GOLD : Märkte und Informationen

  • Falls jemand bei DWN ein Abo hat kann er es vielleicht hier einstellen?

    Ich glaube nicht, dass das wortwörtlich zu verstehen ist.


    Ich hab das vor ein paar Tagen schon mal überflogen und dabei nicht wirklich an einen (echten) Goldstandard gedacht. Gelesen hab ich's hier (28.04.2020):


    https://investrends.ch/aktuell…nien-fur-finanzindustrie/


    Darin heisst es u.a.:


    "Das Prinzip der Äquivalenz von Finanzdienstleistungen, wie es bisher von der EU angewandt wird, sei für eine zukünftige bilaterale Vereinbarung zwischen der Schweiz und Grossbritannien nicht ausreichend, so Economiesuisse. Stattdessen sollte der Marktzugang für grenzüberschreitende Finanzdienstleistungen in verschiedenen Bereichen ausgeweitet werden. Dazu zählen etwa Banking und Investment, Asset Management, Versicherungen oder die Finanzmarktinfrastruktur. Anstatt harmonisierter Regulierungen soll das Schlüsselprinzip dabei die gegenseitige Anerkennung der jeweiligen relevanten nationalen regulatorischen Vorgaben (mutual recognition) auf der Grundlage vergleichbarer Ergebnisse sein. Zusätzlich sollten in einer künftigen Vereinbarung auch Themenbereiche wie etwa die Daten- und Cybersicherheit abgedeckt werden. Miles Celic, CEO von TheCityUK dazu: "Wir haben hier die Gelegenheit, einen neuen Goldstandard für den globalen Dienstleistungshandel zwischen zwei souveränen Nationen zu setzen.""

  • Daraus lässt sich ableiten, dass in den letzten 70 Jahren noch immer das Geld inkl. Zinsen besser abschnitt als der Euro.

    Als der Euro oder Gold?


    Die reale Rendite war früher positiv. Das hat sich in den letzten Jahren verändert.
    Bei einer negativen Realrendite sind Anleihen bzw. Festgelder uninteressant.



    Quelle



    Zum kurzfristigen Ausblick:


    In US-Wahljahren ist die Saisonalität ab Mai wieder positiv.



    Quelle

  • @Goldhut und @Donar :


    Danke!


    Hatte mich schon gewundert.
    Vorher hatte ich das nicht mitbekommen, der DWN Artikel ist von heute und von einem türkischen Autor :/


    Immerhin gut, das beide Länder da verbesserte Vereinbarungen anstreben, die vorher mit EU Mitgliedschaft nicht möglich waren.
    Hilft meinem GBP Konto! :rolleyes:

    Beiträge sind persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

  • Einerseits frage ich mich, wieviel Gold GB überhaupt noch hat,
    andererseits würde es erklären warum das Pfund doch so stabil ist.

    Na ja, GB als eines der drei dunklen Zentren (City of London) rückt ja das dort im Kundenauftrag gelagerte Gold nicht raus. Siehe Venezuela.....

  • Gerne :)
    Hoffe es gibt da auch ein CHF-Konto. Für GBP bin ich für so 2, 3 Jahre nach dem Verlassen der Zoll-Union eher skeptisch, da wird's schon erst mal Schmerz geben =O

    Das Pfund Konto habe ich geerbt.
    Hatte aber früher auch schon eines und konnte mich erinnern an die Währungsgewinne die ich in den Neunzigern damit gemacht hatte.
    Sehe es auch eher langfristig.
    Boris hat ja Britannien eine großartige Zukunft versprochen! :/
    Es umzuwandeln in Euro war für mich keine Alternative und der Franken ist im Moment auch zu teuer.
    Mal später wieder gern, war schon mal bei einer Schweizer Bank aber die nehmen ja jetzt alle Negativ Zinsen.


    Sry für OT!

    Beiträge sind persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

  • Super Chart auf der Front von goldseiten.de


    [Blockierte Grafik: https://www.goldseiten.de/bilder/upload/gs5eaf253e9bb9c.png]
    Ein Chart sagt alles. Seit 2000 befinden wir uns in einem Aktienbärenmarkt. Die Aktienindizes waren/sind eine nominale Illusion, die Wahrheit liegt im Verhältnis Aktien/Gold, das seit 2018 wieder in die Hauptrichtung zeigt und sich noch eine Weile nach unten bewegen sollte.

    Einmal editiert, zuletzt von zwyss ()

    • Offizieller Beitrag

    Es gab hier kürzlich eine eingehende Diskussion über die Vermögensverteilung bzw Vermögensungerechtigkeit, in der Zweifel über die exterme Lage in den USA aufkamen. Zwar etwa OT, aber letzlich im Faden zum einzig wahren Geld = Gold richtig. Kopie stelle ich in den Verfall des Hegemon Faden....


    Dazu passend eine EM Info von Lio Gantz, President WealthResearchGroup, vom 4.05.2020:


    "There's a great reshuffling and that's the reason America's WEALTHIEST three individuals own as much as the bottom 160 million people, COMBINED!"


    "Es findet eine große Umschichtung statt, und der Grund dafür ist, dass Amerikas Vermögenste drei Individuen so viel besitzen wie die unteren 160 Millionen Menschen, INSGESAMT !..."


    Grüsse
    Edel

    • Offizieller Beitrag

    So die Kopfzeile eines Artikels von Bob Moriarty, die zunächst Aufmerksamkeit erregt. Bob ist allerdings kein Träumer oder einer der vielen "Experten", über die auch er herzieht, sondern der ausgekochte Gründer von 321Gold.com und andere Blogs. Er geht u.a. auf Überlegungen von Incrementum zum Goldstandard ein


    Im einzelnen zerlegt er die Fed und das wahnwitzige Finanzgebaren. Nur einige Auszüge, der Schlußabsatz ist an Spott kaum zu übertreffen.


    "... KREDITBLASE, KONJUNKTURZYKLEN UND DAS VIRUS
    Was hier (2008-2020) geschah, ist, dass eine klassische Kreditblase als Nebenprodukt der ZIRP-Politik der Fed (2008-2015) geplatzt ist. Künstlich niedrige Zinssätze haben Geschäftsleute dazu verleitet, Kredite falsch zuzuteilen und zu expandieren. Solange das freie Geld floss, war alles in Ordnung....


    Was Sie hier vor sich haben, ist die größte offene, koordinierte Gelddruckoperation in der Geschichte der Menschheit. Die Fed verstaatlicht beinahe einen großen Teil der US-Wertpapiermärkte, um einen weiteren Zusammenbruch oder eine deflationäre Kernschmelze zu verhindern....


    ... wenn die US-Bundesregierung ein Haushalt wäre, sähe ihre Finanzlage wie folgt aus, vorausgesetzt, sie verdienen 100.000 Dollar pro Jahr. Sie geben 206.000 Dollar pro Jahr aus. Sie schulden ~1,1 Millionen Dollar in der Bilanz und weitere 4,7 Millionen Dollar an außerbilanziellen Verbindlichkeiten. Ist dieser Haushalt bankrott? Verdient dieser Haushalt ein Kreditrating von AAA (Fitch's) oder AA+ (Moody's)? :thumbup:


    ... Wenn die Währungsabwertung schlimm genug wird und die politischen Führer erkennen, dass die Hyperinflation eine reale Bedrohung darstellt, könnten sie Maßnahmen ergreifen, um eine Währungsumstellung vorzunehmen und die USA auf der Basis einiger alter Dollar, die in neue Dollar umgerechnet werden, wieder zu einem Goldstandard zu machen. Andere haben nachgerechnet, und die ausgezeichneten Analysten der Incrementum Ag haben den Goldpreis berechnet, der erforderlich wäre, um den US-Dollar wieder an den Goldstandard heranzuführen. Diese Arbeit ist in der folgenden Tabelle dargestellt:(Anhang)


    Dieser Zeitplan wurde vor der aktuellen Runde der Geldmengenausweitung berechnet, so dass die tatsächliche Zahl möglicherweise größer ist, aber dies lässt vermuten, dass es über 20.000 $ pro Unze erfordern würde, zu einer 40%igen Goldunterlegung des Dollars zurückzukehren. Mehr als 10x höher als der heutige Preis von 1.700 $....


    Der Corona-Virus und die schwerste Depression liefern uns das beste Argument dafür, dass es nur winzige Regierungen gibt, die man am Schaffitchen packen und in die Toilette werfen kann, damit man sie schnell ertränken kann. ^^ ..."


    http://www.321gold.com/editori…iarty/moriarty050420.html
    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)


    Grüsse
    Edel


    [Blockierte Grafik: http://www.321gold.com/editori…y/moriarty050420/1_sm.jpg]

  • aber dies lässt vermuten, dass es über 20.000 $ pro Unze erfordern würde, zu einer 40%igen Goldunterlegung des Dollars zurückzukehren

    Damit hab ich so immer meine Probleme. Was bedeutet das konkret?


    Ich bring eine Million Dollar zur Fed, und die geben mir Gold für 400.000 USD und kassieren dafür den Rest? Das ist doch äquivalent zu einem 2,5-fachen Goldpreis, denn meine Papier-Million ist ja dann nur 400 Gold-Tausender wert.


    Warum also nicht gleich sagen, 50.000 USD/oz bei 100%er Goldunterlegung?

  • Warum also nicht gleich sagen, 50.000 USD/oz bei 100%er Goldunterlegung?

    Macht für Staaten keinen Sinn. Jede Bindung einer Währung an den Goldpreis/Goldstandardisierung schränkt einen Staat/eine Zentralbank in seinen Handlungen ein. Warum sollte ein Staat dies tun? Freiwillig niemals!! Höchstens, wenn man dazu gezwungen wird. Und wer soll die USA dazu zwingen? Andere Staaten? Das eigene Volk? Wenn die Kacke richtig dampft: Alte Dollars in neue umtauschen ist einigermassen vorstellbar, aber kaum mit Goldstandard, sondern mit dem Versprechen, dass nun alles besser wird.


    Und sollte tatsächlich der Druck so hoch sein, dass es ohne Goldstandard nicht mehr geht, dann würde man versuchen, den Prozentsatz der Goldhinterlegung möglichst tief zu halten. Bei einer 10%-Hinterlegung wäre eine Helikoptergeld-Politik wie aktuell halbwegs möglich bei guter Planung, das heisst die Goldreserven werden etwas grösser angelegt als 10%, so dass man eine gewisse Handlungsfreiheit hat in Zeiten wie aktuell. Die Handlungsmöglichkeiten werden immer kleiner, die Disziplin aber (zumindest theoretisch) desto grösser je höher der Prozentsatz der Goldhinterlegung. Bei einer 100%-Hinterlegung kann eine Zentralbank praktisch nicht mehr handeln. Warum evt. nur theoretische Disziplin? Dann ginge es eigentlich darum, den Goldpreis so zu manipulieren, dass er so hoch ist wie die Geldmenge, so dass mit dem immer gleichen Goldvorrat trotzdem Geldpolitik betrieben werden kann..... Dann steigt Gold tatsächlich ins unendliche.....


    Aber wie erwähnt: Goldstandard nie und nimmer freiwillig. In dieser aktuellen Welt geht es darum, die Währungen möglichst schwach zu halten.....

  • @zwyss...du hast zwar Recht und bin ebenfals dieser Meinung, aber eine Sache solltest du berücksichtigen. Wo ist das Gold? Am Ende des Geldsystems ist es bei den Reichen, und die bestimmen halt die Spielregeln. Die werden eine Golddeckung in Erwägung ziehen, ob mit falschen Zahlen oder nicht, ob wirklich so viel Gold vorhanden ist oder nicht, das spielt nicht die erste Geige. Man wird es abes ehrgut veraufe können mfang als Erfolg und Neustart. Dann wird man wieder abkehren in den Jahren danach und das Spiel nimmt seinen Lauf.

  • Ist es jetzt schon.Der Hatzer hat in der Regel keines und der Wald und Wiesen Michl auch nicht. Der bedient brav seine Kredtite und Hypotheken.
    Nachtwächter

    Das System ist am Ende, wenn so viele Schuldner ausfallen (also durch Konkurs von ihren Schulden befreit werden), dass zu wenige noch Geld verdienen müssen, um Schulden abzutragen. Klar ist das Geld bei dann sehr wenigen. Und klar ist dieses Geld dann weg und wertlos. Aber diese sehr wenigen haben es ja schon jahrelang immer wieder ausgegeben und erneut in Umlauf gesetzt und dafür Grund, Immobilien und sonstiges angehäuft.


    Dass der Wagen, der, mehrfach um die Welt gefahren ist und seinen Besitzern viele schöne Dinge geholt hat, irgendwann einen Motorschaden hat, negiert nicht seine Fahrleistung und auch nicht den herbeigeführten Erfolg. Und auch den Wagen mit Motorschaden kann man noch gegen eine nützliche Winzigkeit eintauschen.


    Am Ende ist das Geld - wie auch immer - dann doch bei den Dummen, die es schließlich verbrennen oder wegwerfen.


    Die einzige Hoffnung der Kredit-Sklaven: offene Inflationierung um so auch seine für die dann fast wertlos gewordene Immobilie aufgenommene Schuld tilgen zu können, noch bevor es neues Geld und asymmetrische Umstellungen alter Schulden und "Guthaben" gibt.


    Doch selbst so eine Chance / Gnade würden die meisten Kreditler vermasseln......

    Was ist an dem Begriff "Bankrott" denn nur so schwer zu verstehen?.

    2 Mal editiert, zuletzt von mesodor39 ()

  • ...
    Und sollte tatsächlich der Druck so hoch sein, dass es ohne Goldstandard nicht mehr geht, dann würde man versuchen, den Prozentsatz der Goldhinterlegung möglichst tief zu halten. Bei einer 10%-Hinterlegung wäre eine Helikoptergeld-Politik wie aktuell halbwegs möglich bei guter Planung, das heisst die Goldreserven werden etwas grösser angelegt als 10%, so dass man eine gewisse Handlungsfreiheit hat in Zeiten wie aktuell.
    ...

    Funktioniert nicht, da dann die Handelsbilanzdefizite in Gold bezahlt werden müssten (wenigsten jene bei Nicht-Vasallen). Das wird der Hegemon, solange irgend möglich verhindern, mit allen Mitteln.


    Schließlich möchte man seinen Lebensstandard nicht drastisch reduzieren - und überhaupt, wer soll dann die ganzen schönen Flugzeugträger bezahlen?

    „Es gehört zum Schwierigsten, was einem denkenden Menschen auferlegt werden kann, wissend unter Unwissenden den Ablauf eines historischen Prozesses miterleben zu müssen, dessen unausweichlichen Ausgang er längst mit Deutlichkeit kennt. Die Zeit des Irrtums der anderen, der falschen Hoffnungen, der blind begangenen Fehler wird dann sehr lang."
    Carl J. Burckhardt

  • Gold ist bereit seine Kaufkraft zu halten, während die Fed massiv Geld druckt.


    Anfangs stellt der Autor zwar die Plunge Protection Teams (PPT) in Frage, meint aber dazu:

    • Man muss an so etwas nicht glauben, aber man will trotzdem unbedingt Gold besitzen.

    Er spricht die Aufhebung des Goldstandards 1971 in den USA an. Seine Erkenntnis dazu:

    • Seitdem ist der Dollar eine "Fiat-Währung". Das bedeutet, dass sein Wert nicht an etwas Greifbares wie Gold gebunden ist. Diese kleinen grünen Zettel und die Ziffern auf Ihrem Bankkonto sind nur "Geld", weil die US-Regierung dies behauptet..


    Er würde sich eine Rückkehr zum Goldstandard wünschen, meint aber dazu:

    • das wird nie geschehen. Wir stecken also in einer Welt der unbegrenzten quantitativen Lockerung (QE) und anderer komischer Geschäfte der Fed fest.
      Das heißt, dies ist eine Welt, in der man Gold besitzen möchte.

    Zur langen Zeit, in der Gold als Wert wahrgenommen wird, meint er:

    • Ja, ich denke, es ist ein wenig seltsam, dass die Leute in glänzende Steine investieren. Aber das gibt es schon seit bis zu 5.000 Jahren. Einige Leute sagen, die Technologie wird das ändern. Und es passiert immer wieder (dass die Leute trotzdem in Gold investieren).
      Tatsache ist, dass Gold seine Kaufkraft über eine riesige Zeitspanne der Geschichte aufrechterhalten hat, und daran wird sich wohl auch nichts ändern.


    Er spricht in dem Artikel an, dass auch Gold anfangs der Corona-Krise mit den fallenden Aktienkursen in die Knie ging, sich aber gut erholte. Zum weiteren Verlauf, seine Meinung:

    • Und angesichts der rücksichtslosen geldpolitischen Maßnahmen der Regierung - einschließlich ihres Vorstoßes in die moderne Geldtheorie (MMT) - wird es auch noch lange nach dem Ende der akuten Phase dieser Krise gut abschneiden.

    Der Autor sieht Gefahren einer Inflation durch eine von der Fed durchgeführten Menge an unendlicher Lockerungen. Seine Aussage:

    • Gold wird in diesem Umfeld zwangsläufig weiter steigen. Denn die Fed kann unendlich viele Dollar drucken, aber sie kann kein Gold drucken (zumindest kein physisches).

    Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.


    Die Menschen glauben viel leichter eine Lüge, die sie schon hundertmal gehört haben, als eine Wahrheit, die ihnen völlig neu ist.

  • Auch die Kaufkraft von Gold schwankt gewaltig......
    Kugel Eis um 2002: 1/16 Gramm
    Kugel Eis heute: 1/42 Gramm.
    Kugel Eis um 1980: 1/120 Gramm.
    Kugel Eis 1968: 1/48 Gramm...... 1 Unze = 35 §, 1 Dollar= 4,20 DM, Kugel Eis= 10 Pfennige


    Und nun ihr

    Was ist an dem Begriff "Bankrott" denn nur so schwer zu verstehen?.

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