@Polkrich
"Wenn ich größeres handwerkliches Geschick und vor allem mehr Mut hätte, würde ich meine Kinder schnappen, und mir im Ausland auch etwas eigenes Neues aufbauen."
Viele meiner Mitarbeiter, die ins Ausland gegangen sind haben dies für ihre Familie und Kinder gemacht. Aber keiner hat ein eigenes Unternehmen dort gegründet (zumindest noch nicht, auch wenn das bei einigen der Plan ist).
Der Start im neuen Land ist nicht so einfach und braucht Zeit. Die Meisten haben deshalb den Weg über im Ausland tätige Unternehmen genommen. Es muss kein Konzern wie Siemens, GE, etc. sein. - Auch viele kleinere Unternehmen haben Auslandsniederlassungen und sind froh deutsches Know-Hoff und Personal dort zu haben.
Was das Stoppen der Grünen betrifft, muss ich den Ball zurück werfen. Wenn man die doppelte Zeit eines Mitarbeiters im Unternehmen ist und quasi für dieses lebt, bleibt keine Kraft und Zeit gegen Bewegungen wie die Grünen anzugehen. Andererseits konzentriert man sich auch viel mehr auf das Unternehmen und persönliche Dinge, wodurch sich der Blickwinkel etwas verändert, aber vor allem die Energie für Nebenkriegsschauplätze fehlt.
Ich nehme dir Aussage nicht krumm, denn sie zeigt ein in Deutschland verbreitetes Dilemma.
Die einen sind gut informiert, sehen und erkennen die Probleme wenn sie sich langsam ihren Weg bahnen. - Haben aber neben dem Job und Familie keine Zeit und Kraft mehr dagegen anzukämpfen.
Die anderen, die breite Masse, interessiert sich gar nicht oder nur für das unmittelbar vor ihren Augen abläuft, haben aber keinen Anstand, Stolz bzw. Courage sich dagegen zu stellen. Wegschauen und Ignorieren ist eben kurzfristig leichter.
Wenn du etwas erkennst und nur wenig bis nichts dagegen tun kannst, entstehen Angst und Frust - Wenn du lange genug dagegen ankämpfst wandeln sich diese Gefühle in tiefe Enttäuschung.
Gruss Wildkatze