GOLD : Märkte und Informationen

  • Stephan Bogner, Analyst bei Rockstone Research and CEO Elementum International, in einem Interview mit The Gold Report, hält dieses Engagemant jetzt für richtig.
    Vorab: Bogner war vor Jahren aktives Forenmitglied als „bognair“ (Beruf: Fight Anti-Gold-Cabals ^^ ) Ging später zum Silberforum des ehem silberinfo.de als Moderator „Gold“, bevor er o.a. Tätigkeiten übernahm.


    Das Problem mit diesen jungen dauerenthusiastischen "Goldexperten" (in diesem Falle Uniabschluss 2004) ist, dass sie keine bzw. nur eine ganz geringe Lebenserfahrung als Investoren mit all dem dazugehörenden Auf und Ab haben. Sie erkennen zwar intellektuell die Verwerfungen des gegenwärtigen Systems, ziehen aber mitunter voreilige Schlüsse aus diesem Umstand, weil sie glauben, über eine Art sechster Sinn zu verfügen, was von mir aus das Vorrecht der Jugend sein mag, in finanziellen Dingen aber rasch gefährlich werden kann.


    Deswegen auch rät er dazu, die Cashquote auf Null zu halten und bei Cashbedarf einfach Minenwerte zu verkaufen. Da hat man schon besser gelacht. Dass Minenwerte jetzt billig sind, ist richtig und hoffentlich auch ohne "Experten" ersichtlich. Für manche Leute jedoch sind Goldminenwerte eigentlich immer günstig und kaufenswert, weil sie im Grunde davon leben, dies zu sagen.


    Markttiming lernt man eben nicht an der Uni und schon gar nicht im Handumdrehen, wie man an Herrn Bogners Äußerungen hier auf den Goldseiten leicht erkennen kann.
    So ließ er sich bereits im Herbst 2012 mit fast identischem Tonfall vernehmen - und lag freilich falsch damit. Als Safeverwalter in der Schweiz ist er wohl eher in seinem Element:


    25.09.2012 09:00 Uhr | Stephan Bogner
    Die stärkste Aufholjagd von Goldaktien seit 1980ern (hat just begonnen)


    "Dies würde bedeuten, dass Goldaktien derzeit vor einem neuen und relativ starken Aufwärtstrend stehen und den beachtlichen Goldpreis-Anstieg von 1600 USD auf knapp 1800 USD während den letzten Wochen in den Schatten stellen."


    http://goldseiten.de/artikel/1…rn-hat-just-begonnen.html



    Grüße
    auratico

    • Offizieller Beitrag


    Das Problem mit diesen jungen dauerenthusiastischen "Goldexperten" (in diesem Falle Uniabschluss 2004) ist, dass sie keine bzw. nur eine ganz geringe Lebenserfahrung als Investoren mit all dem dazugehörenden Auf und Ab haben. Sie erkennen zwar intellektuell die Verwerfungen des gegenwärtigen Systems, ziehen aber mitunter voreilige Schlüsse aus diesem Umstand, weil sie glauben, über eine Art sechster Sinn zu verfügen, was von mir aus das Vorrecht der Jugend sein mag, in finanziellen Dingen aber rasch gefährlich werden kann.


    Deswegen auch rät er dazu, die Cashquote auf Null zu halten und bei Cashbedarf einfach Minenwerte zu verkaufen.(....)


    Das ist tatsächlich unsinnig. Auch ist richtig, daß Bogner erst mal richtige lange Dursttstrecken wie die Zeit vor 2000 erlebt haben sollte.


    Nun wird jeder Goldbug, der sich auf ein Minenfeld begibt, selbst abschätzen müssen, wann und wie hoch er investiert. Jedenfalls halte ich als ziemlich alter Minenhund IMMER eine Cashposition zur Verfügung, zumal die Märkte immer unberechenbarer werden, nicht nur wegen der "bösen" Hedgefonds oder Investmentbanken, sondern es geschehen ganz andere Einbrüche, wie Colossus / CSI gestern zeigte mit 50 % Kursverlust innerhalb weniger Stunden.


    Den Beitrag von Bogner habe ich aber dennoch hereingestellt, weil er ein Extrem vertritt, das zugebenermaßen nur sehr erfahrene Anleger teilen können. Tausende Beiträge, die zur Vorsicht und Zurückhaltung raten, gibt es eh genug. Nicht umsonst habe ich diese Einschränkung gebracht:
    "...Portfolio .... aus physischem Edelmetall und einem vertretbaren Anteil Edelmetallaktien besteht..." Auf diesen Punkt habe ich i.Ü.ungezählte male hingewiesen.Ursprünglich wollte ich an den Titel 2 Fragezeichen hängen, aber nochmals: Entscheidungen muß schon jeder für sich allein treffen und verantworten.


    Grüsse
    Edel

  • Aber was wolltest Du, nicht einmal vernünftig zusammengefaßt, damit wohl den Lesern sagen:


    und hier noch die Auslieferungen PHYSISCH bisher 2013 !! als PDF


    Kontrakte a 100 Unzen


    Also ca. 46.000 Kontrakten, die wirklich physisch im 1. Halbjahr physisch bedient worden sind, standen bis ca. 500.000 offene Kontrakte im Zeitraum gegenüber. Mehr als 90 Prozent wurden also gerollt, respektive bar glattgestellt.


    soviel zu angeblichem "Papiermarkt" in dieser pdf


    Genau das "angebliche" hast Du damit wunderbar selbst widerlegt. Eben ca. 90% Papier allein im Hauptkontrakt!


    Vorab berichtest Du in diesem Posting über die unglaublichen Lagerbestände der CME. Vor wenigen Tagen habe ich mich dazu ausführlich und hoffentlich allgemeinverständlich bereits dazu geäußert:


    GOLD : Märkte und Informationen

    "....gesamt 41.507.000 Unzen, einem gemeldeten Lagerbestand von lediglich 7.534.450 Unzen gegenüber. Ein Hebel von größer 1:5!
    Wie kann man da von physischer Hinterlegung sprechen? Es handelt sich
    bei diesen Zahlen um aktuelle und offizielle Verlautbarungen. Ich
    spreche auch nur vom Hauptkontrakt. Die ausgewiesene Lagermenge muß noch viel mehr Verpflichtungen abdecken!
    "


    Bemerkung: Die Differenzen in den Angaben zwischen dem Posting des User @Edelweiß und dem meinigen, liegen einfach in der fast tagesaktuellen Meldung der CME begründet, aktuell hat sich das Verhältnis "offene Kontrakte" vs. Lagermenge verändert.


    Man bedenke weiterhin den Unterschied zwischen "eligible" und "registered"! Nur letztere, aktuell ca. 1Mio. Unzen, gegenüber aktuell ca.:



    http://www.cmegroup.com/tradin…ld_quotes_volume_voi.html



    435.000 offenen Kontrakten, respektive 43,5 Mio. Unzen, sind wirklich sicher vor Ort zu besichtigen und abzuholen! 1:43 - Kein Papiermarkt? [smilie_happy]


    Schöne Grüße

    WIR SIND DAS GELD!

    2 Mal editiert, zuletzt von Bürgerrechtler ()

    • Offizieller Beitrag

    (....)wenn hier jemand in den Markt eingreift und ihn verzerrt, dann sind das die "lieben und hochgeschätzten"
    Minen. Sogar die angeblich ungehdgten Minen aus dem HUI. Denn auch die Minen aus dem HUI sind mit Verkäufen dabei, maximal bis zu 1 Jahr im Voraus. Alle Anderen mit bis zu 5 Jahren, was die FUTURES hergeben. Jeder Depp verkauft dort im Voraus, wenn er schon Explorer ist und noch gar nichts gefunden hat. (Ironie)
    Das ist astrein ein Markt von Angebot und Nachfrage, wenn es keine Nachfrage für 2016 geben würde, dann könnten die Minen auch nichts im Voraus verkaufen. Ist halt kein Wochenmarkt für Gurken (Ironie)...


    Also wirklich Edelweiss, Du bist lange genug im Markt und informiert genug, um weniger sarkastisch und sachlicher dieses Thema zu dikutieren.


    Es gibt keine "lieben und hochgeschätzten" Minen, welch lächerliche und vermeidbare Anspielung auf Mineninvestoren, X( sondern eher gute bis schlechte MinenManager.
    Exploration kostet Geld, viel Geld, das durch Finanzierung aufgebracht werden muß. Damit kommen wir zu den Verursachern des Hedgens: Es sind nahezu ausschließlich Banken und oder Fonds, die den Mineuren das Hedgen aufdrücken !
    Und ohne Sicherheiten geht gar nichts. Über dieses Kapitel habe ich mehrere Beiträge verfaßt, und das Hedgen ist für Minen ein zweischneidiges, zumeist nachteiliges Instrument.


    Und wenn schon erwähnt; Vor 2000 haben sich Großminen, oft im Mehrheitsbesitz der Goldbanken, in das Goldpreisdrücken durch gigantische Vorwärtsverkäufe einspannen lassen, Barrick als Musterfall, um sich später, nachdem der Goldmarkt drehte, mit Milliardenbeträgen sich aus den Hedgebooks auskaufen zu müssen.


    Auch unter Einbeziehung des Beitrages von Bürgerechtler ermahne ich Dich hiermit, die wiederholten und offensichtlichen Provokationen in diesem Forum und insbesondere in diesem Thread zu unterlassen.
    .

  • Hallo zusammen,


    von Bürgerrechtler:

    Zitat

    "....gesamt 41.507.000 Unzen, einem gemeldeten Lagerbestand von lediglich 7.534.450 Unzen gegenüber. Ein Hebel von größer 1:5!...
    ...
    435.000 offenen Kontrakten, respektive 43,5 Mio. Unzen, sind wirklich sicher vor Ort zu besichtigen und abzuholen! 1:43 - Kein Papiermarkt?

    Die Golddeckung der Währung (hier Zahlen aus der guten alten Zeit, der Rest des Textes spiegelt nicht unbedingt meine Meinung wieder: http://www.moneypedia.de/index.php/Golddeckung )
    ist etwas völlig anderes als die Verwässerung eines Gutes in einem freiem ( ? ) Markt (http://www.vwl-online.ch/plone…ion.2009-03-30.8394565735 .
    ...Aus dem Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage auf einem Markt ergibt
    sich in der Regel im Gleichgewicht ein (Gleichgewichts-)Preis für das
    Gut, der als Mass für die Knappheit des Gutes interpretiert werden kann
    ...


    Somit spiegelt der POG eben nicht den Wert von Gold (und Silber) wieder.


    Einen schönen Abend


    Teddy


    P.S. oder stellt euch einfach Gold in einem System wie Bitcoins vor, man hat einen Bitcoin oder eben nicht, bei diesem System wird die Funktion der Knappheit mit den Auswirkungen auf den Preis recht deutlich.

    Einmal editiert, zuletzt von Teddy ()

  • P.S. oder stellt euch einfach Gold in einem System wie Bitcoins vor, man hat einen Bitcoin oder eben nicht, bei diesem System wird die Funktion der Knappheit mit den Auswirkungen auf den Preis recht deutlich.


    nur funktionieren wird es nicht. Der Grundgedanke ist völlig korrekt, aber am Ende läuft es doch wieder auf physisch greifbare Hinterlegung hinaus. Ich möchte daher gerne darauf antworten:


    Du hast Dich mit Recht davon distanziert! Daraus:


    "Genauer sieht das so aus:
    Der Wert jeder einzelnen Währung wird in Gold festgelegt. Zum Beispiel
    entspricht ein Dollar x Gramm Gold. Der Notenbank ist dann
    vorgeschrieben, wieviel Goldreserven sie auf die jeweils umlaufende
    Geldmenge zu halten hat. Zu dem festgelegten Preis ist sie verpflichtet -
    mit einer kleinen Spanne zwischen An- und Verkauf – ihre eigene Währung
    gegen Gold aufzukaufen oder umgekehrt Gold anzukaufen und die eigene
    Währung dafür auszugeben. Wird nun eine Währung stärker im Ausland
    angeboten, weil die Handels- oder Zahlungsbilanz des jeweiligen Landes
    defizitär ist, dann ist die Notenbank dazu verpflichtet, dieses
    Überangebot ihrer Valuta gegen Gold vom Markt zu nehmen. Damit das
    bestehende Defizit zum Ausgleich kommt und die eigenen Goldreserven
    nicht abschmelzen, muß die Notenbank den Kapitalimport erhöhen. Dies tut
    sie durch Zinserhöhungen und Ausgabenreduzierung, Kreditkürzungen und
    Steuererhöhungen."


    Das ist einfach unrichtig. Denn in einem allgemeinen und weithin akzeptierten und liberalen Goldstandard gäbe es überhaupt keine Notwendigkeit dieser sogenannten Notenbank. Aber ansonsten, Ja! Fehlentwicklungen würden sehr schnell ausgeglichen. Boom and Bust Zyklen weitestgehend vermieden.


    "Die Folgen für die Wirtschaft sind verheerend. Das Geld wird aus den
    Taschen der Verbraucher und Unternehmer gepumpt, die Nachfrage läßt
    nach, mit der Folge einer hohen Arbeitslosigkeit – alles nur um die
    Goldreserven zu halten.
    "


    Quatsch, nur wenn ein großes Wirtschaftssubjekt sich gegen die Realität stemmt. Beispielsweise Griechenland, um im (noch) harten Euro zu verbleiben.

    "Ist die Situation hingegen umgekehrt und die Handelsbilanz des
    jeweiligen Landes wandelt sich in einen Überschuß, steigt die Nachfrage
    nach der Währung, und die Goldreserven der Notenbank werden im Austausch
    gegen die Währung wieder aufgefüllt. Die Zinsen und Steuern können
    gesenkt werden, es fließt wieder Geld in die Wirtschaft, was dieser zum
    Wachstum verhilft und die Arbeitslosigkeit reduziert."


    Auch Blödsinn, denn sinken echte (!) Marktzinsen und Steuern wird genau dieses volkswirtschaftliche Subjekt wieder sehr schnell keine großen Überschüsse mehr erwirtschaften.


    Goldstandard ist immer grundehrlich. Etwa jahrzehntelange Fehlentwicklungen in ganzen Volkswirtschaften wären einfach undenkbar und auch unmöglich. Sogenannte "gute" Deflation war im Goldstandard des 19. Jahrhunderts systeminhärent und keinesfalls schädlich. Die "Österreicher" werden gewinnen:


    http://mises.org/


    Sie haben eindeutig, die bessereren Argumente!


    Schöne Grüße

    WIR SIND DAS GELD!

    2 Mal editiert, zuletzt von Bürgerrechtler ()

  • Bürgerrechtler:


    Keine Frage - ein Goldstandard ist praktikabel und wünschenswert, allerdings müssten dazu die politischen Ramenbedingungen stimmen. Das tun sie momentan nach meiner Meinung auf keiner Ebene.


    Ich wollte mit meinem post nur deutlich machen, dass es für Gold in einem Währungssystem mit Goldstandard absolut ok ist, wenn beispielsweise 30% des Geldes mit Gold gedeckt ist.


    Als freies (Handels-) Gut jedoch nicht, da sollte es eigentlich so sein, dass ein Papier (oder auch virtuell) wo 1oz. draufsteht auch genau mit einer Unze physisch hinterlegt ist (wenn denn Papier unbedingt nötig ist). Ich weiß, alles frommes Wunschdenken, aber die massiven Verwerfungen, die Du weiter oben aufgezeigt hast und die eigentlich hinlänglich bekannt sind, sind ein wichtiger Faktor, der den POG deutlichst nach unten verfälscht.


    Viele Grüße
    Teddy

  • Ich wollte mit meinem post nur deutlich machen, dass es für Gold in einem Währungssystem mit Goldstandard absolut ok ist, wenn beispielsweise 30% des Geldes mit Gold gedeckt ist.

    Es wäre Grunde genommen völlig egal, mit welcher prozentualen Deckung, ein Wirtschaftsubjekt, beispielsweise "Staat", seine Ware, seine Assets, oder Währung "versieht". Kennt der Kontrahent die Goldmenge, ist das Gefüge "bewertbar". Besser als heute und daher viel ehrlicher. Ein Deckungsgrad spielt doch keine wirkliche Rolle. Würde beispielsweise eine "neue" Reichsmark eine halbe Unze verbriefen, ein "neuer Dollar" dagegen eine ganze Unze, dann hätten wir einen ewigen und handelsfreundlichen Kurs von 1:2, zwischen den genannten Währungen.Würde nun im Dollarraum beschissen und mehr werthaltige Note generiert, denn hinterlegt, dann würde das im Warengeldstandard aber sehr schnell nach hinten losgehen....


    Wie ist es aber zum allgemeinen Verständnis heute:


    Die großen Wirtschaftssubjekte (Staaten, Banken, Unternehmen) halten als Sicherheiten im wesentlichen völlig diffuse zukünftige Leistungsversprechen, man darf auch Schulden sagen! Stimmt die jeweilige Bilanz nicht mehr, dann werden halt grob vereinfacht aber sachlich richtig, neue Leistungsversprechen hinzugebucht. Woher diese auch immer kommen mögen! Die vermeintlichen Guthaben wiederum, die jene großen Wirtschaftsubjekte halten, jene bestehen hauptsächlich aus gleichfalls, fragwürdigen Ansprüchen zukünftiger Erwartungen ähnlicher Institutionen. Prost Neujahr!


    Schöne Grüße

    WIR SIND DAS GELD!

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  • Zitat von »Lupus«
    Kein freier Handel bedeutet keine freie Preisbildung


    Bei allem Respekt, genau das stimmt eben nicht! E wäre nun müßig an dieser Stelle, alle Argumente erneut zu wiederholen. Diktatoren, Imperien, ja ganze Systeme sind am Versuche von dauerhaften Preismanipulationen gescheitert. Wer sich den Realitäten entgegenstellte, der wurde irgendwann von ebensolcher überollt, ohne Ausnahme!


    Auf längere Sicht gewinnt der Markt immer!

    Ist ja richtig. Genauso wie "Auf lange Sicht sind wir alle tot."
    Ich bin ja ziemlich Deiner Meinung. Aber die kurzfristigeren Bewegungen gibt es auch. Die können schon mal 20-30 Jahre anhalten. Das gibt selbst die jüngere Geschichte her. Kurz bedeutet hier nicht Monate, auch nicht 2-3 Jahre. Und da stören die ständigen "jetzt gehts los" Meldungen, die Goldraketen, denn sie bauen eine Erwartungshaltung auf, die nicht zum Gold als (persönliche) Sicherungsrücklage gehört. Und wenns dann nicht so läuft, entsteht die entsprechende Enttäuschung. Wer jetzt sich ins Bockshorn jagen läßt, ist mit falschen Erwartungen herangegangen. Mit praktisch allen anderen Anlagen kann man mehr in kürzerer Zeit verbrennen, mit Gold geht das gar nicht, wenn man nur abwarten kann.


    Ich persönlich sehe keine Alternative dazu, die Teile des erarbeiteten Kapitals, das man nicht verwenden will und muss anders als in unverderblichen, werthaltigen Sachwerten anzulegen. Und da wiederum ist Gold der einzige Stoff, der recht einfach zu handhaben ist und dessen Wert langfristig überaus konstant ist (andere Sachwerte wären -neben den anderen EM - zum Beispiel Kunst oder Edelsteine, aber dort sind die Schwankungen sehr viel stärker, ist viel mehr Kenntnis gefragt - und besonders wichtig, im Falle des Falles sind sie schwer zum gewünschten Preis zu verkaufen.)


    Nur, all diese Ansichten auf lange Sicht widerspiegeln nicht die gegenwärtige Preisbildung. Die läuft halt nicht nach "Fundamentaldaten", Und bis zum "Systemcrash" dürfen wir auch noch lange warten.

    Die Seele hat die Farbe deiner Gedanken. Marc Aurel (121-180)
    Die Großen werden aufhören zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen. Friedrich von Schiller (1759 – 1805)
    Wer eine friedliche Revolution unmöglich macht, macht eine gewaltsame unvermeidbar. John Fitzgerald Kennedy (1917-1963)
    Ich bedaure nicht, was ich getan habe. Ich bedauere, was ich nicht getan habe.
    Ingrid Bergman (1915-1982)

  • Lupus, Du hast ihn getroffen:

    Aber die kurzfristigeren Bewegungen gibt es auch. Die können schon mal 20-30 Jahre anhalten.


    Völlig richtig! Ich glaube zwar ganz persönlich überhaupt nicht an eine Wiederholung des Geschehens, aber Prophet bin ich nicht. Klar, mit dem Hinweis auf den Zeitfaktor hast Du völlig recht. Aber wir schreiben nicht mehr das Jahr 1980 sondern 2013. Aktuell sieht es im System so aus:


    [Blockierte Grafik: http://www.timepatternanalysis.de/Blog/wp-content/uploads/2013/07/Clipboard01NoBa-300x185.gif]


    Alles deutet auf ein zeitlich zügiges Ende hin. Es wird langsam eng, auf der Zeitachse verschiedener Graphen. Die Frage ist allerdings ob wir die anstehende Bereinigung wirklich gut überstehen werden. Es wird garantiert hart, auch für den Goldbug!



    Beste Grüße

    WIR SIND DAS GELD!

    3 Mal editiert, zuletzt von Bürgerrechtler ()

    • Offizieller Beitrag

    Deutlich an der Relation des Goldvolumens vs aufgeblähter Dollarmenge., sh.Chart. Demnach wird Gold nach dem Stand von 2006 bewertet.


    Die Goldkabal hat „gute Arbeit“ verrichtet in der relativen Abwertung des Hauptrivalen der Fiatwährungen!
    Besonders erkennbar am Verlauf ab 2011, der zudem der inflationären Entwicklung des USD widerspricht, sh.Chart 1 im Artikel.


    http://news.goldseek.com/GoldSeek/1373896800.php


    Grüsse

    • Offizieller Beitrag

    ....ist die Ausnahmeerscheinung amerikanischer Politiker, der hoch angesehene ehem. Sen Ron Paul nicht...
    Aber in seinem Portfolio liegen hohe % Anteile Edelmetallaktien. [smilie_blume]


    Hier angehängt seine Vermögens-und Einkommensübersicht.
    Was selbst mich erstaunt, keine Rede von physischen Edelmetallbeständen, ausschließlich Aktien ! Aber vielleicht hat selbst er vor den US Behörden gewisse Geheimnisse. =)


    Sehenswert auch die gewaltigen Schwankungen des Depotwertes zw 1,9 und 5,2 Mio $, von denen auch er natürlich nicht verschont blieb.


    http://www.davemanuel.com/pols/ron-paul/


    Grüsse
    Edel

    • Offizieller Beitrag

    Wie vorerwähnt, besteht seine Vermögensanlage zu hohen Anteilen aus Edelmetallminen.


    Sehenswert die Verteilung: Die 10 größten Minenpositionen sind
    7 Gold Seniors zusammen = 64 %
    2 Silber Seniors + 1 Explorer = 6 %


    12 weitere Edelmetallaktien runden das Depot mit insgesamt ca. 10 % ab.
    Der schwerste Wert überhaupt im Depot ist der GoldBluechip Goldcorp / GG mit etwa 20 %, der leichteste der 10 erstgenannten rd 2 %.



    Sehr netter Fund!


    ... he puts his money where his mouth is ...


    Yep !
    Und vor allem dies hebt diesen großartigen Mann von den ungezählten Politmuppets allerorten so ab.


    Grüsse
    Edel


  • Was selbst mich erstaunt, keine Rede von physischen Edelmetallbeständen, ausschließlich Aktien ! Aber vielleicht hat selbst er vor den US Behörden gewisse Geheimnisse. =)


    Physische Goldbestände müssen in USA auch nach der neuesten Reform (Facta) nirgendwo automatisch angegeben werden, sofern es zu keinem Verkauf kommt. Gold wird z.B. von der Steuerbehörde IRS gesehen wie Schmuck oder Gemälde; das sind keine "financial assets" aus der Sicht der Behörden, sehr wohl aber Vermögenswerte, die im Falle zivilrechtlicher (Scheidung etc.) oder anderer Auseinandersetzungen (Konkurs, Steuerschulden etc.) herangezogen werden können, soweit deren Besitz bekannt ist bzw. dann eben angegeben werden müssten, da sonst Meineid vorläge. Ein Gold-Indexfonds hingegen wäre sehr wohl ein zu deklarierendes financial asset, ebenso wie natürlich Aktien.


    Ron Pauls Gesamtportfolio ist enorm einseitig und die Quittung dafür hat er im vergangenen Jahr bekommen. Ein bisserl Google & Co hätte auch dem Dr. Paul nicht geschadet zur Schadensbegrenzung.


    Grüße
    auratico

    • Offizieller Beitrag

    Wie der Vater, so der Sohn. Sen. Rand Paul, Sohn des ehem. Sen. Ron Paul, schlägt ein Komission zur Einführung des Goldstandards vor, verbunden mit der Kritik an der Geldpolitik, die in die Rezession führte, „in der wir uns befinden.“


    Letztere Bemerkung ist neben des Engagements für einen Goldstandard bemerkenswert, denn Paul ist einer der wenigen, die die USA in einer Rezession sehen, wo die Statistiken und die MSM ganz anderes klingen....


    "...The senator thinks a commission would be needed to study whether a gold standard is feasible. Paul aims at bolstering the US dollar and he thinks the issue of QE needs to be addressed. “Bernanke has been expanding the money supply exponentially and it is leading to an illusion,” Paul said. This illusion led to the recession we are in now....“


    http://www.kitco.com/news/vide…ld-Standard-Sen-Rand-Paul


    Grüsse
    Edel

    • Offizieller Beitrag

    ....Ron Pauls Gesamtportfolio ist enorm einseitig und die Quittung dafür hat er im vergangenen Jahr bekommen. Ein bisserl Google & Co hätte auch dem Dr. Paul nicht geschadet zur Schadensbegrenzung.....


    Er ist halt ein sehr überzeugter Gold & Silberbug, kommt mir irgendwie sehr bekannt vor. Mit dem Unterschied, daß er über Jahre hinweg sein Depot statisch hält ( vor Jahren bereits hatte ich sein Depot hereingestellt), während das eigene sehr dynamisch geführt wird.
    Ausserdem kümmerts ihn bei einem Jahreseinkommen von 1 MIO $ wohl kaum, wenn das Wertpapierdepot im Wert stark schwankt.


    Was hätten wir PM Bugs denn anderes tun sollen ? Mit Goldmann Sachs, JP Morgan, Deutsche Bank oder US Bonds oder gar den surrealen Doof Jones Aktien im Depot zB. könnte ich jedenfalls keinen Frieden finden.


    Grüsse
    Edel

  • Schlechte Nachrichten für alle, die auf einen short squeeze hoffen! :D


    Kosmische Kollision erzeugt unfassbare Masse Goldhttp://www.welt.de/wissenschaf…nfassbare-Masse-Gold.html
    Ist Gold das Erbe toter Sterne? Forscher beobachteten nach dem Zusammenprall zweier Neutronensterne ein tagelanges Leuchten. Dabei soll Gold im Umfang von bis zu zehn Mondmassen produziert werden.


    lg meggy

    Mad in Germany

    Alter weißer Mann mit neuer Gas- und Holzheizung

    Bis $1000/oz ist Gold superbillig, bis $3000 ist es billig, erst ab $10000 wird es teuer.

    Bis $50/oz ist Silber superbillig, bis $150 ist es billig, ab $500 wird es teuer. W.E.

  • Zitat

    quote='Edel Man'
    Ausserdem kümmerts ihn bei einem Jahreseinkommen von 1 MIO $ wohl kaum, wenn das Wertpapierdepot im Wert stark schwankt.
    Was hätten wir PM Bugs denn anderes tun sollen ? Mit Goldmann Sachs, JP Morgan, Deutsche Bank oder US Bonds oder gar den surrealen Doof Jones Aktien im Depot zB. könnte ich jedenfalls keinen Frieden finden.


    Wem es aus Reichtumsgründen egal sein kann, wie sich sein Wertschriftendepot entwickelt, ist nicht eben ein interessantes Beispiel für Investoren, denen die Millionen nicht gerade zufliegen.


    Mit Gold als Rückversicherung gegen einen Systemcrash musste man in den vergangenen Jahren keine Anteile von Finanzmafiabanken erwerben, um ruhig schlafen zu können, sondern nur ganz einfache brave Arbeitstiere, die ihrer Aufgabe nachkommen, nämlich konkurrenzfähige Produkte mit Gewinn zu produzieren und auf den Märkten loszuschlagen. Und wem es jetzt nach einer langen Rally zu heiß wird, kann ja vekaufen und sich wieder im ausgebombten, nun günstigen Goldminensektor umsehen. Die letzten Jahre hingegen gehörten den stinknormalen Aktien, diese haben ihren Käufern große Freude gemacht.


    http://www.wallstreet-online.de/aktien/bayer-aktie#t:5y||s:lines||a:abs||v:week


    http://www.wallstreet-online.de/aktien/adidas-aktie#t:5y||s:lines||a:abs||v:week


    http://www.wallstreet-online.de/aktien/sap-aktie#t:5y||s:lines||a:abs||v:week


    http://www.wallstreet-online.de/aktien/google-aktie#t:5y||s:lines||a:abs||v:week


    Grüße
    auratico

    Einmal editiert, zuletzt von auratico ()

    • Offizieller Beitrag

    ....Wem es aus Reichtumsgründen egal sein kann, wie sich sein Wertschriftendepot entwickelt, ist nicht eben ein interessantes Beispiel für Investoren, denen die Millionen nicht gerade zufliegen.


    Mit Gold als Rückversicherung gegen einen Systemcrash musste man in den vergangenen Jahren keine Anteile von Finanzmafiabanken erwerben, um ruhig schlafen zu können, sondern nur ganz einfache brave Arbeitstiere, die ihrer Aufgabe nachkommen, nämlich konkurrenzfähige Produkte mit Gewinn zu produzieren und auf den Märkten loszuschlagen.....


    Wir diskutieren und unterstellen bzw spekulieren hier inzwischen darüber, wie ein Dritter sein Depot hätte optimieren können, das ist sehr fiktiv, ohne die wahren Beweggründe des Betreffenden zu kennen.
    Ron Paul hat iÜ.diversifiziert, und zwar in Pharmaaktien, (er ist Mediziner) und ist in einer indischen Firma Partner mit hohem Einkommen, das ist sicherlich noch solider und effektiver als Aktientrades.


    Wie auch immer. Als jemand, der vehement Gold als Währung vertrat, ist seine konsequent Haltung bis zu seinem Depot anerkennenswert und insoweit vorbildhaft für seine Anhänger.
    Auch da unterscheidet er sich von den meisten Anlegern (insbes.US Bankern und Fonds) für die der Maßstab für Erfolg Profitmaximierung ist.


    Grüsse
    Edel

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