....."Verzehnfachung von Minenkursen" ist zu vereinfachend: Es gibt ja bereits Kursverzehnfacher, Casey meint vermutlich den breiten Markt der Minenaktien über die Minenindices.
Tatsächlich sind insbes. im letzten Jahrzehnt die Minenaktien auf breiter Front insbes. vs Gold gefallen und werden mit steigendem Goldkursen wieder aufholen, aber unterschiedlich, auch wenn eine Flut alle Boote hebt...
Grüsse
Edel
Den ersten Teil sehe ich genau so.
Den zweiten Teil situativ bedingt aber völlig anders.
Die Aktienkurse können nur auf die Entwicklung des Produktes der Firmen aufbauen.
Diese ist auch dadurch begrenzt, wie sich die Kaufkraft der Löhne entwickelt.
Und da haben wir seit 20 Jahren eine sehr gefährliche Entwicklung: Goldpreis hoch, Kaufkraft der Löhne: tendenziell runter.
Irgendwann ist das Spiel in intakten Wirtschaftssystemen ausgereizt.
Kommt es zum Crash (der stets extrem deflationär ist), erzwingt der Markt reale Zinsen. Das bedeutet, dass es Grenzwert der Verschuldung gibt und dass sich die Wirtschaftlichkeitsgrenzen zwischen kapitalintensiver und lohnintensiver Produktion zu Gunsten der lohnintensiven Produktion verschieben werden.
Das wird auch den Kurs der Minenaktien limitieren.
In diesem Moment müssen auch Goldminen reale Erträge ausweisen. Es ist keiner mehr da, der die mit frisch gedrucktem Geld, das in Gold geht, stützt.
Wird Gold Geld, ist es knapp und begehrt, daher kommt der Zins zurück. Und dadurch (also durch hohe Zinsen) steigt (aus Unternehmersicht) auch der Wert der Arbeitskraft, die Lohnzahlungen kostet, gegenüber dem Kapital, dass es derzeit noch nahezu unverzindlich gibt.
Löhne kann man solange, bis die neuen Gelichgewichte erreicht sind, viel besser drücken, als Zinsen. Das macht Arbeitskraft noch attraktiver.
Fazit: Wer einen Währungscrash befürchtet, weis, dass er vorher aus Minen raus und in Gold rein muss (oder sollte das wissen). Wer das nicht glaubt oder glaubt, dass das noch lange dauert, kann Minenaktien kaufen.