Der Unterschied zu seinen Kollegen ist der, daß Greenspan von Beginn an die Bedeutung des Goldes als Sicherheit für die Bevölkerung erkannte.
Diese Erkenntnis später verraten zu haben, machen ihn m.E. zu einem charakterlosen Satrapen des Großkapitals / Raubkapitalismus.
Daß Greenspan diese Erkenntnis verraten hat, sieht nur bei oberflächlicher Betrachtung so aus. Der Grund dafür: Er hat sich nie von seiner Aussage distanziert.
Und was seine Aktivität als Notenbank-Chef betrifft: Wir wissen doch alle, daß auch die obersten Leute dieser und anderer Organisationen letztlich nicht wirklich selbst über "ihre" Entscheidungen bestimmen können. Die Leute wurden eingesetzt, um zu funktionieren - Marionetten eben.
Und wenn man es aus diesem Blickwinkel betrachtet: Wenn der gute Monsieur Greenspan nie den Job des US-Notenbank-Chefs übernommen hätte, ... tja, dann wären wohl die meisten Menschen (uns eingeschlossen) nie auf den Pro-Gold-Artikel aus seiner Jugend aufmerksam geworden. Da sollten wir ihm - fast - noch dankbar sein, daß er seinen Artikel über diesen Umweg (Notenbank-Chef) populär gemacht hat.
Außerdem: Wenn er als FED-Chef anders gehandelt hätte, dann hätte man den Posten mit einer anderen Person besetzt. Also: Man kann das System kritisieren, aber Vorwürfe gegenüber Alan Greenspan persönlich scheinen mir zu kurz gegriffen zu sein.
Ach ja: Und Greenspan hat, bevor der Euro über uns kam, gesagt (aus dem Gedächtnis zitiert): "Der Euro wird kommen, aber er wird keinen Bestand haben." Geht es noch ehrlicher?
Darüber hinaus: Je länger ich darüber nachdenke, desto wahrscheinlicher erscheint mir, daß der Euro nicht nur das Ziel hatte, Deutschland zu schaden und die EU sowie das derzeitige Währungssystem länger am Leben zu halten. Ich denke, er hat/hatte einerseits auch das Ziel, die Dollar-Krise zu kaschieren, denn wenn es den Euro nicht gäbe, wäre doch vielen Menschen viel klarer, um welche Kacke (ich bitte um Entschuldigung für diese Ausdrucksweise) es sich beim US-Dollar handelt. Andererseits (und das ist meine grundsätzliche Befürchtung): Madame Lagarde hat ja bereits ganz offen gesagt, daß es irgendwann einen "Reset" geben wird, also praktisch "zurück auf Null" für die Papierwährungen. Und was ist nun, wenn man das Desaster medial so hinbiegt, daß der Euro als Ursache dasteht? ==> Dann wäre das Drama perfekt: Man würde mal wieder Deutschland die Schuld in die Schuhe schieben, und im Windschatten könnte der US-Dollar in die nächste Runde dieses "Spieles" gehen - würde also nicht abgeschafft bzw. durch eine andere Leitwährung wie z.B. Gold ersetzt, wie es sich bei einem "Reset" eigentlich gehören würde. Ich denke, das wäre die größtmögliche Katastrophe für die gesamte Menschheit.