem Brent-Ölpreis von durchschnittlich 30 Dollar pro Barrel keiner einen positiven freien Cashflow generieren. Dieses Urteil gelte selbst bei Berücksichtigung der kürzlich von vielen Unternehmen angekündigten Investitionskürzungen.


    ...


    Bei einem Ölpreis von durchschnittlich 30 Dollar/Barrel im Jahr 2020 würde BP ein relativ geringes Defizit beim freien Cashflow von rund 700 Millionen Dollar erwirtschaften, das bei einem Ölpreis von durchschnittlich 20 Dollar pro Barrel auf über 4,0 Milliarden Dollar springen würde.


    ...


    ganzer artikel:


    https://www.boerse-online.de/n…its-haertetest-1029111189




    -> wie man sieht kannibalisieren sich die westlichen oil majors für die dividende, die zukünftige produktion wird durch investitionskürzungen ebefalls "kastriert".


    bg bh

    Dies irae | Veni, vidi, Deus vicit

    Money is made in the DELTA between PERCEPTION and REALITY


    Alle Mitteilungen in diesem Forum sind als reine private Meinungsäußerung zu sehen und keinesfalls als
    Tatsachenbehauptung. Hier gilt Artikel 5 GG und besonders Absatz 3
    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

  • Von 0,47 auf 0,16 USD ist mehr als ich erwartet hätte. :whistling: Die erste Kürzung seit dem zweiten Weltkrieg, aber wir erleben momentan auch interessante Zeiten.
    Mit Zukäufen würde ich abwarten.


    saludos

    Jupp, die heilige Kuh ist geschlachtet. Übler Einschnitt... Aber nicht nur das, Aktienrückkauf ausgesetzt, Investitionen signifikant runtergefahren, und ein Ende ist nicht absehbar. Mit einem so herben Schnitt habe ich nie im Leben gerechnet, ich bin eher von Gratisaktien statt Cash ausgegangen. Ich bin heute raus, das ist mir zu heiss aktuell. Komischerweise hat BP trotz schwacher Zahlen die Dividende sogar erhöht, um das Vertrauen der Anleger nicht zu verlieren.
    Bin sehr gespannt, wie es mit Shell weitergeht. Bei interessanten Kursen, ich denke da so an ca 10-11€, würde ich mit kleinen Positionen wieder einsteigen...

    hättekönntesollte.....es ist halt wie es ist! 8)

  • BP zehrt mit seiner Dividendenpolitik seine Substanz auf. Von daher ist die Dividendenkürzung von Shell sinnvoller.
    Dass Shell jetzt fällt, könnte so gesehen auch wieder eine Einstiegsgelegenheit sein oder zumindest eine Umschichtungsgelegenhbeit von BP in Shell.


    Besser aufgestellt sind langfristig allerdings immer noch die Saudis und die Russen.
    Es wird noch lange dauern, bis Shell und BP wieder Geld verdienen und sobald sie das tun, werden sie erstmal jahrelange Investitionsvernachlässigungen nachholen müssen.

  • BP zehrt mit seiner Dividendenpolitik seine Substanz auf. Von daher ist die Dividendenkürzung von Shell sinnvoller.
    Dass Shell jetzt fällt, könnte so gesehen auch wieder eine Einstiegsgelegenheit sein oder zumindest eine Umschichtungsgelegenhbeit von BP in Shell.


    Besser aufgestellt sind langfristig allerdings immer noch die Saudis und die Russen.
    Es wird noch lange dauern, bis Shell und BP wieder Geld verdienen und sobald sie das tun, werden sie erstmal jahrelange Investitionsvernachlässigungen nachholen müssen.

    das würde ich so nicht pauschal unterschreiben wollen, da BP mit einem geringeren Ölpreis wirtschaftlich arbeiten kann als Shell. Dafür ist Shell vermutlich einen Schritt weiter, wenn es um Alternative Energien geht. Da ich aber nicht davon ausgehe, dass wir in absehbarer Zeit ohne Öl und Gas auskommen, würde ich aktuell eher auf BP setzen. Aber momentan sind Ölwerte natürlich allgemein ein heisses Pflaster...

    hättekönntesollte.....es ist halt wie es ist! 8)

  • Dafür ist Shell vermutlich einen Schritt weiter, wenn es um Alternative Energien geht

    ja, einen schritt näher am abrund. der cashflow wird negativ da der eroei absackt. sogenannte "regenerative" haben bis auf wasserkraft die schlechtesten erntefaktoren überhaupt.


    bg bh

    Dies irae | Veni, vidi, Deus vicit

    Money is made in the DELTA between PERCEPTION and REALITY


    Alle Mitteilungen in diesem Forum sind als reine private Meinungsäußerung zu sehen und keinesfalls als
    Tatsachenbehauptung. Hier gilt Artikel 5 GG und besonders Absatz 3
    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

  • Ich halt an Ölaktien fest und werde kein Stück verkaufen, - im Gegenteil, bei größeren Abschlägen kaufe ich nach.


    Mittelfristig wird der Ölpreis wieder steigen und dann kann man schöne Profite abschöpfen.

  • BP habe ich weiterhin im Depot, die werde ich auch behalten, da sie mit geringeren Ölpreisen besser zurecht kommen als Shell. Trotzdem ist der Ausblick aktuell wirklich übel, was die Nachfrageseite anbelangt.
    Im 1.Q. hat Corona ja noch gar nicht so starke Auswirkungen gehabt, der Stillstand kam erst Mitte/Ende März, das 2.Q. wird es voll erwischen, weil seitdem wirklich alles still steht. Die nächsten Zahlen werden also wohl noch schlechter. Weitere schlechte Nachrichten, Kursverluste, und Kürzungen der Dividende werden wohl folgen, vielleicht zahlt dann auch BP weniger aus.
    Und ich sehe auch im 3.Q. noch keine wirkliche Besserung. Spanien (als Beispiels-Urlaubsland) sagt, vor Ende 2020 wird der Tourismus wohl nicht hochgefahren, also keine Flieger dahin, in anderen Ländern wird es bestimmt nicht anders aussehen. Ganz zu schweigen von dem Szenario, wenn tatsächlich eine 2te oder 3te Infektionswelle kommt, und wieder alles runterfahren wird.
    Wobei sich das langfristig wieder normalisieren wird, eine Welt ohne Öl und Gas ist derzeit nicht vorstellbar. Aber bis zu alten Kursen und alter Ertragskraft der Ölwerte ist es wohl ein weiter Weg, auf dem sicher die eine oder andere Kaufgelegenheit kommt. Ich glaube nicht, dass wir aktuell das Tal der Tränen auf dem Ölmarkt schon durchschritten haben...

    hättekönntesollte.....es ist halt wie es ist! 8)

  • Ganz zu schweigen von dem Szenario, wenn tatsächlich eine 2te oder 3te Infektionswelle kommt, und wieder alles runterfahren wird.

    Auch wenn eine zweite und/oder dritte Infektionswelle kommt, glaube ich nicht, dass es einen erneuten Shutdown der westlichen Volkswirtschaften geben wird/würde.
    Man würde oder wird versuchen, unter Einbeziehung der bisherigen Erfahrungen diese Pandemiewelle bei laufender Wirtschaft zu managen, z. B. Freizügigkeit zeitnah beschränken, Masken- und Handschuhpflicht, Freizügigkeit für vorerst "freiwillig" Geimpfte oder mit Remdeszivir (o. ä.) Sonderbehandelte, Internierung von Risikogruppen, jede zweite Sitzreihe im Flugzeug freilassen o. ä. Aktionen.
    Man wird sich einen zweiten Lockdown gar nicht mehr leisten können.
    In den nächsten Monaten wird man erkennen, dass die Kosten wahrscheinlich jetzt schon gigantisch sind und weiter aus dem Ruder laufen ... Man kann froh sein, wenn man die Weltwirtschaft erstmal halbwegs wieder zum Laufen bringen kann.
    Ein neuerlicher Lockdown würde das System und die Gesellschaften komplett zerreißen. Das will man nicht.
    Daher sind Ölaktien gar nicht so schlecht, jetzt wo sie noch billig sind ... Öl ist das Blut in den Adern der Weltwirtschaft. Blut wird immer fließen.-

  • ja, einen schritt näher am abrund. der cashflow wird negativ da der eroei absackt. sogenannte "regenerative" haben bis auf wasserkraft die schlechtesten erntefaktoren überhaupt.
    bg bh

    Dafür werden staatlich garantierte Einspeisepreise gezahlt, die weit über den Marktpreisen liegen. Volkswirtschaftlich totaler Unsinn, betriebswirtschaftlich nicht unbedingt. Die alte E.ON hat über die erneuerbaren stabil verdient.


    Shell ist auch Eigner von sonnenbatterie und deren "Energie-Cloud", darüber bekommen sie detaillierte Informationen zur Energieerzeugung / nachfrage für den Regelenergiemarkt, an deren anderem Ende sie als großer Gasanbieter auch sitzen. Das alles reicht natürlich nicht, um einen Ölpreis von 20 Dollar pro Fass zu kompensieren, ich hatte aber bisher nicht den Eindruck, dass die total pennen.

    Sei Sand im Getriebe, nicht Öl.

    Einmal editiert, zuletzt von Sapnovela ()

  • @Sapnovela


    du musst ja nicht meiner meinung sein. fakt ist, die probleme bestehen aufgrund des abfallenden erntefaktors.
    fakt ist ebenfalls das regenerative, bis auf hydro hier keine positive wendung herbeiführen können.
    die subventionierung funktiert mitunter durch zwei komponenten, wovon du eine genannt hast.


    1. staatliche und private subventionierung
    wie lange wird die subventionierung noch möglich sein, sie fällt bereits deutlich ab(fallende einspeisevergütungen).
    2. schuldgeldsystem und niedrigzinsphase sorgen dafür das fallende erntefaktoren kompensiert werden konnten(siehe z.b. fracker). irgendwann ist dieses experiment zu ende, was dann?


    in direkter konsequenz, das der erntefaktor auf grundlast-ebene zu gering, herschen rekord strompreise.
    bereits jetzt leiden in deutschland hunterttausende haushalte unter energiearmut und die regierung sperrt sich sogar dem wunsch der eu, dazu mehr daten zu erfassen.


    ich setze nach wie vor auf die besten der branche(hoher erntefaktor), hierzu zählen für mich derzeit keine der wesltichen öl multis wie shell, bp, eni, total, exxon, chevron... siehe meine vorherigen beiträge über erntefaktoren und eroi/eroei bei den konzernen. es bleibt einfach dabei, je besser der eroei desto höher ist die marge.


    bg bh

    Dies irae | Veni, vidi, Deus vicit

    Money is made in the DELTA between PERCEPTION and REALITY


    Alle Mitteilungen in diesem Forum sind als reine private Meinungsäußerung zu sehen und keinesfalls als
    Tatsachenbehauptung. Hier gilt Artikel 5 GG und besonders Absatz 3
    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

  • Moin moin,


    Sputnik lässt es sich nicht nehmen die Probleme des US Energiesektors aufzuzeigen.



    "Amerikanisches Flüssiggas ist etlichen Kunden viel zu teuer. Energiekonzerne stornieren ihre Bestellungen in den USA: Den vereinbarten Kaufpreis zahlen sie zwar, verzichten aber auf die Abnahme des transatlantischen Gases.
    Als zwei spanische Energieversorger ihre Bestellung von 200 Millionen KubikmeternFlüssiggas aus den USA stornierten, hatten Analysten keine Zweifel: Das ist erst der Anfang. Jetzt verzichten auch internationale Energiegiganten – Shell, Total, BP, Enel und Uniper – auf das amerikanische Flüssiggas, das sie für Juni bestellt haben, berichtet Reuters. Inzwischen haben zehn Energieunternehmen 22 Gaslieferungen gecancelt. Die vertraglich festgelegten Preise werden die europäischen Firmen trotzdem zahlen müssen, aber von Stornierungen hält sie das nicht ab.
    Siebzehn der abgesagten Gaslieferungen wären am LNG-Terminal Cheniere verladen worden, fünf im Gas-Hafen Freeport. Die Verflüssigungsanlagen verdienen weniger am Gas selbst, sondern vor allem an der Verflüssigung als Dienstleistung. Diesen Service müssen die Kunden immer bezahlen, ob sie das Gas abnehmen oder nicht. Heute lohnt es sich für die Kunden mehr, das Gas dennoch nicht abzunehmen. ......(stark gekürzt)
    ....................................................
    ....................................................
    Die wenigsten Probleme mit dem Flüssiggas haben indes russische Firmen zu befürchten, sagen Experten. „Gazprom ist es gelungen, eine elektronische Handelsplattform zu starten, die den Spothandel erheblich flexibler macht und dadurch neue Kunden angezogen hat“, erklärt Samer Mosis, Chef-Analyst bei S&P Global Platts. Und: Das Flüssiggas von Nowatek wird in Europa „zu einem der niedrigsten LNG-Preise auf der Welt“ verkauft – rund 70 Dollar für 1000 Kubikmeter. „Russland ist zum zweitgrößten Europa-Lieferanten nach Katar aufgestiegen“, so der Marktkenner.


    In Brüssel werde es immer einen Bürokraten geben, der mehr Flüssiggas aus den USA fordern werde, so Wong. „Aber Abnehmer, Investoren und Händler lassen sich von wirtschaftlicher Ratio leiten, die sie letztlich dazu bringt, das günstige russische Gas zu nehmen.“"



    Das politisch korrekte Bestellen des US Gases führt für die genannten Firmen zu hohen Verluste.


    Frage: Das Gas aus Katar kann doch ebenfalls nur als LNG geliefert werden?
    Der geplante Pipelinebau durch Syrien findet nicht statt.



    LG Vatapitta

  • Die vertraglich festgelegten Preise werden die europäischen Firmen trotzdem zahlen müssen, aber von Stornierungen hält sie das nicht ab.

    Die Geschichte mit dem Ölfuture, der ins Minus rutschte, habe ich verstanden. Wenn es keinen Platz im Depot an der Öl-Auslieferstelle hat, kann man das Öl auch nicht in Empfang nehmen.
    Aber diese Geschichte verstehe ich nicht. Weshalb soll ein Unternehmen eine bestellte Lieferung stornieren, obwohl sie trotzdem ales bezahlen muss? Es ist ja nicht so, dass die Lager voll wären und nichts mehr angenommen werden kann.


    :hae:

Schriftgröße:  A A A A A