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Was ist mit Platin los? - Seite 38 - Platin & Palladium: Barren und Münzen zur Wertanlage - Goldseiten-Forum.com | Das Diskussionsboard für Edelmetalle & Rohstoffe

Was ist mit Platin los?

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    • Nicht zwangsläufig ;(
      (falscher Faden - sorry)
      „Es gehört zum Schwierigsten, was einem denkenden Menschen auferlegt werden kann, wissend unter Unwissenden den Ablauf eines historischen Prozesses miterleben zu müssen, dessen unausweichlichen Ausgang er längst mit Deutlichkeit kennt. Die Zeit des Irrtums der anderen, der falschen Hoffnungen, der blind begangenen Fehler wird dann sehr lang."
      Carl J. Burckhardt
    • Neo schrieb:

      Ich rechne mit dem Zusammenbruch der ganzen westlichen Welt. deagel.com/country/forecast.aspx

      Dieser hat begonnen und könnte sich innerhalb weniger Monate extrem verschärfen. Wer braucht dann Platin?
      Hallo Neo, bei Südafrika rechne ich mit dem Zusammenbruch der staatlichen Ordnung und der gesamten Infrastruktur. Die westliche Welt wird lediglich wirtschaftlich um ca 60 Jahre zurückkatapultiert , dies ist aber aus gesellschaftlichen Gründen notwendig. Der westliche Materialismus macht die Menschen dekadent und degeneriert ihre Gesellschaften, daher ist es einem Naturprinzip folgend notwendig eine "Bereinigung" durchzuführen. Man braucht sich nur "Merkel" als politische Führungsperson anzusehen und man kann es kaum glauben das die Wähler dieser Regierung (CDU-SPD) so verblendet sind, einer solchen schwachen, ideenlosen, geistlosen und unheilvollen Gestalt ihre Zukunft anzuvertrauen. Und es kann noch schlimmer kommen wenn die Grünen-Khmer mit auf den Thron gehievt werden. Zurück zu Platin:
      Gehen wir also davon aus unsere wirtschaftliche Entwicklung fällt auf das Jahr 1933 zurück ( Ich habe dieses Jahr gewählt weil für diese Zeit umfangreiches Datenmaterial vorliegt, Quelle: Die Entwicklung des deutschen Edelmetallsektors im "Dritten Reich" 1933-1945 von Ralf Banken ), selbst im Krisenjahr 1933 wurden über 3000kg Platin allein für Deutschland benötigt. Ich denke das der Bedarf bis in das Kriegsjahr 1944 exorbitant anstieg, und wohl schon ein Mangel an Platin herrschte. Lediglich aufgrund der Abgaskatalysatoren , der Anleger-ETFs und des Schmuckbedarfs ist der Bedarf an Platin heute stark gestiegen. Dieser mag dann zwar wegfallen , aber der industrielle Bedarf muß gedeckt werden , oder wir fallen in der industriellen Technik auf ein Niveau von vor 1900 zurück.
      Entweder bricht Südafrika zusammen und wir erleben eine Platin-Rohstoffkrise (ähnlich 1973 beim Erdöl ), oder die Weltwirtschaft fällt ins Tief und Südafrika bricht zusammen da sie keine Rohstoffe mehr absetzen können --> Staatsbankrott, in der Folge wird sich die Industrie ihr Platin bei uns einkaufen müssen um ihre Produktionsfähigkeit zu erhalten. Je nach Variante steigt der Preis früher oder später , aber er wird steigen, oder wir verlieren viele Errungenschaften unserer Zivilisation. Wichtig dabei ist nicht in Monaten sondern in Jahren zu denken ! Ich gehe nicht davon aus das sich die Preise innerhalb der nächsten 12 Monate vervielfachen werden, aber ich bin sicher spätestens in 12 Jahren haben wir bei Platin eine Verzehnfachung in EURO-Währung.
      Dazu kommt noch der Währungs-Wertverfall durch zuviele in Umlauf gebrachte faule EUROs und Dollars !
      Dazu kommt langfristig der Energiepreisanstieg durch Verknappung billigen Erdöls , d.h. die Herstellungskosten für Platin gehen immer weiter nach oben egal wie hoch die Nachfrage ist !
      In Jeder Unze Edelmetall und besonders bei Platin ist eine riesige Energiemenge ,die zu ihrer Herstellung nötig war, gespeichert. Allein das limitiert schon die verfügbare Menge.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Palatin ()

    • "Hallo Neo, bei Südafrika rechne ich mit dem Zusammenbruch der staatlichen Ordnung und der gesamten Infrastruktur. Die westliche Welt wird lediglich wirtschaftlich um ca 60 Jahre zurückkatapultiert "

      Hallo Palatin, da ich noch bei Sibanye dabei bin, (die aktuell nicht schlecht aussehen), frage ich mich/ bzw. dich, wann du mit dem Zusammenbruch von ZA rechnest?
      Wer mit dem Leben spielt kommt nie zurecht,
      wer sich nicht selbst befiehlt, bleibt immer Knecht.
    • Teddy schrieb:

      Hallo Palatin, da ich noch bei Sibanye dabei bin, (die aktuell nicht schlecht aussehen), frage ich mich/ bzw. dich, wann du mit dem Zusammenbruch von ZA rechnest?
      Hallo Teddy, wenn ich hellsehen könnte würde ich nicht hier schreiben, aber das dauert schon noch eine Weile, schätze mal 5-6 Jahre bis die Linken mit den Enteignungsphantasien soweit durch sind ,damit werden die Minenwerte Pennystocks. Lies mal die Berichte über die Farm-Morde an den Weißen und Landenteignungen oder den Beitrag:
      goldseiten-forum.com/thread/22…ostID=1143632#post1143632
      An und für sich laufen die SA-Minen noch gut aber die afrikanische Mentalität taugt nichts für eine moderne Volkswirtschaft, das wirst du noch sehen.
    • Teddy schrieb:

      Hallo Palatin, da ich noch bei Sibanye dabei bin, (die aktuell nicht schlecht aussehen), frage ich mich/ bzw. dich, wann du mit dem Zusammenbruch von ZA rechnest?
      Sorry, aber ich halte das für aluhutmäßig-verschwörungstheoretischen Bullshit!

      Selbst wenn es in in Südafrika zu politischen oder ökonomischen Unruhen kommen sollte, wäre eine profitable Exportbranche wie der Abbau und Verkauf von PGMs höchstwahrscheinlich nicht bzw. allenfalls kurzfristig betroffen.

      Wer, wie die Minenarbeiter, dann noch Arbeit hat, wird diese auch dringend behalten wollen.
      Und solange es noch irgendeine Regierung gibt, wird sie die Minen mit Waffengewalt schützen, denn die produzierten Edelmetalle garantieren ihr dringend benötigte Devisen.

      Bei mir um die Ecke gibt es einen orientalischen Supermarkt, wo frische handgefertigte Baklava aus Damaskus (Syrien), seitdem ich sie vor fünf Jahren im Sortiment entdeckte, bis heute durchgehend angeboten wurden.

      Die Situation in Südafrika müsste also offensichtlich weitaus schlimmer sein, als die in den letzten Jahren in Syrien, damit die Minenproduktion von Platin tatsächlich zum Erliegen käme.

      Wenn du das tatsächlich für realistisch hälst -aber nur dann- solltest du deine Sibanye-Aktien verkaufen.
    • Polierte_Platte schrieb:

      Teddy schrieb:

      Hallo Palatin, da ich noch bei Sibanye dabei bin, (die aktuell nicht schlecht aussehen), frage ich mich/ bzw. dich, wann du mit dem Zusammenbruch von ZA rechnest?
      Sorry, aber ich halte das für aluhutmäßig-verschwörungstheoretischen Bullshit!



      Bei mir um die Ecke gibt es einen orientalischen Supermarkt, wo frische handgefertigte Baklava aus Damaskus (Syrien), seitdem ich sie vor fünf Jahren im Sortiment entdeckte, bis heute durchgehend angeboten wurden.

      Ah ja, wirklich ? Und woher weißt Du, dass die Baklava WIRKLICH aus Damaskus kommt und nicht aus der Türkei, Bulgarien, Montenegro oder Wanne-Eickel ? 8o


      Sorry, ich halte das für aluhutmäßig-verschwörungstheoretischen Bullshit!
      Wer sie zu täuschen vermag, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären versucht, stets ihr Opfer.

      [Gustave Le Bon - Psychologie der Massen, aus dem Jahre 1911]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von woernie ()

    • Wurschtler schrieb:

      Südafrika versinkt seit Jahren immer mehr im Chaos bis hin zum Staatsversagen. Für die EU gilt praktisch das Gleiche.
      Der Weg Südafrikas ist vorgezeichnet , siehe Rhodesien einst von der weißen Minderheit zu Wohlstand gebracht und danach von Schwarzen runtergewirtschaftet,heute als Simbabwe bezeichnet. Auch dort befinden sich Platinminen. Außer den Chinesen kann die keiner betreiben, mit Menschenrechten und Arbeitsbedingungen darf man es da nicht so genau nehmen:

      Eine grosse Mehrheit der Simbabwer ist arbeitslos. Die offizielle Arbeitslosenquote beträgt 95 Prozent. Die restlichen fünf Prozent arbeiten hauptsächlich als Beamte in Ministerien, als Polizisten oder in der Armee. Eine solch hohe Arbeitslosigkeit sorgt für grosse soziale Instabilität und Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Die Arbeitsbeschaffung steht deshalb bei allen Parteien zuoberst auf der Prioritätenliste.
      Dabei gäbe es genug Arbeitsmöglichkeiten. Simbabwe ist reich an Gold, Diamanten und Platin. Doch abgesehen von den Chinesen investiert dort niemand in die Minen, seit sie per Gesetz zu 51 Prozent den Einheimischen gehören müssen.

      Quelle:
      srf.ch/news/international/simb…und-ein-hoffnungsschimmer
    • Nun gut: wenn es gar zu längeren Produktions- und Lieferausfällen in Süd-Afrika kommen sollte, dann steht Platin schnell dort, wo heute Rhodium steht.

      Normaler Weise funktioniert auch in absoluten Drecks-Systemen das bis zu allerletzt, was das System erhält.

      Aber man weis natürlich nie, was passiert.

      Es reicht schon, wenn Palladium durch das viel billigere Platin ersetzt wird und Palladium im Kurs stark fällt.

      Das gleicht dann das wenige Rhodium auch nicht mehr aus. Denn in den derzeit noch betriebenen Minen mit höheren Palladium-Gehalten ist viel zu wenig Rhodium im Erz.....
      Was ist an dem Begriff "Bankrott" denn nur so schwer zu verstehen?.
    • mesodor39 schrieb:

      Normaler Weise funktioniert auch in absoluten Drecks-Systemen das bis zu allerletzt, was das System erhält.
      Ja da hast du Recht. aber im Fall einer weltweiten Rezession oder gar Depression sollte der PGM-Korbpreis unterhalb der Produktionskosten fallen, so das man nur durch Minenschließung und Weiterbetrieb der noch rentableren Minen überleben kann. Aber das kann nur 1-2 Jahre so gehen denn keine Intelligenz betreibt ein Geschäft bei dem man nur drauf zahlt. Egal irgendwann normalisiert sich der Bedarf und dann ist das Angebot so knapp das wir mehrfache Preise vom aktuellen sehen. Bis die Platin-Minen wieder in Produktion gebracht werden, dauert Monate und wer weiß ob die bis dahin nicht schon mit Wasser vollgelaufen sind und überhaupt je wieder eröffnet werden können. Warten wir mal die Tarifrunde in Südafrika ab, Stellenstreichungen sind ja schon angekündigt worden.
    • Im Augenblick ist genug Raum für Spekulationen vorhanden:

      seekingalpha.com/article/42963…-weekly-eyes-south-africa

      Idealerweise wäre ein Streik der südafrikanischen Minenarbeiter für die Platinverkäufer ! Alles im Bereich des Möglichen. In den nächsten 30 Tagen wird der AMCU entscheiden ob die Minenarbeiter die 2 größten Platinminen bestreiken werden. In diesem Fall gehen die PLTM-Manager von einem Preissprung von zunächst 10% aus. Sollte der Streik känger dauern......
      Gegen einen Preisanstieg steht nach wie vor die Weltkonjunktur. Vielleicht doch noch diese Woche zukaufen ?
    • mesodor39 schrieb:

      Nun gut: wenn es gar zu längeren Produktions- und Lieferausfällen in Süd-Afrika kommen sollte, dann steht Platin schnell dort, wo heute Rhodium steht.

      Normaler Weise funktioniert auch in absoluten Drecks-Systemen das bis zu allerletzt, was das System erhält.

      Aber man weis natürlich nie, was passiert.

      Es reicht schon, wenn Palladium durch das viel billigere Platin ersetzt wird und Palladium im Kurs stark fällt.

      Das gleicht dann das wenige Rhodium auch nicht mehr aus. Denn in den derzeit noch betriebenen Minen mit höheren Palladium-Gehalten ist viel zu wenig Rhodium im Erz.....
      Wie ich hier lese, kennen viele nicht die unterschiedlichen Eigenschaften der einzelnen Metalle der Platin-Gruppe
    • Wegen den ausdrücklichen Copyrights der nachfolgenden Firmen darf ich hier keine Auszüge oder Daten nennen, aber jeder Interessent findet diese auf deren Homepages.
      Da wäre der weltweite ‘Preismacher’ für alle Platinmetalle pgm Johnson-Matthey (JM) mit Hauptsitz in London und Niederlassungen in New York und Hongkong. JM setzt somit rund um die Uhr die Basispreise (in US$/Unze) fest und nicht die Minen. Unter platinum.matthey.com publiziert JM jährlich den ausführlichen pgm-report wo Herkunft, Fördermengen, Verbrauch und Verwendung aller Platinmetalle aufgeführt sind.
      Heraeus in DE publiziert täglich die Preise aller Platinmetalle in €/g und jeweils am Montag gibt’s ein Bulletin zu den aktuellen Edelmetall-News.
      Weder JM noch Heraeus verkaufen oder kaufen Münzen/Barren der Platinmetall-Gruppe, sondern beliefern nur die Industrie
    • Habe mich letztens mit einem Kollegen unterhalten, der den Kfz-Katalysator-Bereich gut kennt. Die größten Mengen laufen inzwischen quasi im Kreis, z.B. bei BASF-Engelhard und den Kfz-Herstellern. Liefert ein Hersteller einen alten Kat ein, wird ihm auf einem Platinkonto eine Gutschrift erstellt, läßt er sich Katalysatoren für die Produktion liefern, wird entsprechend abgebucht. Ein Saldo wird bei Bedarf durch Cash ausgeglichen. Der Markt ist an dieser Stelle absolut zu und nur wenig von der Neuproduktion in Minen abhängig.

      Ich gehe daher davon aus, dass sich die Schere nur langsam öffnet und auch der Preis jetzt nicht hektisch steigt.
    • Sapnovela schrieb:

      Habe mich letztens mit einem Kollegen unterhalten, der den Kfz-Katalysator-Bereich gut kennt. Die größten Mengen laufen inzwischen quasi im Kreis, z.B. bei BASF-Engelhard und den Kfz-Herstellern. Liefert ein Hersteller einen alten Kat ein, wird ihm auf einem Platinkonto eine Gutschrift erstellt, läßt er sich Katalysatoren für die Produktion liefern, wird entsprechend abgebucht. Ein Saldo wird bei Bedarf durch Cash ausgeglichen. Der Markt ist an dieser Stelle absolut zu und nur wenig von der Neuproduktion in Minen abhängig.
      Es ist nur so das nicht mehr alles Platin in einem "Gebraucht-Katalysator" steckt. Tatsächlich wird durch den Abgasstrom etliches Platin herausgeschliffen und landet auf der Straße. Auch die vielen Kats die in Afrika oder Asien landen werden wohl nicht mehr in die Recycling-Kette aufgenommen. Soweit ich weiß lag die Recycling-Quote vor einigen Jahren bei Auto-Katalysatoren bei 60%, vielleicht gibt es jemanden hier der die Quote aktuell weiß. Wobei dies je nach Kontinent variiert, denke aber Europa, Nordamerika haben die höchste Quote.
    • Tantali schrieb:

      "....Eins ist klar: Platin wird weiter ein sehr gefragter Rohstoff bleiben und langfristig unter starker Vola steigen......"
      Wahrscheinlich ist dem so.

      Vor nun vier Monaten hatte ich versucht, meine Gratifikation in Platin zu wandeln. 200 Gramm sollten es werden. Händler Nr. 1 hatte einen 100-g-Barren. Den habe ich genommen. Dann waren noch Münzen vorhanden, aber die Aufschläge waren zu hoch. Gerne hätte ich 4 Unzen zum Grammpreis des 100ers erworben, das konnte aber nur die Filialleitung entscheiden und die war in einer Besprechung.

      Also zu Händler Nr. 2 (mit bundesweitem Filialnetz, einer der großen also): Nichts an Barren vorhanden. Aber ein 100er sei innerhalb von drei Werktagen lieferbar. Also habe ich bezahlt und bin mit dem Warenbezugsschein gegangen. Geliefert wurde binnen drei Tagen nicht. Dann hieß es, dass der Barren noch in der Scheideanstalt gegossen werden müsse. Eine Woche verging, zwei Wochen vergingen, nach etwas mehr als drei Wochen hatt eich dann einen über 12 Jahre alten Original-Degussa-Barren bekommen, keiner, der frisch gefertigt wurde, wie versprochen. Mir war´s egal. Metall ist Metall. Und ich wusste: es ist/war sehr knapp.

      Heute zu einem anderen Händler, der hatte mehr als ein Kilo Zahnkronen in die Schmelze gegeben und endlich seine Gutschrift über etwas mehr als 131 Gramm Platin bekommen. Das wollte er sich in einem Unzen- und einem 100-g-Barren liefern lassen, um es gegen etwas anderes zu tauschen. Anstelle einer Lieferung teilte ihm die Scheideanstalt jedoch mit, dass momentan kein Platin verfügbar sei und bat um etwas Geduld...... Der Händler war total geplättet. Das hatte er noch nicht erlebt. Gold oder Silber, so sagte man ihm seitens der Scheideanstalt, hätte er bekommen können.... Na dann.....

      Also wenn das kein Zeichen von Knappheit ist, dann weiß ich nicht, wann Knappheit beginnt.

      Hinten herum wird (von wen auch immer) gekauft, was das Zeug hält, so als ob es kein Morgen mehr gibt.

      Auch Ebay ist ein guter Indikator: viele Dinge laufen schon seit längerem deutlich über Spot-Preis und mittlerweile sehr nahe oder teils über Händler-Preise. Das verwundert. Denn: man muss wissen, dass das eine oder andere Ebay-Angebot durchaus nur mit Vorsicht zu genießen ist........ Trau schau wem.....
      Was ist an dem Begriff "Bankrott" denn nur so schwer zu verstehen?.
    • Palatin schrieb:

      Es ist nur so das nicht mehr alles Platin in einem "Gebraucht-Katalysator" steckt. Tatsächlich wird durch den Abgasstrom etliches Platin herausgeschliffen und landet auf der Straße. Auch die vielen Kats die in Afrika oder Asien landen werden wohl nicht mehr in die Recycling-Kette aufgenommen.......
      Ja, so ist es. Schlamm aus Regenrückhaltebecken von Autobahnen hat oft derart hohe Platinmetall-Konzentrationen, dass er von den Gehalten an PGM Erzen gleichkommt. Insofern gibt es hohe Austragraten bei den PGM.

      Nächstes Problem:
      Recycling ist viel billiger, als Bergbau.

      Ein weiteres Problem:
      Oberirdische Palladium-Bestände haben Preise (auch die Preise für Platin) so lange gedrückt, das Minen Dicht machen mussten.

      Derzeitige Situation:
      Nun sind die alten Palladium-Bestände der Soviet-Union verbraucht, so manche Platin-Mine ist mittlerweile dicht und ein baldiger Wechsel von Palladium auf Platin ist mangels ausreichendem Pd-Angebot (Neu-Förderung) von Palladium zwingend. Die jahrlichen Austräge aus Katalysatoren bei PD zusammen mit dem, was nicht recycelt wird sind (sehr wahrscheinlich) deutlich höher, als die Neuförderung. Die Nachfrage nach Kat´s steigt außerdem weltweit.

      Etwas Pd-Münz- und Schmuckmaterial ist noch da, aber das wird zunehmend teurer und kann in dem nötigen Umfang nur über exponentiell steigende Preise generiert werden.

      Bei Rd sieht es noch viel schlechter aus: Dieses wurde oft mit Platinerzen gefördert, die kaum Palladium enthielten. Genau die Minen mit solchen Erzen hat man zuerst geschlossen, allein palladiumreiche und somit eher rhodiumarme Erze waren zuletzt noch wirtschaftlich förderfähig. Ohne Rd geht nichts.

      Bei Platin kann man noch über den Preis Material generieren. Noch sind Anstiege proportional bzw. unterproportional zur generierten Menge. Noch.

      Pd und erst recht Rd sind da schon im Bereich der exponentiellen Endphase eines Anstiegs..... Da geht es dann vergleichsweise sehr schnell sehr hoch, bis das Top erreicht ist und Anwendungen mangels Wirtschaftlichkeit wegfallen und so der Preis begrenzt wird.
      Was ist an dem Begriff "Bankrott" denn nur so schwer zu verstehen?.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von mesodor39 ()

    • Ein Blick auf die Pt-Kurse der letzten 6 Monate zeigt es:

      breite Täler und extrem schmale und steile Spitzen.......
      und ganz leicht steigende Tendenz.

      Damit ist, in Verbindung mit der realen Knappheit an Platin, alles klar.

      Die "Platinwäsche" - sie hat begonnen.

      On Top werden die Lager schnell leer gekauft, die sich in den Tälern wieder langsam erholen und auffüllen.

      Scheideanstalten werden so geradezu konditioniert, in diese Spikes hinein alles, was sie haben reflexartig auf den Markt zu werfen. Wunderbar wird ihr Verhalten über nur kurzfristig gewährte Preisspitzen gesteuert.

      Nur ganz kurz gibt es die "Höchstkurse", zu denen die Nachfrage urplötzlich wieder steil einbricht. Und wer das verpasst, ärgert sich, wird so konditioniert, auf Spikes anzuspringen.

      Teil 1 des Satzes (ist bei Platin der Fall):

      Es bedarf Volumen, um die Kurse in die Höhe zu treiben......

      Sobald zu den hohen Kursen nichts an Volumen mehr kommt, wird das eben noch vorhandene Kauf-Angebot schnell beendet, die Kurse fallen dann (mangels Nachfrage) alleine durch ihr "Gewicht", bis wieder die dauerhafte Nachfrage bedient wird, die sich auf tieferem Niveau einstellt..... sich die Lager wieder langsam füllen und Liquidität bei den Scheideanstalten binden

      Zyklische, schub- und ruckhafte Bewegungen, wie beim echten Goldwaschen.

      Da sind Meister des Psychologie und des billigen Einkaufs mit richtig tiefen Taschen am Werk.

      Die zahlen nur, was notwendig ist und gehen sehr behutsam vor, dosieren ihre Mittel sehr sorgfältig, schöpfen kontinuierlich, und nahezu unbemerkt den Rahm ab
      Was ist an dem Begriff "Bankrott" denn nur so schwer zu verstehen?.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von mesodor39 ()