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Was ist mit Platin los? - Seite 35 - Platin & Palladium: Barren und Münzen zur Wertanlage - Goldseiten-Forum.com | Das Diskussionsboard für Edelmetalle & Rohstoffe

Was ist mit Platin los?

    • Auric schrieb:

      ..., glaube ich gerade nicht, dass Platin noch großes Potential nach unten hat. Ganz im Gegenteil. :rolleyes:
      Alles schon eingepreist.

      Also wenn du es denn gern konkret hättest:
      Vor einem Jahr lag der Platinpreis bei 680 Euro bzw. 780 Dollar und dahin könnte er auch ganz schnell wieder abrutschen.
      Dass der Preis noch weiter runter geht, erwarte ich unter normalen Umständen allerdings ebenfalls eher nicht!

      Auch ein Anstieg auf zirka 900 Euro bzw. 1000 Dollar ist beim volatilen Platin in absehbarer Zukunft durchaus möglich - Das gab es zuletzt Anfang 2017.

      Für einen Anstieg deutlich über dieses Niveau bräuchte es dann aber schon sehr konkrete und gute Gründe, nämlich eine neue Technologie, die so viel Platin verbraucht wie in der Vergangenheit Diesel-Katalysatoren verbunden mit einer entsprechend starken Konjunktur.
      Wenn Südafrika im Chaos versänke, sodass die dortige Minenproduktion zum Erliegen käme, wäre das ebenfalls ein Grund.

      Dass Banken auf einmal anfangen im großen Stil Silber und Platin zu kaufen, glaube ich hingegen nicht.
      Die werden sich wie eh und je auf Gold konzentrieren und nicht der Industrie, die sie mit Krediten versorgen und mit denen sie deshalb im selben Boot sitzen, die Rohstoffe wegkaufen!
    • Polierte_Platte schrieb:

      Auric schrieb:

      ..., glaube ich gerade nicht, dass Platin noch großes Potential nach unten hat. Ganz im Gegenteil. :rolleyes:
      Alles schon eingepreist.
      Also wenn du es denn gern konkret hättest:
      Vor einem Jahr lag der Platinpreis bei 680 Euro bzw. 780 Dollar ...

      Für einen Anstieg deutlich über dieses Niveau bräuchte es dann aber schon sehr konkrete und gute Gründe ...
      1. Kurzfristige Schwankungen in FIAT-Währungen interessieren mich nicht.

      2. Die Gründe werden wir nicht als erste erfahren.
    • Polierte_Platte schrieb:

      mesodor39 schrieb:

      Über 14 Tage kein Beitrag, dabei ist Platin mittlerweile nur noch 56 % so viel wert, wie Gold.
      Dass Platin im Verhältnis zu Gold seit geraumer Zeit günstiger wird, finde ich absolut plausibel und erwartbar!

      Gold ist vorrangig ein monetäres Edelmetall, dessen Wert in politisch wie wirtschaftlich unsicheren Zeiten nach oben geht - Genau so, wie wir' s grade sehen.

      Platin hingegen hat keine monetäre Funktion, sondern ist ganz vorrangig ein Industriemetall, das dann an Wert verliert, wenn es in industriellen Produktionsprozessen nicht mehr in großen Mengen benötigt wird, oder die Wirtschaft generell in die Rezession abrutscht - Genau so, wie wir' s grade sehen.

      Ich vermute, dass der Platinpreis noch ein ganzes Stück weiter in den Keller gehen wird, wenn die Rezession erst mal richtig Fahrt aufnimmt!

      Erst wenn irgendwann der nächste Wirtschaftsboom kommt und es darüber hinaus dann zusätzlich eine Schüsseltechnologie geben sollte, deren Produktion massenhaft Platin benötigt, wird das graue Metall eines fernen Tages aus seinem Dornröschenschlaf erwachen.

      Es ist allerdings durchaus möglich, dass es sehr lange dauern wird, bis diese beiden Faktoren noch einmal zusammen auftreten. Sofern es denn überhaupt noch mal vorkommt...
      Dass Platin im Verhältnis zu Gold seit geraumer Zeit günstiger wurde, fand ich absolut nicht plausibel und auch nicht erwartbar. Ursache ist der bis ins unendliche aufgebauschte Dieselskandal in Verbindung mit einer damit einhergehenden Verfemung der an sich extrem wirtschaftlichen und CO2-sparenden Diesel-Technologie zugunsten technisch völlig unausgereifter und im Hinblick auf ihre CO2-Bilanz desaströsen E-Auto-Technologie. Insofern ist das eine Art "Goldpreisdrückung" fürs Platin, nur eben mit anderen Mitteln.

      "Gold ist vorrangig ein monetäres Edelmetall, dessen Wert in politisch wie wirtschaftlich unsicheren Zeiten nach oben geht - Genau so, wie wir' s grade sehen." Gewiss. Heute ist das so. Aber auch das ist nicht in Stein gemeißelt: schaut man sich die Preise für Platin 1978-1981 an, erkennt man, dass der Platinpreis in der damaligen Krise locker mit dem Goldpreis mithalten konnte.

      "Platin hingegen hat keine monetäre Funktion, sondern ist ganz vorrangig ein Industriemetall, das dann an Wert verliert, wenn es in industriellen Produktionsprozessen nicht mehr in großen Mengen benötigt wird, oder die Wirtschaft generell in die Rezession abrutscht - Genau so, wie wir' s grade sehen." Also mit dem Wort "Rezession" kann man die sich anbahnende Situation möglicher Weise nicht beschreiben. Da kommt vielleicht eine ganze Menge mehr auf uns zu.

      "Es ist allerdings durchaus möglich, dass es sehr lange dauern wird, bis diese beiden Faktoren noch einmal zusammen auftreten. Sofern es denn überhaupt noch mal vorkommt..." In der Vergangenheit sind diese und andere Konstellationen immer wieder vorgekommen. Auch darf man nicht vergessen: in der Vergangenheit wurden Goldkäufer immer wieder durch Kursmanipulationen "bestraft".

      Und selbst, wenn nur noch die Chemische Industrie Platin als Rohstoff benötigen würde: nach ein paar Jahren wären die günstig erhältlichen, oberirdischen Bestände aufgebraucht und das Metall müsste gefördert werden.

      Was derzeit probelmatisch ist: Bei den derzeit hohen Palladium- und Rhodiumpreisen wird Platin sozusagen als Nebenprodukt mit gefördert. Solange das so ist, kann man es billiger bekommen, als seine Förderung eigentlich kosten würde. Genau so, wie das bis vor etwa 3 Jahren bei Rhodium der Fall war. Seitdem man Platinerze mit mehr Palladium- und weniger Rhodiumgehalt abbaut, ist Rhodium im Preis explodiert. Und seit der Dieselkrise ist Platin im Preis regelrecht implodiert.

      Ich gehe davon aus, dass mit Hochdruck daran geforscht wird, Rhodium zu sparen und zu ersetzen, wo dies immer möglich ist. Dasselbe dürfte auch für Palladium gelten, von dem bekannt ist, dass man es teils durch Platin ersetzen kann. Bei Platin hat man dies schon immer versucht, weil es viele Jahrzehnte teurer war, als Gold. Ich weis nicht, was die Ergebnisse der F&E-Bemühungen sein werden und ob diese Bewertungsrelationen beeinflussen. Ich weiß jedoch: Platinmetalle sind im Vergleich zu Gold extrem selten, was oberirdische Vorkommen angeht.

      Und man kann es nachlesen:
      Alle 50 bis 100 Jahre brechen die allermeisten Schuldgeldsysteme (Papiergeldsysteme / Fiat-Money-Systeme) zusammen. In Afrika und in Lateinamerika geht das alles noch viel schneller. Möglicher Weise ist es auch hier bald so weit. Wir wissen es nicht.

      Ich denke, man sollte auf einen Neustart vorbereitet sein. Ich denke aber auch, dass niedrig bewertetes Platinmetall eine gute Möglichkeit der Diversifikation auf ein alternatives Szenario ist:

      Preise steigen lassen und dabei den Goldpreis überschießen (weit überproportional steigen) lassen.
      Preise: Faktor 5 bis 10, Goldpreis: Faktor 15 bis 30
      Goldpreis zusammenbrechen lassen auf 1/4 bis 1/2 des Höchstpreises.

      Schulden sind zu 80 % bis 90 % weg, die meisten Goldeigentümer, die im Hype gekauft haben zumindest 50% bis 75 % teilenteignet. Das Gold kauft man dann in den Jahren nach dem Einbruch mit frisch gedrucktem Geld zurück.....

      Wenn jemand nun Platin zu 56 % des Goldpreises kauft und es später nach dem Goldpreiscrash und anziehender Konjunktur zu 150 % bis 200 % vom Goldpreis verkauft, hat man es doch viel besser gemacht. Wer es noch besser machen will, muss Gold sehr nahe am gehypten Höchstpreis verkaufen. Und das schafft meist nur der, der weis, wann der Hype erreicht ist, weil er selbst genau das heraufprovoziert hat...........
      Was ist an dem Begriff "Bankrott" denn nur so schwer zu verstehen?.
    • ".........nämlich eine neue Technologie, die so viel Platin verbraucht wie in der Vergangenheit Diesel-Katalysatoren verbunden......"

      Der Dieselskandal?? ist doch nur in Deutschland Thema, die Restwelt packt sich an den Kopf und fährt weiter mit Kat und Diesel auf Platinbasis.
      Genau wie der Gretel Thunfisch Scheiß....wir bauen 50 Kohlekraftwerke ab und alleine China hat 1200 neue im Bau...
      Wir zerlegen uns (besonders unsere Industrie, von der alle gut lebten) durch den tollen Gutmensch Mist zur Zeit selber und geben damit dem Rest der Welt wirtschaftlich kleinbei. Abwanderung von Industrie + Knowhow bzw. Aufkauf durchs Ausland ist vorprogrammiert.
      Deutschland hat dann fertig, Flaschen leer....alle sind zufrieden (besonders Soros und England).
      Aber Platin wird das langfristig nicht stören, da es weiter in großen Mengen weltweit gebraucht wird, für die Plastikherstellung, Gassynthese, Medizin, Weltraumtechnik, Dieselfahrzeuge usw....
      Gold wirft auch keine Strafzinsen ab! :thumbsup:

      Meine Bewertung: Knallsilber
    • Neu

      Knallsilber schrieb:

      ".........nämlich eine neue Technologie, die so viel Platin verbraucht wie in der Vergangenheit Diesel-Katalysatoren verbunden......"

      Der Dieselskandal?? ist doch nur in Deutschland Thema, die Restwelt packt sich an den Kopf und fährt weiter mit Kat und Diesel auf Platinbasis!
      Das stimmt so nicht.
      Auf allen global bedeutsamen Autoabsatzmärkten gibt es strenge umweltpolitische Vorgaben, die dem Diesel den Garaus machen.

      So ist es in China seit geraumer Zeit quasi unmöglich, eine Neuzulassung für ein Dieselfahrzeug zu bekommen:

      welt.de/motor/article121818558…ing-zum-Gluecksspiel.html

      In den USA gibt es strikte Stickoxid-Grenzwerte (NOx), die sich kaum erfüllen lassen und so eine Verbreitung deutscher Dieselfahrzeuge effektiv verhindern.

      sueddeutsche.de/wirtschaft/aut…20090101-170106-99-774648

      Und die in Deutschland gültigen Diesel-Abgasnormen sind natürlich europaweit gültig!
      Im September 2019 und Januar 2020 werden diese europäischen Stickoxid-Grenzwerte in zwei Stufen nun noch einmal erheblich verschärft.

      vda.de/de/themen/umwelt-und-klima/diesel/grenzwerte.html

      Dieselfahrzeuge werden sicher nicht von heute auf morgen verschwinden, aber in den kommenden Jahren höchstwahrscheinlich langsam aber sicher zum teuren und unbedeutenden Nischenprodukt werden, mit der Folge, dass der Platinbedarf der Autoindustrie weiter deutlich abnehmen wird.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Polierte_Platte ()

    • Neu

      mesodor39 schrieb:

      Polierte_Platte schrieb:

      mesodor39 schrieb:

      Über 14 Tage kein Beitrag, dabei ist Platin mittlerweile nur noch 56 % so viel wert, wie Gold.
      Dass Platin im Verhältnis zu Gold seit geraumer Zeit günstiger wird, finde ich absolut plausibel und erwartbar!
      Gold ist vorrangig ein monetäres Edelmetall, dessen Wert in politisch wie wirtschaftlich unsicheren Zeiten nach oben geht - Genau so, wie wir' s grade sehen.

      Platin hingegen hat keine monetäre Funktion, sondern ist ganz vorrangig ein Industriemetall, das dann an Wert verliert, wenn es in industriellen Produktionsprozessen nicht mehr in großen Mengen benötigt wird, oder die Wirtschaft generell in die Rezession abrutscht - Genau so, wie wir' s grade sehen.

      Ich vermute, dass der Platinpreis noch ein ganzes Stück weiter in den Keller gehen wird, wenn die Rezession erst mal richtig Fahrt aufnimmt!

      Erst wenn irgendwann der nächste Wirtschaftsboom kommt und es darüber hinaus dann zusätzlich eine Schüsseltechnologie geben sollte, deren Produktion massenhaft Platin benötigt, wird das graue Metall eines fernen Tages aus seinem Dornröschenschlaf erwachen.

      Es ist allerdings durchaus möglich, dass es sehr lange dauern wird, bis diese beiden Faktoren noch einmal zusammen auftreten. Sofern es denn überhaupt noch mal vorkommt...
      Dass Platin im Verhältnis zu Gold seit geraumer Zeit günstiger wurde, fand ich absolut nicht plausibel und auch nicht erwartbar. Ursache ist der bis ins unendliche aufgebauschte Dieselskandal in Verbindung mit einer damit einhergehenden Verfemung der an sich extrem wirtschaftlichen und CO2-sparenden Diesel-Technologie zugunsten technisch völlig unausgereifter und im Hinblick auf ihre CO2-Bilanz desaströsen E-Auto-Technologie. Insofern ist das eine Art "Goldpreisdrückung" fürs Platin, nur eben mit anderen Mitteln.
      "Gold ist vorrangig ein monetäres Edelmetall, dessen Wert in politisch wie wirtschaftlich unsicheren Zeiten nach oben geht - Genau so, wie wir' s grade sehen." Gewiss. Heute ist das so. Aber auch das ist nicht in Stein gemeißelt: schaut man sich die Preise für Platin 1978-1981 an, erkennt man, dass der Platinpreis in der damaligen Krise locker mit dem Goldpreis mithalten konnte.

      "Platin hingegen hat keine monetäre Funktion, sondern ist ganz vorrangig ein Industriemetall, das dann an Wert verliert, wenn es in industriellen Produktionsprozessen nicht mehr in großen Mengen benötigt wird, oder die Wirtschaft generell in die Rezession abrutscht - Genau so, wie wir' s grade sehen." Also mit dem Wort "Rezession" kann man die sich anbahnende Situation möglicher Weise nicht beschreiben. Da kommt vielleicht eine ganze Menge mehr auf uns zu.

      "Es ist allerdings durchaus möglich, dass es sehr lange dauern wird, bis diese beiden Faktoren noch einmal zusammen auftreten. Sofern es denn überhaupt noch mal vorkommt..." In der Vergangenheit sind diese und andere Konstellationen immer wieder vorgekommen. Auch darf man nicht vergessen: in der Vergangenheit wurden Goldkäufer immer wieder durch Kursmanipulationen "bestraft".

      Und selbst, wenn nur noch die Chemische Industrie Platin als Rohstoff benötigen würde: nach ein paar Jahren wären die günstig erhältlichen, oberirdischen Bestände aufgebraucht und das Metall müsste gefördert werden.

      Was derzeit probelmatisch ist: Bei den derzeit hohen Palladium- und Rhodiumpreisen wird Platin sozusagen als Nebenprodukt mit gefördert. Solange das so ist, kann man es billiger bekommen, als seine Förderung eigentlich kosten würde. Genau so, wie das bis vor etwa 3 Jahren bei Rhodium der Fall war. Seitdem man Platinerze mit mehr Palladium- und weniger Rhodiumgehalt abbaut, ist Rhodium im Preis explodiert. Und seit der Dieselkrise ist Platin im Preis regelrecht implodiert.

      Ich gehe davon aus, dass mit Hochdruck daran geforscht wird, Rhodium zu sparen und zu ersetzen, wo dies immer möglich ist. Dasselbe dürfte auch für Palladium gelten, von dem bekannt ist, dass man es teils durch Platin ersetzen kann. Bei Platin hat man dies schon immer versucht, weil es viele Jahrzehnte teurer war, als Gold. Ich weis nicht, was die Ergebnisse der F&E-Bemühungen sein werden und ob diese Bewertungsrelationen beeinflussen. Ich weiß jedoch: Platinmetalle sind im Vergleich zu Gold extrem selten, was oberirdische Vorkommen angeht.

      Und man kann es nachlesen:
      Alle 50 bis 100 Jahre brechen die allermeisten Schuldgeldsysteme (Papiergeldsysteme / Fiat-Money-Systeme) zusammen. In Afrika und in Lateinamerika geht das alles noch viel schneller. Möglicher Weise ist es auch hier bald so weit. Wir wissen es nicht.

      Ich denke, man sollte auf einen Neustart vorbereitet sein. Ich denke aber auch, dass niedrig bewertetes Platinmetall eine gute Möglichkeit der Diversifikation auf ein alternatives Szenario ist:

      Preise steigen lassen und dabei den Goldpreis überschießen (weit überproportional steigen) lassen.
      Preise: Faktor 5 bis 10, Goldpreis: Faktor 15 bis 30
      Goldpreis zusammenbrechen lassen auf 1/4 bis 1/2 des Höchstpreises.

      Schulden sind zu 80 % bis 90 % weg, die meisten Goldeigentümer, die im Hype gekauft haben zumindest 50% bis 75 % teilenteignet. Das Gold kauft man dann in den Jahren nach dem Einbruch mit frisch gedrucktem Geld zurück.....

      Wenn jemand nun Platin zu 56 % des Goldpreises kauft und es später nach dem Goldpreiscrash und anziehender Konjunktur zu 150 % bis 200 % vom Goldpreis verkauft, hat man es doch viel besser gemacht. Wer es noch besser machen will, muss Gold sehr nahe am gehypten Höchstpreis verkaufen. Und das schafft meist nur der, der weis, wann der Hype erreicht ist, weil er selbst genau das heraufprovoziert hat...........
      Ich sehe im Platin im Vergleich zu Gold ebenfalls als sehr günstig an und habe zugekauft. Ich würde sogar noch mehr Platin kaufen, kann aber schlecht einschätzen ob sich der Boden schon um die 800$/uz gebildet hat.
      Bislang wird der Marktpreis ja hauptsächlich durch die Industrienachfrage bestimmt und eine Rezession dürfte die Nachfrage sicherlich noch weiter runterschrauben. Aber wie seht ihr das , bei weiter fallendem Pt/Au Ratio werden doch sicherlich viele Pt als kostengünstige Anlagealternative zum teurer werdenden Gold entdecken und für einen Nachfrageschub sorgen ?
    • Neu

      Palatin schrieb:


      Aber wie seht ihr das , bei weiter fallendem Pt/Au Ratio werden doch sicherlich viele Pt als kostengünstige Anlagealternative zum teurer werdenden Gold entdecken und für einen Nachfrageschub sorgen ?

      Viele sicher nicht. Wenn man sich überlegt, wie viele Menschen noch immer Unmengen Geld auf Girokonten haben... wenn von denen überhaupt mal was kommt, dann in Richtung Gold. Nein Pt ist und bleibt ein Nischenthema. Ich glaube auch nicht an ein rasches Explodieren des Pt-Kurses. Gut Ding braucht Weile... Gold steigt auch erst jüngstens obwohl Minuszinsen schon seit Jahren bestehen.
    • Neu

      Sapnovela schrieb:

      Palatin schrieb:

      Aber wie seht ihr das , bei weiter fallendem Pt/Au Ratio werden doch sicherlich viele Pt als kostengünstige Anlagealternative zum teurer werdenden Gold entdecken und für einen Nachfrageschub sorgen ?
      Viele sicher nicht. Wenn man sich überlegt, wie viele Menschen noch immer Unmengen Geld auf Girokonten haben... wenn von denen überhaupt mal was kommt, dann in Richtung Gold. Nein Pt ist und bleibt ein Nischenthema. Ich glaube auch nicht an ein rasches Explodieren des Pt-Kurses. Gut Ding braucht Weile... Gold steigt auch erst jüngstens obwohl Minuszinsen schon seit Jahren bestehen.
      Pt ist und bleibt relativ zu Gold oder Silber ein Nischenthema.

      Die geringsten An- und Verkaufsspannen existieren beim physischen Goldkauf. Alles, was man nicht besitzt, zählt nicht. Gold ist am liquidesten, am schnellsten zu veräußern: Gold wird meist auch noch akzeptiert, wenn es für Papiergeld bereits nichts mehr gibt. Das vorab.

      Wer aber schon Gold besitzt und darüber hinaus viel Zeit hat, oder wen Zukunftsszenarien (Rezession technische Entwicklung) so ziemlich egal sind (weil ja doch vieles völlig anders kommt, als kluge Köpfe es erwarten) und es ohnehin tun würde, egal, was man ihn rät, der kann jetzt Platin nahe 10-Jahres-Tiefstkursen kaufen.

      Allen anderen rate ich ganz dringend Abstand zu wahren und zu halten und Nerven zu schonen. Geschenkt gibt es nichts. Ich hatte mal etwas Palladium zu 800 Euro je 100-g-Barren erwroben. Damals war Palladium "tot". Auch Rhodium hatte ich mal gekauft, die letzten Unzen zu 870 Euro. Damals war Rhodium "mausetot". Die ersten Rhodium-Unzen hatte ich zu 1250 Euro als Pulver erworben, das war für mich nun "tot" genug. Auch Ruthenium hatte ich erworben, als es "noch tot" war. Für 500 g hatte ich 1.500 Euro gezahlt. Das war in etwa so viel oder etwas weniger, wie damals eine Unze Platin gekostet hätte. Alles, was damals so "tot" war, dass sich keiner zu kaufen wagte, war im Nachhinein ein totsicheres Geschäft.

      Beim Platin hatte ich (sporadisch) angefangen, als es (inklusive alles) billiger war, als Gold. Nun ist es sogar deutlich billiger, als Gold. Ich würde Platin derzeit als "tot" bezeichnen. Mag sein, dass es irgendwann "mausetot" ist. Natürlich kann es passieren, dass Platin gefördert werden muss, weil man an das im Platinerz enthaltene Palladium oder Rhodium heran will. Wenn das lange genug so läuft, dann wird (und da muss man ganz ehrlich sein) Platin so billig, wie einst Palladium. Dann wären Unzenpreise von 600, 400 oder 200 Dollar möglich. Auch ohne Rezession. Dass es weiter runter geht, will ich nicht ausschließen. Einen Boden kann ich nicht nennen. Das ist mir auch egal, weil Kurse schwanken und man Platin zu 800 die Unze nicht wirtschaftlich fördern kann.

      Weil bei speziellen Anwendungen Palladium durch Platin substituierbar ist (ist eine reine Kostenfrage), Rhodium aber nicht substituiert werden kann (technisch nicht möglich), favoritisiere ich ein völlig anderes Szenario:

      Bereits jetzt ist erkennbar, dass Palladium ein Doppel-Top ausgebildet hat, Rhodium aber exponentiell im Preis steigt. Und das deutet eine bereits begonnene Substitution des Palladiums durch Platin an (da können sie noch so viel anderes sagen, die Fakten sind an den Preisen ablesbar). Und es untermauert die Tatsache, dass es ohne Rhodium nicht geht.

      Letztendlich läuft das auf einen sinkenden Palladiumpreis hinaus. Platin-Erz mit hohem Palladium-Gehalt kann dann nicht mehr wirtschaftlich abgebaut werden. Platin wird dennoch gefördert werden, weil die stillgelegten Minen mit hohen Rhodiumgehalten wieder geöffnet werden müssen. Nicht, um an das Platin zu gelangen, sondern wegen des Rhodiums. Je mehr Palladium durch Platin ersetzt wird, desto mehr fällt preisdrückendes Recycling-Palladium an. Der Platinpreis wird - wegen der oberirdischen Bestände - vorerst nicht anziehen.

      Hinzu kommt, das weltweit Abgasreinigungssysteme für LKW im Kommen sind. Und weil die alle auf Diesel laufen und man im außereuropäischem Ausland nichts auf den angeblich mensch gemachten Klimaschwachsinn gibt, bleibt das auch so. E-Autos sind nach wie vor eine hochgefährliche und völlig unausgereifte (Brände, Explosionen, Akku-Lebensdauern, Reichweiten) Angelegenheit, die sich kaum einer freiwillig antun wird. Bestenfalls für einen (Groß-)Stadtverkehr ist so etwas als individuelle Ergänzungskomponente des ÖPNV vertretbar.

      Anders, als Palladium hat Platin auch eine sehr wichtige industrielle Nutzung und darüber hinaus eine weiter in Entwicklung befindliche Funktion als Schmuckmetall. Speziell nun, wo es deutlich billiger ist, als Gold. Palladium und Rhodium sind aufgrund ihres Gewichtes für Schmuckzwecke nicht wertig genug.
      Was ist an dem Begriff "Bankrott" denn nur so schwer zu verstehen?.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von mesodor39 ()

    • Neu

      mesodor39 schrieb:

      Sapnovela schrieb:

      Palatin schrieb:

      Aber wie seht ihr das , bei weiter fallendem Pt/Au Ratio werden doch sicherlich viele Pt als kostengünstige Anlagealternative zum teurer werdenden Gold entdecken und für einen Nachfrageschub sorgen ?
      Viele sicher nicht. Wenn man sich überlegt, wie viele Menschen noch immer Unmengen Geld auf Girokonten haben... wenn von denen überhaupt mal was kommt, dann in Richtung Gold. Nein Pt ist und bleibt ein Nischenthema. Ich glaube auch nicht an ein rasches Explodieren des Pt-Kurses. Gut Ding braucht Weile... Gold steigt auch erst jüngstens obwohl Minuszinsen schon seit Jahren bestehen.
      ..................

      Wenn das lange genug so läuft, dann wird (und da muss man ganz ehrlich sein) Platin so billig, wie einst Palladium. Dann wären Unzenpreise von 600, 400 oder 200 Dollar möglich. Auch ohne Rezession. Dass es weiter runter geht, will ich nicht ausschließen. Einen Boden kann ich nicht nennen. Das ist mir auch egal, weil Kurse schwanken und man Platin zu 800 die Unze nicht wirtschaftlich fördern kann.


      ................



      Anders, als Palladium hat Platin auch eine sehr wichtige industrielle Nutzung und darüber hinaus eine weiter in Entwicklung befindliche Funktion als Schmuckmetall..............

      Gerade DESWEGEN ist Pt ein Kauf und wird bei unterschreiten der USD 775-750 zugekauft :thumbsup:
    • Neu

      @mesodor39

      :burka:

      Desw. schrieb ich Gut Ding will Weile haben. Platin ist eine Anlageform für Leute mit "Sitzfleisch". Mag sein, dass es noch mal tiefer geht, von den mehr oder weniger gängigen Edelmetallen ist es imho aktuell am attraktivsten.

      @museo del oro
      die 800 fand ich schon ganz passend, ob wir die 750 je erreichen? Die Zinsen sind niedrig, da konnte auch der Minenbetreiber auf die Idee kommen die Schwächephase auszusitzen und Pt schlicht im Lager lassen. Dauerhaft unter Förderkosten verkaufen macht keinen Spass..
    • Neu

      Knallsilber schrieb:

      ".........nämlich eine neue Technologie, die so viel Platin verbraucht wie in der Vergangenheit Diesel-Katalysatoren verbunden......"





      In absehbarer Zukunft wird sich entscheiden ob man auch die Abgaskatalysatoren der Benziner mit mehr Platin ausstattet. Damals schrieb die Metall-Woche (metallwoche.de/der-marktuebers…nstieg-des-rhodiumpreises) :


      PLATIN
      Das Ersetzen von Palladium durch Platin in Abgaskatalysatoren benzingetriebener Fahrzeuge ist nicht trivial, so die Automobilindustrie. Derzeit enthalten Benzin-Abgaskatalysatoren einen hohen Palladiumanteil, der hohe Palladiumpreis könnte jedoch zu einer wachsenden Verwendung von Platin führen. General Motors hat jedoch hervorgehoben, dass für eine Substitution ein 18- bis 24-monatiger Entwicklungszyklus erforderlich ist. Daher müssen die Automobilhersteller ein hohes Maß an Vertrauen haben, dass der Preisabschlag von Platin gegenüber Palladium andauern wird, bevor entsprechende Maßnahmen starten. Da sich ein signifikanter Abschlag erst in diesem Jahr herausgebildet hat, dürfte die Substitution erst Ende 2019 oder 2020 beginnen, sofern dieser Abschlag erhalten bleibt. Die Konsenspreis-Prognosen von Bloomberg für Platin und Palladium deuten auf eine Verringerung des Platinabschlags auf 32 $/oz bis Q4 2019 (ausgehend von derzeit 249 $/oz) hin, was die Hersteller von Katalysatoren abschrecken dürfte. Wenn sich der derzeitige Abschlag jedoch manifestiert, würde eine weltweite Substitution von 5% des in Benzin-Abgaskatalysatoren verwendeten Palladiums durch Platin die Platinnachfrage um etwa 300.000 Unzen (8,5 t) steigern.


      Denke das wird so kommen !
    • Neu

      PatronaLupa schrieb:

      Pt als Schmuck....schwierig...weil extrem schwer zu verarbeiten...fragt mal nen Goldschmied.

      Aber du kannst es wegen der Märchensteuer physisch eigentlich nur im Zollfreilager halten....und dann hat es jemand anderer.

      cu DL
      19 % auf einen Preis, der zu zwei Dritteln bis halb "geschenkt" ist sind doch verkraftbar?

      Ob ein leer geräumtes (und günstigstenfalls in Fiat-Geld "entschädigtes") "Zollfreilager" das auch ist?

      "und dann hat es ein anderer" ist eben gerade nicht Sinn und Zweck einer Edelmetallanlage.

      Dann kannst Du auch Minenaktien oder Optionsscheine kaufen. Oder besser gleich mit Futures handeln und sich die Welt plus 10 Prozent abnehmen lassen.

      Wer das letzte Prozent Rendite rausschinden will, der muss halt seine Rübe unters Fallbeil halten. Lange geht es gut und irgendwann fällt das Beil und die Rüben, die gerade drunter liegen sind ab. War schon immer so.
      Was ist an dem Begriff "Bankrott" denn nur so schwer zu verstehen?.
    • Neu

      Sapnovela schrieb:

      @mesodor39

      :burka:

      Desw. schrieb ich Gut Ding will Weile haben. Platin ist eine Anlageform für Leute mit "Sitzfleisch". Mag sein, dass es noch mal tiefer geht, von den mehr oder weniger gängigen Edelmetallen ist es imho aktuell am attraktivsten.

      @museo del oro
      die 800 fand ich schon ganz passend, ob wir die 750 je erreichen? Die Zinsen sind niedrig, da konnte auch der Minenbetreiber auf die Idee kommen die Schwächephase auszusitzen und Pt schlicht im Lager lassen. Dauerhaft unter Förderkosten verkaufen macht keinen Spass..

      "Platin ist eine Anlageform für Leute mit "Sitzfleisch". Mag sein, dass es noch mal tiefer geht, von den mehr oder weniger gängigen Edelmetallen ist es imho aktuell am attraktivsten."

      Das genau ist meine Einschätzung. Es ist, schaut man sich historische Bewertungsrelationen und deren Verläufe an, immer nur eine Frage des Sitzfleisches. Die tiefsten Kaufpreis und den höchsten Verkaufspreis trifft so gut wie keiner. Wer 25 Prozent oder mehr des theoretischen Maximums mitnimmt, ist bereits spitze. Baut man eine Position schrittweise auf, kommt einem der Effekt des gleitenden Durchschnittspreises zu Gute. Tauscht man ein (relativ) hoch bewertetes Metall in ein relativ tief bewertetes, so verstärken sich positive Effekte, ohne dass sich Risiken erhöhen. Tauscht man später zurück, kann es sein, dass man - ohne zusätzlichen Kapitaleinsatz und ohne zwischenzeitliches Totalverlustrisiko - seinen ursprünglichen Einstiegspreis deutlich reduziert, vielleicht sogar halbiert, gedrittelt oder geviertelt hat.

      Hinzu kommen positive Effekte aus Diversifikation. Was ist, wenn Gold, warum auch immer, mal extrem einbricht, Platin aber für neue Anwendungen gebraucht wird und förmlich explodiert?

      Es stimmt, dass Goldanleger die Zukunft nicht so genau kennen müssen.

      Sinnvoll in Edelmetall diversifizierten Anlegern können zukünftige Entwicklungen noch ein wenig mehr egal sein..... Mann muss nicht jedes Metall zu jedem Zeitpunkt halten, aber man sollte stets einen ausgewogenen Mix an Währungs- und Industriemetallen haben. Soweit meine Meinung dazu.
      Was ist an dem Begriff "Bankrott" denn nur so schwer zu verstehen?.